Epidemiologe werden

Dauer 3 - 7 Jahre
Gehaltsaussichten 3.300 €¹ - 5.150 €¹
Karrierechancen Mittel

Wie werde ich Epidemiologe?

Als Epidemiologe untersuchst Du die Verbreitung sowie den Verlauf von Krankheiten in bestimmten Ländern, Regionen und Bevölkerungsgruppen. Mithilfe von Studien ermittelst Du die Faktoren, die zum Ausbruch eines Virus führen oder dabei helfen, den jeweiligen Krankheitserreger einzudämmen. Möchtest Du Epidemiologe werden, absolvierst Du ein 4-semestriges Master Studium der Epidemiologie. Dafür benötigst Du bereits einen Bachelor Abschluss in Mathematik, Informatik, Sozialwissenschaften oder einer naturwissenschaftlichen Disziplin. Außerdem kannst Du Dich in Gesundheitswissenschaften und Public Health Studiengängen mit der Epidemiologie auseinandersetzen. Als Hochschulabsolvent steigst Du in die Forschung an Universitäten und medizinischen Instituten ein oder arbeitest in der freien Wirtschaft bei privaten Hilfsorganisationen sowie Pharmaunternehmen.

Was macht ein Epidemiologe?

Als Epidemiologe bist Du primär Wissenschaftler, der seine Zeit mit Studien im Labor und Büro verbringt. Damit Dir allerdings Daten zum Auswerten zur Verfügung stehen, kannst Du selbst auch Außeneinsätze unternehmen. Diese sind vor allem dann gewinnbringend für Deine Arbeit, wenn es in einer Region auf der Welt zum Ausbruch einer hochinfektiösen Krankheit, beispielsweise Cholera, Masern oder Ebola kommt. Speziell bei Hilfsorganisationen bist Du in diesem Fall gefragt, um als Mitglied eines Teams aus Fachärzten, Pflegekräften und Logistikern vor Ort zu helfen. Teilweise verbringst Du mehrere Monaten in den Krisengebieten und analysierst dort die gesundheitliche und soziale Situation der betroffenen Menschen. Anschließend leitest Du auf Grundlage der dokumentierten Lebensverhältnisse präventive und eindämmende Vorkehrungen ein, mit denen Du eine weitere Ansteckung der Menschen mit dem Erreger verhinderst.
Neben außerplanmäßigen Reisen in Krisengebiete besteht Dein Arbeitsalltag vor allem daraus, übermittelte oder selbst gewonnene Daten und Informationen über verschiedene infektiöse Krankheiten auszuwerten. Dazu greifst Du auch auf unterschiedliche epidemiologische Datenbanken zurück. Hast Du darüber hinaus Blutproben von Erkrankten gesammelt, untersuchst Du diese im Labor. Außerdem helfen Dir Statistikprogramme dabei, Risikofaktoren für Massenerkrankungen und deren Ausbruchswahrscheinlichkeit sowie passende Schutzmaßnahmen zu ermitteln. Wenn Du wichtige Erkenntnisse für die Forschungsgemeinschaft oder die allgemeine Öffentlichkeit gewonnen hast, veröffentlichst Du diese je nach Umfang in Form von Aufsätzen in Journals oder als eigenständiges Buch.
  • Einstiegsgehalt 3.300 €¹
  • Berufserfahrung 5.150 €¹
Zum Gehaltsüberblick

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium
  • Interesse für mathematische Berechnungen & Statistik
  • Gute Fremdsprachenkenntnisse
  • Belastbarkeit bei Einsätzen in Krisengebieten
  • Soziale Ader
  • EDV-Kenntnisse

Wie sind die Berufsaussichten?

Deine Berufsaussichten als Epidemiologe sind als eher schwierig einzuschätzen. Da der Beruf stark wissenschaftsorientiert ist, treibst Du in der Regel die Erforschung von Massenerkrankungen an Hochschulen sowie klinischen und pharmakologischen Instituten voran. Darüber hinaus kannst Du versuchen, als gesundheitlicher Berater in Behörden wie Gesundheits- und Landesämtern unterzukommen. Bei privaten Hilfsorganisationen erwarten Dich ähnlich wie an Forschungsinstituten nur befristete Verträge, die auf bestimmte Einsätze zur akuten Krankheitsbekämpfung beschränkt sind.

Welche Eigenschaften helfen mir im Job weiter?

  • Analytische Fähigkeiten
    9/10
  • Organisationstalent
    7/10
  • Naturwissenschaftliches Verständnis
    8/10
  • Technikverständnis
    7/10
  • Kulturelles Interesse
    9/10
  • Kommunikationsstärke
    8/10

Videos zum Beruf

Welche Spezialisierungen gibt es?

Mit dieser Spezialisierung vertiefst Du Dein fachliches Wissen im Bereich der übertragbaren Krankheiten. Hierzu gehören sowohl Infektionen als auch parasitäre Erkrankungen. Dein Hauptaugenmerk richtest Du auf den Übertragungsweg sowie darauf, wo sich bestimmte Krankheitserreger üblicherweise ansiedeln und vermehren. Um die Verbreitung von gefährlichen biologischen Stoffen zu verhindern, ergreifst Du Maßnahmen zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge und verbesserst die Hygiene in den betroffenen Regionen.
Wie der Name es schon andeutet, untersuchst Du in der Sozialepidemiologie vor allem soziale Faktoren, die für den Ausbruch und die Verbreitung einer Erkrankung von Relevanz sein können. Du achtest hierbei unter anderem auf das Geschlecht, das Alter, den Familienstand und die Nationalität der Infizierten, in welcher Wohnsituation sie sich befinden und wie hoch ihr Einkommen ausfällt. Das übergeordnete Ziel Deiner Untersuchungen ist es, herauszufinden, ob eine soziale beziehungsweise gesellschaftliche Benachteiligung auch eine zusätzliche gesundheitliche Belastung für die betroffenen Menschen darstellt.

Besonderheiten

  • Quereinstieg für approbierte Fachärzte möglich
  • Selbstständigkeit als Berater in verschiedenen Gesundheitsbereichen
  • Auslandseinsätze für Studien vor Ort

Was spricht für den Beruf

  1. Vielseitiges Aufgabenfeld, das theoretische Forschungsarbeit mit praktischen Einsätzen in Krisengebieten verbindet
  2. Verantwortungsvolle und wichtige Tätigkeit, mit der Du das Leben von vielen Menschen verbessern und im Ernstfall sogar retten kannst

Was spricht gegen den Beruf

  1. Unsichere Berufslaufbahn an Hochschulen und Instituten

Einstiegsgehalt als Epidemiologe

In der Regel ist Deine Bezahlung nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder, kurz TV-L, geregelt. Als Epidemiologe bist Du je nach Berufserfahrung oder Abschluss in den Entgeltgruppen E 13 bis E 15 eingeordnet. Damit verdienst Du rund 3.300 €¹ brutto monatlich. Nach einiger Zeit steigst Du automatisch in höhere Erfahrungsstufen auf, wodurch auch Dein Gehalt steigt.

Hast Du promoviert, stehen Deine Chancen gut, dass Du direkt in der Entgeltgruppe E 14 einsteigst und dort bereits rund 3.600 €¹ im Monat verdienst. Übrigens orientieren sich viele private Organisationen und Unternehmen auch außerhalb des öffentlichen Dienstes an den Werten des TV-L. Je nach Größe und wirtschaftlicher Kraft des Unternehmens kann die tatsächliche Bezahlung jedoch abweichen.

  • Epidemiologe 3.300 €¹

Gehalt nach Berufserfahrung

Hast Du bereits einige Zeit als Epidemiologe gearbeitet, kannst Du mit einer monatlichen Vergütung von rund 4.850 €¹ brutto rechnen. Nach 10 Jahren im Job bist Du bei einem Bruttogehalt von ungefähr 5.650 €¹ angekommen. Da sich viele private Unternehmen nur an den TV-L Werten orientieren, gibt es Branchen, in denen überdurchschnittlich hohe Löhne üblich sind wie beispielsweise in der Pharmabranche. Durch Weiterbildungen, eine Promotion oder durch eine Beförderung zum Beispiel zum Institutsleiter kannst Du Dein monatliches Gehalt verbessern.

Gehalt nach Berufserfahrung

Hast Du bereits einige Zeit als Epidemiologe gearbeitet, kannst Du mit einer monatlichen Vergütung von rund 4.850 €¹ brutto rechnen. Nach 10 Jahren im Job bist Du bei einem Bruttogehalt von ungefähr 5.650 €¹ angekommen. Da sich viele private Unternehmen nur an den TV-L Werten orientieren, gibt es Branchen, in denen überdurchschnittlich hohe Löhne üblich sind wie beispielsweise in der Pharmabranche. Durch Weiterbildungen, eine Promotion oder durch eine Beförderung zum Beispiel zum Institutsleiter kannst Du Dein monatliches Gehalt verbessern.

Gehalt nach Bundesland

Am besten verdienst Du als Epidemiologe in Baden-Württemberg und Hessen. Dort erwartet Dich eine durchschnittliche Bezahlung zwischen 6.250 €¹ und 6.400 €¹ brutto im Monat. In den neuen Bundesländern wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Thüringen fällt Dein monatliches Gehalt geringer aus und liegt zwischen 4.400 €¹ und 4.700 €¹. Dafür sind die Lebenshaltungskosten in diesen Regionen normalerweise auch entsprechend niedriger.

Mit diesen 56 Studiengängen kannst Du Epidemiologe werden

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Mit diesen 56 Studiengängen kannst Du Epidemiologe werden

Public Health/Gesundheitswissenschaften
Uni Bremen (Bremen)
Bachelor of Arts
6 Semester
3.9
88%
Gesundheitswissenschaft
TUM - TU München (München)
Bachelor of Science
6 Semester
3.6
84%
Angewandte Gesundheitswissenschaften
HFU - Hochschule Furtwangen (Furtwangen im Schwarzwald)
Bachelor of Science
7 Semester
4.2
100%
Gesundheitswissenschaften
HAW Hamburg – Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Hamburg)
Bachelor of Science
6 - 12 Semester
3.4
95%
Gesundheitswissenschaften Lehramt
Uni Osnabrück (Osnabrück)
Bachelor of Education (Lehramt)
6 Semester
3.8
93%
Gesundheitswissenschaften
Hochschule Neubrandenburg (Neubrandenburg)
Bachelor of Science
6 Semester
3.8
93%
Medizin- und Gesundheitstechnologie
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Lemgo)
Bachelor of Science
6 Semester
3.9
100%
Infoprofil
Public Health
MHH - Medizinische Hochschule Hannover (Hannover)
Master of Science
3 Semester
4.0
92%
Infoprofil
Gesundheitswissenschaften
Charité (Berlin)
Bachelor of Science
6 Semester
3.7
100%
Public Health
Jade Hochschule (Oldenburg)
Master of Science
5 Semester
4.6
100%
Infoprofil