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Patentanwalt werden

Dauer 6 - 7 Jahre
Gehaltsaussichten 3.000 €¹ - 7.600 €¹
Karrierechancen Gut

Wie werde ich Patentanwalt?

Als Patentanwalt berätst Du Mandanten, die ihre Erfindung, ihren Markennamen oder ein bestimmtes Design gewerblich nutzen und anderen die Verwendung verbieten möchten. Wenn Du Patentanwalt werden möchtest, durchläufst Du zunächst ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium an einer Universität. Im Anschluss sammelst Du mindestens ein Jahr Berufserfahrung in der Technikbranche. Ab dann steht Dir die 3-jährige Ausbildung zum Patentanwalt offen. In dieser Zeit arbeitest Du nacheinander bei einem Patentanwalt, dem Deutschen Patent- und Markenamt sowie dem Bundespatentgericht und absolvierst berufsbegleitend ein auf den Beruf zugeschnittenes rechtswissenschaftliches Fernstudium. Nach der Abschlussprüfung beantragst Du Deine Zulassung bei der Patentanwaltskammer.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Je nachdem ob Du in einem Anwaltsbüro oder einer entsprechenden Abteilung in einem Wirtschaftsunternehmen tätig bist, kann Dein Alltag unterschiedlich ausfallen. Nachfolgend findest Du den exemplarischen Tagesablauf eines selbstständigen Patentanwalts.

09:15 Uhr

Nach der Ankunft in Deiner Kanzlei, die Du Dir mit einigen Kollegen teilst, wirfst Du erst einmal einen Blick in Deinen Posteingang. Dein Sekretär hat Dir dort einige Briefe von verschiedenen Patentgerichten bereitgelegt. Außerdem prüfst Du Dein E-Mail-Konto und stellst fest, dass keine neuen Anfragen vorliegen.

10:10 Uhr

Anschließend fährst Du wegen einer Patentverletzung zu einem Gerichtsverfahren. Dein Mandant hatte mit Deiner Hilfe einen Erfinderschutz auf eine neuartige Sohle angemeldet, die sich ohne Schuh an die Unterseite des Fußes kleben lässt. Ein Konkurrent hat dieses Produkt nun kopiert und unter eigenem Namen in die Läden gebracht. Dir gelingt es, den weiteren Verkauf zu verbieten und einen Schadensersatz im fünfstelligen Bereich zu erwirken.

12:35 Uhr

Zurück an Deinem Schreibtisch überprüfst Du den verpassten Anruf auf Deiner Mailbox und stellst fest, dass ein langjähriger Klient morgen wegen einer dringlichen Angelegenheit zu Dir kommen möchte. Du bestätigst ihm schnell noch den Terminvorschlag per E-Mail, ehe Du in die Mittagspause gehst.

14:05 Uhr

Am frühen Nachmittag suchen Dich der Geschäftsführer und Produktentwickler eines Unternehmens auf, das Kinderspielzeug verkauft. Beide möchten sich von Dir beraten lassen, ob und wie sie das Design ihrer bald erscheinenden Stoffpuppen rechtlich schützen können. Nach einem längeren Gespräch über die Details der Spielzeugpuppe bist Du bereit, das Schreiben zur Patentanmeldung aufzusetzen.

15:55 Uhr

Da für heute keine Besprechungen mehr anstehen, nutzt Du die Zeit, um eine Akte zu bearbeiten. In diesem Fall hat ein Pharmaunternehmen einen neuen Wirkstoff gegen Rheuma entwickelt, der nun in Tablettenform auf dem Markt erscheinen soll. Um Dir ein besseres Bild von den Erfolgsaussichten für die Patentierung zu machen, recherchierst Du im Internet sowie in einschlägigen Fachjournalen nach bereits verfügbaren, ähnlichen Heilmitteln.

17:10 Uhr

Gegen Ende Deines Arbeitstages ruft Dich noch ein junger Studierender an. Da er sein Ingenieurwissenschaft Studium gerade erfolgreich beendet hat, sucht er einen Ausbildungsplatz bei einem Patentanwalt. Du erteilst dem Bewerber bereitwillig die Zusage und erläuterst ihm außerdem exemplarisch, wie sein zukünftiger Arbeitsalltag bei Dir aussieht.

18:05 Uhr

Du verlässt Dein Büro und machst Dich auf den Heimweg.

Voraussetzungen

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Bereitschaft, sich intensiv in unbekannte Themen einzuarbeiten
  • Sozialkompetenz
  • Gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit
  • Abstraktionsvermögen

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  • Einstiegsgehalt 3.000 €¹
  • Berufserfahrung 7.600 €¹
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Was macht ein Patentanwalt?

Der erste Schritt in Deiner Tätigkeit als Patentanwalt ist das einleitende Gespräch mit Erfindern, Designern oder Produktentwicklern. Du lässt Dir die technische oder künstlerische Neuerung ausführlich vorstellen. Bereits hier greifst Du mit zunehmenden Arbeitsjahren auf Deinen Erfahrungsschatz zurück und klärst die Erfinder darüber auf, ob ein Patentschutz in diesem konkreten Fall sinnvoll, erfolgversprechend oder gewinnbringend sein könnte. Je nach Komplexität und Schwierigkeit der Thematik gilt es für Dich allerdings, ein abschließendes Urteil hinten anzustellen, bis Du Dich ausreichend über mögliche Konkurrenzprodukte informiert hast.
Nachdem Dich die Mandanten über ihre Erfindung informiert haben, beginnt für Dich die eigentliche Arbeit. Du recherchierst zunächst spezifisches Hintergrundwissen, um Dir über den neuesten Stand der Technik und die Neuartigkeit des Produkts Klarheit zu verschaffen. Danach entwirfst Du eine Argumentationsstrategie, mit der Du die Patentierung vor den entsprechenden Amtspersonen rechtfertigen kannst. Das fertige Schreiben sendest Du schließlich zum zuständigen Patentamt.
In einem Patentfall kommt es aus unterschiedlichen Gründen zu einer Gerichtsverhandlung. Hast Du beispielsweise in der Vergangenheit bereits eine Patentierung durchgesetzt, so besteht in der Folge die Möglichkeit, vor einem Zivilgericht mit einer Unterlassungsklage gegen Nachahmer vorzugehen. Andererseits können diese auch mit einer Nichtigkeitsklage vor das Bundespatentgericht ziehen, wenn sie Dein erwirktes Patent für nicht rechtens halten. In manchen Fällen steht Dir ein Rechtsanwalt zur Seite, der sich um das juristische Kerngeschäft kümmert. Dann trittst Du vor allem als sachkundiger Experte auf, der das Anrecht auf ein Patent mit Blick auf den naturwissenschaftlich-technischen Stand der Dinge erläutert. Grundsätzlich bist Du für diejenigen Fälle zuständig, die zu Deinem Fachgebiet aus dem Studium passen.
Du betreust nicht nur Einzelpersonen, die mit ihrer Kreation Geld verdienen möchten. Auch Unternehmen suchen Deinen fachlichen Rat, wenn sie keine eigene Abteilung für Patentfragen besitzen. Hierbei sorgst Du häufig für Aufklärung, ob und wie ein Logo, ein Schriftzug oder eine bestimmte Marke Verwendung finden darf. Du berücksichtigst dazu besonders die bestehenden Patente anderer Firmen, die ein mögliches Schutzrecht durchkreuzen.
Als vollwertiger Patentanwalt hast Du zusätzlich die Aufgabe, den Nachwuchs auszubilden. Interessenten fragen Dich zunächst nach einem freien Platz in Deiner Kanzlei, ehe sie sich offiziell beim zuständigen Patent- und Markenamt anmelden. In der Regel betreust Du die Anwärter etwa 2 Jahre und 2 Monate lang.

Wie sind die Berufsaussichten?

Besonders bei größeren Wirtschaftsunternehmen sind Deine Berufsaussichten gut. Durch eine steigende Zahl an Patenten und Schutzmaßnahmen für Marken oder Logos ist Deine Tätigkeit durchaus gefragt. Arbeitest Du als Selbstständiger in einem eigenen Büro oder im Zusammenschluss mit anderen, so ist Deine Zukunft wesentlich von Deinem Klientenstamm abhängig. Je mehr Erfolge Du über die Jahre vorzuweisen hast, desto schneller wächst auch Dein berufliches Netzwerk.

Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Analytische Fähigkeiten
    7/10
  • Sprachbegabung
    5/10
  • Naturwissenschaftliches Verständnis
    8/10
  • Flexibilität
    7/10
  • Technikverständnis
    8/10
  • Kommunikationsstärke
    9/10

Welche Spezialisierungen gibt es?

Zusätzlich zu Deiner Patentanwaltsausbildung besteht für Dich die Möglichkeit, europäischer Patentanwalt zu werden. In diesem Fall kämpfst Du für Deine Mandanten darum, dass deren Erfindungen nicht nur in Deutschland, sondern zugleich in allen Mitgliedsstaaten Europas einen Patentschutz erhalten. Um die Eignungsprüfung für den European Patent Attorney ablegen zu dürfen, sammelst Du vorher 3 Jahre Praxiserfahrung mit europäischen Patentierungen in einer entsprechenden Kanzlei.

Besonderheiten

  • Deutschlandweite Niederlassung möglich
  • Patentanwälte arbeiten wahlweise als Angestellte oder Freiberufler
  • Variable Stundensätze für Selbstständige

Videos zum Beruf

Wusstest Du schon, dass ...

  • ...Patentanwälte kein klassisches Jura Studium durchlaufen wie alle anderen Anwälte?
  • ...die Roben von Patentanwälten blau und schwarz sind, damit sie sich farblich von der Kleidung der Rechtsanwälte abheben?

Diese Promis haben ein Patent angemeldet

Was spricht für den Beruf

  1. Abwechslungsreicher Alltag durch unterschiedliche Erfindungen
  2. Gute Verdienstmöglichkeiten
  3. Patentanwälte können freiberuflich oder als Angestellte arbeiten

Was spricht gegen den Beruf

  1. Anspruchsvoller Ausbildungsweg an der Schnittstelle von Technik beziehungsweise Naturwissenschaft und Jura
¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Einstiegsgehalt als Patentanwalt

Wie hoch der Betrag ist, der am Monatsende auf Deinem Konto landet, ist schwer vorherzusagen. Denn in der Regel arbeitest Du selbstständig und bist gerade zu Beginn Deiner Laufbahn damit beschäftigt, Dir erst einmal einen Kundenstamm aufzubauen. Allerdings ist Dein Honorar per Gesetz festgelegt, sodass jeder Notar die gleiche Bezahlung für bestimmte Tätigkeiten erhält. Durchschnittlich kannst Du zu Beginn Deiner Karriere mit einem monatlichen Gehalt von rund 3.000 €¹ bis 3.500 €¹ brutto rechnen.
  • Patentanwalt 3.000 €¹

Gehalt nach Berufserfahrung

Dein zukünftiges Einkommen ist stark von Deinem Beschäftigungsverhältnis abhängig, da Du Deinem Beruf als Angestellter einer Kanzlei, eines Wirtschaftsunternehmens oder als Selbstständiger nachgehen kannst. Als Freiberufler richtet sich Dein Verdienst nach Deinem aufgebauten Mandantenkreis. In der freien Wirtschaft entscheidet dagegen die jeweilige Branche und die Größe des Unternehmens darüber, wie lukrativ Deine Tätigkeit ausfällt. Durchschnittlich verdienst Du hier in den ersten 5 Jahren rund 3.600 €¹ brutto monatlich. Nach 10 Jahren können es bereits bis zu 8.400 €¹ sein.

Gehalt nach Berufserfahrung

Dein zukünftiges Einkommen ist stark von Deinem Beschäftigungsverhältnis abhängig, da Du Deinem Beruf als Angestellter einer Kanzlei, eines Wirtschaftsunternehmens oder als Selbstständiger nachgehen kannst. Als Freiberufler richtet sich Dein Verdienst nach Deinem aufgebauten Mandantenkreis. In der freien Wirtschaft entscheidet dagegen die jeweilige Branche und die Größe des Unternehmens darüber, wie lukrativ Deine Tätigkeit ausfällt. Durchschnittlich verdienst Du hier in den ersten 5 Jahren rund 3.600 €¹ brutto monatlich. Nach 10 Jahren können es bereits bis zu 8.400 €¹ sein.

Gehalt nach Bundesland

Auch wenn der Beruf des Patentanwalts vielen ein überdurchschnittlich hohes Monatseinkommen beschert, so bestehen zwischen den Bundesländern noch beträchtliche Unterschiede. Topverdiener arbeiten meist in Bayern oder Hessen und erhalten am Monatsende zwischen 9.070 €¹ und 9.160 €¹. In Sachsen-Anhalt fällt Dein Gehalt dagegen geringer aus. Dort verdienst Du rund 5.310 €¹ butto pro Monat.
¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Mit diesen 996 Studiengängen kannst Du Patentanwalt werden

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Mit diesen 996 Studiengängen kannst Du Patentanwalt werden

Biologie Lehramt
Uni Duisburg-Essen (Essen)
Bachelor of Science (Lehramt)
6 Semester
4.0
97%
Biologie
Uni Osnabrück (Osnabrück)
Bachelor of Science
6 Semester
4.0
97%
Bauingenieurwesen
FH Aachen (Aachen)
Bachelor of Engineering
7 - 9 Semester
3.8
100%
Biologie
LMU - Uni München (München)
Bachelor of Science
6 - 8 Semester
3.9
97%
Bauingenieurwesen
TH Köln (Köln)
Bachelor of Engineering
7 - 9 Semester
3.9
97%
Biologie
Uni Bonn
Bachelor of Science
6 Semester
3.9
97%
Biologie
Uni Würzburg (Würzburg)
Bachelor of Science
6 Semester
3.9
95%
Bauingenieurwesen
RWTH Aachen (Aachen)
Bachelor of Science
6 Semester
3.9
95%
Applied Biology
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (Rheinbach)
Bachelor of Science
6 Semester
4.0
93%
Biologie Lehramt
Uni Münster (Münster)
Bachelor (Lehramt)
6 Semester
4.0
93%