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Richter werden

Dauer 10 - 12 Jahre
Gehaltsaussichten 3.800 €¹ - 5.000 €¹
Karrierechancen Gut

Wie werde ich Richter?

Als Richter kommt Dir eine besonders große Verantwortung zu. Denn in einem Gerichtsverfahren entscheidest Du darüber, ob der Beschuldigte eine Strafe oder einen Freispruch erhält. Wenn Du Richter werden möchtest, absolvierst Du ein etwa 9-semestriges Rechtswissenschaft Studium und schließt dieses mit dem ersten Staatsexamen ab. Danach durchläufst Du den 2-jährigen Vorbereitungsdienst, das sogenannte Rechtsreferendariat, bis Du Dein zweites Staatsexamen ablegst. Ab dann übst Du das Richteramt für etwa 3 bis 5 Jahre auf Probe aus. Mit dem Ende dieser Phase erlangst Du, ähnlich wie ein Beamter, die Ernennung zum Richter auf Lebenszeit und hast die Möglichkeit, Dich auf Planstellen zu bewerben.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Im Folgenden geben wir Dir einen Eindruck davon, wie der Arbeitsalltag in Deinem Beruf aussehen könnte:

09:00 Uhr

Dein Arbeitstag beginnt mit einer Verhandlung vor Gericht. Nachdem Du Dir die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und des Verteidigers angehört hast, fällst Du Dein Urteil. Du sprichst den beschuldigten Mann frei, weil Du ernsthafte Zweifel daran hast, dass er den ihm vorgeworfenen Diebstahl begangen hat.

10:55 Uhr

Zurück im Büro begutachtest Du die neu hinzugekommenen Akten und sortierst die vorliegenden Fälle danach, wie viel Bearbeitungsaufwand sie erfordern.

11:45 Uhr

In einem rechtlich besonders komplizierten Fall zum Thema ärztliche Sorgfaltspflicht recherchierst Du weitere Informationen im Netz. Damit stellst Du sicher, dass Du in der morgigen Anhörung den Ausführungen der Fachanwälte inhaltlich folgen kannst.

13:15 Uhr

Neben Deiner eigentlichen Amtstätigkeit leitest Du auch einen Klausurenkurs als Lehrbeauftragter an einer nahegelegenen Universität. Heute besprichst Du die Ergebnisse des Examenstests, den die Studierenden zur Probe geschrieben haben.

15:45 Uhr

Nach Deiner Rückkehr an den Schreibtisch besuchen Dich die zwei Rechtsreferendare, die Du derzeit ausbildest. Dieses Mal erklärst Du ihnen, wie Juristen eine bestimmte Art von Gutachten, das sogenannte Votum, schreiben.

16:45 Uhr

Gegen Ende des Tages prüfst Du mehrere Anträge auf Prozesskostenhilfe, die sowohl Kläger als auch Beklagte eingereicht haben. Dabei gewährst Du allen Antragstellern eine vollständige Übernahme der anfallenden Kosten, weil diese nachweislich nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen.

18:00 Uhr

Nach einem abwechslungsreichen Tag geht es für Dich in den Feierabend!

Voraussetzungen

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Entscheidungsfreudigkeit
  • Analytisches Denken
  • Gutes Zeitmanagement
  • Menschenkenntnis
  • Gerechtigkeitssinn

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13. April 2021
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  • Einstiegsgehalt 3.800 €¹
  • Berufserfahrung 5.000 €¹
Zum Gehaltsüberblick

Was macht ein Richter?

Als Richter bist Du die höchste Autorität im Gerichtssaal. Nach der Beweisaufnahme entscheidest Du alleine oder gemeinsam mit anderen Kollegen darüber, welche der streitenden Parteien Recht bekommt beziehungsweise ob der Beschuldigte eine Strafe wie Freiheitsentzug oder Geldbuße erhält.
In Deinem Büroalltag bearbeitest Du eine Vielzahl an Klagen aus unterschiedlichen Rechtsgebieten. Bei kleineren Streitfällen urteilst Du bereits, nachdem Du Dir die jeweilige Akte durchgelesen und mittels der Gesetzbücher geprüft hast. Bei schwerwiegenden Rechtsfällen setzt Du eine mündliche Verhandlung an, um die Beteiligten selbst zu befragen.
Wenn Staatsanwälte in einem Ermittlungsverfahren der Polizei besonders weitreichende Maßnahmen wie eine Wohnungsdurchsuchung ergreifen möchten, benötigen sie von Dir einen richterlichen Beschluss. Du prüfst die Sachlage und stellst bei einer Zusage sicher, dass dieser sensible Eingriff in die Privatsphäre des Betroffenen wirklich nötig ist.
Je nach thematischer Komplexität und Schwierigkeit eines Rechtsstreits triffst Du vor Gericht auf dafür eigens spezialisierte Fachanwälte. Damit Du auch in diesen Fällen zu einer begründeten Entscheidung kommst, eignest Du Dir in der Vorbereitung auf eine Anhörung weiteres Hintergrundwissen zu Sachthemen an.

Wie sind die Berufsaussichten?

Grundsätzlich stehen die Chancen für Dich gut, eine Stelle als Richter zu finden. Viele Juristen im Staatsdienst gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand, sodass Fachkräfte sehr gefragt sind. In der Regel benötigst Du ein zweites Staatsexamen von mindestens 9 Punkten, das sogenannte Prädikatsexamen, um eine Anstellung zu erhalten. Andernfalls kannst Du beispielsweise mit spezifischen Weiterbildungen, sozialem Engagement oder einer guten Leistung im Assessment Center punkten, das manche Bundesländer zur Bewerberauswahl veranstalten.

Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Analytische Fähigkeiten
    9/10
  • Durchsetzungsvermögen
    10/10
  • Belastungsfähigkeit
    8/10
  • Organisationstalent
    7/10
  • Kommunikationsstärke
    10/10
  • Sozialkompetenz
    9/10

Welche Spezialisierungen gibt es?

An Arbeits- und Sozialgerichten erwarten Dich einerseits Rechtsstreitigkeiten, die Arbeitnehmer und -geber auf Grundlage von Anstellungs- oder Tarifverträgen miteinander führen. Andererseits landen auch Streitfälle zu Ansprüchen aus Sozial-, Kranken- oder Rentenversicherungen auf Deinem Schreibtisch.
Wenn Du eine Tätigkeit als Strafrichter annimmst, begegnen Dir je nach Zuständigkeit Deiner Behörde Verbrechen wie Diebstahl, Mord oder Raub. Ein Strafverteidiger tritt in der Hauptverhandlung für den Beschuldigten auf und möchte Dich von der Unschuld seines Mandanten überzeugen oder zumindest eine milde Strafe erwirken. Der teilnehmende Staatsanwalt informiert Dich dagegen gleichermaßen über be- und entlastende Umstände, um Dir einen möglichst objektiven Eindruck von der Tat zu verschaffen.
Arbeitest Du an einem Finanzgericht, behandelst Du all diejenigen Rechtsfälle, die sich zwischen dem Bürger als Steuerzahler und verschiedenen Behörden der Finanzverwaltung ergeben. Dementsprechend bearbeitest Du beispielsweise Steuerhinterziehungen oder nicht gezahlte Zollgebühren.
Das Familienrecht bezieht sich in erster Linie auf Ehepartner und deren Nachwuchs. Als zuständiger Richter entscheidest Du über Fragen des Sorgerechts, scheidest Paare oder prüfst die Rechtmäßigkeit von Unterhaltszahlungen.

Besonderheiten

  • Eignungsfeststellung durch Referendariat und berufliche Probezeit
  • Anstellung auf Lebenszeit
  • Beschäftigung deutschlandweit möglich
  • Keine festen Arbeitszeiten, sondern zu erledigendes Pensum

Videos zum Beruf

Wusstest Du schon, dass ...

  • ...die Richter am Bundesgerichtshof statt schwarzen, auffällige rote Roben mit langen weißen Halsbinden tragen?
  • ...der Scharfrichter niemanden verurteilt, sondern die Todesstrafe vollstreckt?
  • ...ein Richter über hundert Fälle gleichzeitig bearbeitet?

Dieser Promi ist auch Richter

Was spricht für den Beruf

  1. Verantwortungsvolles Amt mit großer Entscheidungsgewalt
  2. Tariflich geregeltes Gehalt mit fester Aufstockung
  3. Sicherer Arbeitsplatz
  4. Deutschlandweit Arbeitsplätze zur Auswahl
  5. Große Nachfrage durch Pensionierungswelle

Was spricht gegen den Beruf

  1. Hoher Zeitdruck je nach Menge der Fallakten
  2. Bereitschaftsdienst für die Polizei bei dringenden Beschlüssen
  3. Prädikatsexamen als wichtiges Einstellungskriterium für Richter
  4. Langer Ausbildungsweg durch Studium, Referendariat und Probezeit
¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Einstiegsgehalt als Richter

Deine Bezahlung als Richter folgt der Besoldungsordnung R. Dort steigst Du zu Beginn Deiner beruflichen Tätigkeit in der untersten Gruppe R1 ein. Je nach Region erwartet Dich ein monatlicher Verdienst zwischen 3.800 €¹ und 4.300 €¹ brutto.

Dein Einkommen steigt regelmäßig mit den Dienstjahren auf die nächsthöhere Stufe der Besoldungsgruppe R1. Zu Beginn Deiner Laufbahn geschieht dies alle 2, dann 3 und im späteren Berufsleben 4 Jahre.

  • Richter 3.800 €¹
  • Rechtsanwalt 2.500 €¹

Gehalt nach Berufserfahrung

Mit dem Aufstieg in ein höheres Amt kletterst Du auch in den 10 Gruppen der Besoldungsordnung nach oben. Beispielsweise erhältst Du als Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht nach R3 etwa 8.100 €¹ brutto monatlich.

Durchschnittlich erhältst Du in den ersten 3 bis 5 Jahren 4.500 €¹. Dein Einkommen steigt dananach auf rund 5.000 €¹ brutto monatlich. Arbeitest Du bereits 10 Jahre als Richter, kannst Du mit einem Monatseinkommen von 5.300 €¹ rechnen.

Gehalt nach Berufserfahrung

Mit dem Aufstieg in ein höheres Amt kletterst Du auch in den 10 Gruppen der Besoldungsordnung nach oben. Beispielsweise erhältst Du als Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht nach R3 etwa 8.100 €¹ brutto monatlich.

Durchschnittlich erhältst Du in den ersten 3 bis 5 Jahren 4.500 €¹. Dein Einkommen steigt dananach auf rund 5.000 €¹ brutto monatlich. Arbeitest Du bereits 10 Jahre als Richter, kannst Du mit einem Monatseinkommen von 5.300 €¹ rechnen.

Gehalt nach Bundesland

Die Bundesländer legen die Besoldung ihrer Richter eigenständig fest. Besonders gut sind Deine Gehaltsaussichten beispielsweise in Baden-Württemberg und Hessen. Dort verdienst Du zwischen 5.310 €¹ und 5.570 €¹ brutto pro Monat. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg ist Dein Einkommen tendenziell eher geringer. In den beiden Bundesländern bekommst Du am Ende des Monats rund 3.720 €¹ beziehungsweise 3.770 €¹.
¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Mit diesen 88 Studiengängen kannst Du Richter werden

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Mit diesen 88 Studiengängen kannst Du Richter werden

Rechtswissenschaft
Uni Halle-Wittenberg (Halle)
Staatsexamen
10 Semester
4.1
97%
Rechtswissenschaft
Uni Bayreuth (Bayreuth)
Staatsexamen
9 Semester
4.0
96%
Rechtswissenschaft
Uni Passau (Passau)
Staatsexamen
9 Semester
4.1
93%
Infoprofil
Rechtswissenschaft
Uni Düsseldorf (Düsseldorf)
Staatsexamen
10 Semester
3.9
96%
Rechtswissenschaft
Uni Leipzig (Leipzig)
Staatsexamen
10 Semester
3.8
97%
Rechtswissenschaft
Uni Augsburg (Augsburg)
Staatsexamen
8 Semester
3.9
95%
Rechtswissenschaft
Uni Frankfurt (Oder) (Frankfurt (Oder))
Staatsexamen
10 Semester
4.0
93%
Rechtswissenschaft
Uni Jena (Jena)
Staatsexamen
10 Semester
3.9
93%
Infoprofil
Rechtswissenschaft
Uni Potsdam (Potsdam)
Staatsexamen
9 Semester
3.9
93%
Rechtswissenschaft
Uni Göttingen (Göttingen)
Staatsexamen
9 Semester
3.8
94%