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Radiologe werden

Dauer 11 Jahre
Gehaltsaussichten 4.400 €¹ - 7.100 €¹
Karrierechancen Gut

Wie werde ich Radiologe?

Radiologen durchleuchten den Patienten von innen. Dazu bedienen sie sich technischer Geräte wie dem Röntgenapparat oder Computertomografen. Durch diese bildgebenden Verfahren erkennen sie Erkrankungen häufig frühzeitig oder können eine unklare Krankheitsgeschichte aufklären. Du möchtest Dich mit diesen neuen Technologien befassen und Radiologe werden? Dann erwartet Dich anfangs ein 12-semestriges Medizin Studium. Nachdem Du das 2. Staatsexamen bestanden hast, beantragst Du die staatliche Zulassung zur Berufsausübung. Sobald Du die sogenannte Approbation erhältst, darfst Du als Arzt praktizieren. Im weiteren Karriereverlauf entscheidest Du Dich für eine Facharztausbildung der Radiologie. Nach 5 Jahren als Assistenzarzt bist Du Facharzt für Radiologie.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Radiologe kannst Du im Krankenhaus oder in einer Praxis arbeiten. Im Folgenden findest Du einen beispielhaften Tagesablauf eines Radiologen in einer Gemeinschaftspraxis.

08:00 Uhr

Du triffst an der Radiologiepraxis ein. In einer halben Stunde steht bereits Dein erster Termin an.

08:30 Uhr

Herr Hertel lag im Vorfeld für eine Untersuchung im Kernspintomografen (MRT). Bevor Du die erzeugten Bilder mit ihm besprichst, schaust Du Dir diese genau an. Der Patient hat sich am Knie verletzt. Daher vermutest Du einen Kreuzbandriss. Der Verdacht bestätigt sich. Du rufst Herrn Hertel in Dein Arztzimmer und informierst ihn über das Resultat.

09:15 Uhr

Frau Kepto klagt seit mehreren Wochen über Rückenschmerzen. Ihr Hausarzt ordnet eine Kontrolle per MRT an und schickt sie zu Dir. Während sie die Prozedur noch über sich ergehen lässt, empfängst Du die ersten Schnittbilder. Es liegt ein Bandscheibenvorfall vor. Frau Kepto ist nicht überrascht und froh, dass Du die Ursache gefunden hast.

12:30 Uhr

Nach weiteren Terminen ziehst Du Dich in die kleine Kaffeeküche zurück, um kurzzeitig abzuschalten und etwas zu Dir zu nehmen.

13:00 Uhr

Anschließend dokumentierst Du die Ergebnisse der Untersuchungen am Vormittag. Außerdem telefonierst Du mit dem Hausarzt von Frau Kepto und klärst ihn über das Ergebnis der Aufnahmen auf.

14:15 Uhr

Nach einem Besuch bei der Kinderärztin trifft Janosch mit seiner Mutter bei Dir im Besprechungsraum ein. Er ist in der Schule vom Klettergerüst gefallen und jetzt tut ihm sein Arm weh. Du röntgst ihn. Gebrochen ist zum Glück nichts. Du beruhigst Mutter und Kind.

15:00 Uhr

Herr Leptek war noch nie in einem Kernspintomografen und ist dementsprechend sehr aufgeregt. Du erklärst ihm genau, was passiert und dass er einfach nur ruhig liegen bleiben soll. Er kommt mit Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenentzündung zu Dir. Nach der Bildgebung bewahrheitet sich diese Vermutung nicht.

17:30 Uhr

Ein Kollege bittet Dich um Hilfe. Gemeinsam seht Ihr Euch die MRT-Bilder von Herrn Schulte an. Dieser hat, wie der Herr von heute Morgen, belastende Knieprobleme. Aber auch Dir fällt bei der Beurteilung der Bilder nichts auf.

18:15 Uhr

Nachdem der letzte Patient die Praxis verlassen hat, gehst Du in den wohlverdienten Feierabend.

Voraussetzungen

  • Gutes optisches Gedächtnis
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse an der Anatomie des Menschen
  • Freude an detektivischer Spurensuche
  • Einstiegsgehalt 4.400 €¹
  • Berufserfahrung 7.100 €¹
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Was macht ein Radiologe?

Deine Kollegen aus anderen Fachgebieten überweisen oft Patienten an Dich, damit Du durch bildgebende Verfahren die Ursachenfindung der Beschwerden vorantreibst. Dazu greifst Du auf unterschiedliche Untersuchungsarten zurück. Die wohl bekanntesten sind das konventionelle Röntgen und der Ultraschall. Letzteres können allerdings auch viele andere Fachärzte durchführen. Benötigst Du eine genauere Darstellung der inneren Organe, nutzt Du die Kernspintomografie oder auch Magnetresonanztomografie (MRT) genannt. Bei dieser Methode schiebst Du den zu Behandelnden auf einem Liegeschlitten in eine Röhre. Das Gerät erzeugt während der Untersuchung viele Schnittbilder des Körpers.
Ein großer Teil Deiner Arbeit besteht darin, die durch die radiologische Herangehensweise entstandenen Bilder auszuwerten. Um die verschiedenen Krankheitsbilder zu erkennen, benötigst Du ein breites Fachwissen. Außerdem unterscheiden sich die Bildgebungsarten voneinander. Das heißt, ein Röntgenbild sieht anders aus als eine Darstellung durch einen Kernspintomografen. Bei Letzterem ergeben sich hunderte von Schnittbildern, die Du von oben nach unten durchsiehst. Bei der Analyse der Ergebnisse hilft Dir Dein anatomisches Wissen wie etwa das über den Verlauf der Wirbelsäule und die dazugehörigen Wirbel. Bei komplizierten oder lang anhaltenden Fällen besprichst Du Dich mit einem Kollegen.
Zu jedem Bild gehört auch ein Befund. Deine Ergebnisse schreibst Du sobald wie möglich auf oder diktierst sie. Damit der Zeitaufwand geringer ausfällt und Du das Resultat schneller dokumentieren kannst, nutzt Du teilweise eine Spracherkennung am Computer. Den Befund gibst Du anschließend auch dem Patienten mit nach Hause oder sendest ihm diesen per Post zu.
Der Schutz der Patienten vor zu viel Strahlung nimmt in Deinem Beruf eine große Rolle ein. Bildgebende Verfahren wie das Röntgen oder die Computertomografie (CT) nutzen während ihrer Verwendung Röntgenstrahlen. Diese können dem Körper in zu hoher Dosis schaden. Um diese Belastung zu umgehen, führst Du statt eines CTs eine Kernspintomografie (MRT) durch. Das Gerät kommt ohne Strahlung aus, da es ein Magnetfeld bildet. Manchmal ist es jedoch nicht möglich, auf eine andere Behandlungsmethode zurückzugreifen. Deswegen gibt es die sogenannte Niedrigdosis-Computertomografie. Bei dieser herrscht eine geringere Strahlenbelastung. Die Qualität der Bilder ist zwar schlechter, aber immer noch ausreichend für eine Diagnose. In der Kinderradiologie nutzt Du spezielle Aluminium-Kupfer-Filter, um die Röntgenstrahlen zu reduzieren.

Wie sind die Berufsaussichten?

Als Radiologe hast Du sehr gute Berufsaussichten. Durch die radiologischen Techniken kannst Du oftmals Diagnosen stellen, die sonst nicht so ohne Weiteres möglich wären. Deine Karrierechancen steigerst Du, wenn Du Dich weiter spezialisierst.

Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Analytische Fähigkeiten
    8/10
  • Naturwissenschaftliches Verständnis
    9/10
  • Abstraktes Denken
    6/10
  • Technikverständnis
    8/10
  • Kommunikationsstärke
    7/10
  • Sozialkompetenz
    6/10

Welche Spezialisierungen gibt es?

Als Neuroradiologe bist Du Spezialist für die Erkennung und Therapie von Erkrankungen des Zentralen Nervensystem (ZNS) - also der Nervenstrukturen im Gehirn und Rückenmark. Mit Deinen radiologischen Untersuchungsverfahren kannst Du neben den anatomischen Strukturen auch deren Funktionen darstellen. Das bedeutet, Du siehst die Durchblutung, die Stoffwechselprozesse, die Bewegung des Nervenwassers und den Verlauf der Faserbahnen. Ein mögliches Vorgehen zur Diagnostik ist die Angiografie. Bei dieser stellst Du mithilfe von dem Röntgen oder der Magnetresonanztomografie Blutgefäße radiologisch dar. Damit bist Du beispielsweise in der Lage, Hirnblutungen zu erkennen.
Kinder und Jugendliche stellen eine ganz besondere Patientengruppe dar. Ihre Versorgung erfordert nicht nur Dein medizinisches und technisches Fachwissen, sondern auch ein spezielles Feingefühl. Da es sehr wichtig ist, dass das Kind keine Angst hat, dauert die Vorbereitung manchmal genau so lange wie die Behandlung selbst. Oftmals sind die Eltern gefragt, ihre Kinder zu beruhigen. Bei einer Kernspintomografie arbeitest Du auch hin und wieder mit einem Anästhesisten zusammen, der dem kleinen Patienten Beruhigungsmittel gibt oder ihn kurzzeitig narkotisiert.
In der Interventionellen Radiologie gehst Du über die Diagnostik hinaus und führst therapeutische Eingriffe unter Bildsteuerung durch. Mithilfe bestimmter Methoden wie der Röntgenuntersuchung oder der Computertomografie kannst Du explizite Stellen im Körper über einen präzise planbaren und sicheren Zugangsweg erreichen. So ist es zum Beispiel möglich, dass Du Gewebeproben entnimmst oder Behandlungen wie die Angioplastie umsetzt. Bei dieser erweiterst Du verschlossene Gefäße, beispielsweise im Gehirn, mittels eines eingeführten Katheters. Während dieses Verfahrens beobachtest Du Dein Vorgehen und das Körperinnere des Patienten über einen Monitor.

Besonderheiten

  • Stark von der Technik abhängiger Fachbereich
  • Hauptsächlich diagnostische Tätigkeit
  • Begleitung des Patienten nur über einen kurzen Zeitraum

Videos zum Beruf

Wusstest Du schon, dass ...

  • …von 378.607 Ärzten 8.246 Radiologen sind?
  • ...das Röntgenbild im Intro zur Ärzteserie "Scrubs" in den ersten fünf Staffeln seitenverkehrt hängt?

Diese Promis haben auch Medizin studiert

Was spricht für den Beruf

  1. Kombination aus Medizin und Technik
  2. Interessante Spezialisierungsmöglichkeiten
  3. Abwechslungsreiche Tätigkeit aufgrund der vielen unterschiedlichen Krankheitsbilder
  4. Vergleichsweise geregelte Arbeitszeiten

Was spricht gegen den Beruf

  1. Verhältnismäßig wenig Patientenkontakt

Beruf nicht der richtige? Hier gibt es ähnliche Berufe:

¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Einstiegsgehalt als Radiologe

Dein Einstiegsgehalt hängt von Deiner gewählten Anstellung ab. Denn je nach Krankenhausträger gilt ein anderer Tarifvertrag, der Deine Einkünfte regelt. Bist Du zum Beispiel an einer Uniklinik als Assistenzarzt tätig, liegt Dein Einkommen bei rund 4.600 €¹ brutto im Monat.

Nach Deiner Facharztausbildung steigt es auf etwa 6.050 €¹ an. Als Assistenzarzt in einem kommunalen oder privaten Krankenhaus verdienst Du zwischen 4.400 €¹ und 4.550 €¹ brutto und als ausgebildeter Facharzt steigen Deine monatlichen Einkünfte auf 5.800 €¹ bis 5.950 €¹ brutto.

  • Radiologe 4.400 €¹
  • Hausarzt 4.400 €¹

Gehalt nach Berufserfahrung

Die Tarifverträge sehen vor, dass sich Deine Entlohnung mit steigender Berufserfahrung erhöht. Außerdem steigt Dein Einkommen, sofern Du die Besoldungsstufe wechselst - beispielsweise nach 5 Jahren, wenn Du Deine Facharztausbildung abschließt. Mit 6 bis 10 Jahren Praxiserfahrung verbuchst Du am Ende des Monats im Durchschnitt bereits 7.100 €¹ brutto auf Deinem Konto. Oft erhältst Du als Selbstständiger mehr Gehalt, trägst aber auch ein größeres Risiko.

Gehalt nach Berufserfahrung

Die Tarifverträge sehen vor, dass sich Deine Entlohnung mit steigender Berufserfahrung erhöht. Außerdem steigt Dein Einkommen, sofern Du die Besoldungsstufe wechselst - beispielsweise nach 5 Jahren, wenn Du Deine Facharztausbildung abschließt. Mit 6 bis 10 Jahren Praxiserfahrung verbuchst Du am Ende des Monats im Durchschnitt bereits 7.100 €¹ brutto auf Deinem Konto. Oft erhältst Du als Selbstständiger mehr Gehalt, trägst aber auch ein größeres Risiko.

Gehalt nach Bundesland

Das Durchschnittseinkommen variiert je nach Bundesland. Am niedrigsten ist es mit 6.650 €¹ in Thüringen. Am besten verdienen Radiologen in Brandenburg. Ihr Monatsgehalt beträgt ungefähr 9.400 €¹ brutto. Auch als Radiologe in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen verdienst Du mit 9.350 €¹ beziehungsweise 9.150 €¹ brutto im Monat sehr gut.
¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Mit diesen 53 Studiengängen kannst Du Radiologe werden

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Mit diesen 53 Studiengängen kannst Du Radiologe werden

Medizin
Uni Münster (Münster)
Staatsexamen
13 Semester
4.4
98%
Medizin
Uni Göttingen (Göttingen)
Staatsexamen
12 Semester
4.1
100%
Medizin
RWTH Aachen (Aachen)
Staatsexamen
12 Semester
4.2
97%
Medizin
Uni Hamburg (Hamburg)
Staatsexamen
13 Semester
4.2
97%
Modellstudiengang Medizin
MHB Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (2 Standorte)
Staatsexamen
13 Semester
4.2
97%
Infoprofil
Modellstudiengang Medizin
MHB Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (2 Standorte)
Staatsexamen
13 Semester
4.2
97%
Infoprofil
Medizin
Uni Tübingen (Tübingen)
Staatsexamen
13 Semester
4.0
99%
Medizin
Uni Jena (Jena)
Staatsexamen
13 Semester
4.0
100%
Humanmedizin
Uni Lübeck (Lübeck)
Staatsexamen
13 Semester
4.0
98%
Medizin Heidelberger Curriculum
Uni Heidelberg (Heidelberg)
Staatsexamen
12 Semester
4.1
97%