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Innenarchitekt werden

Dauer 3 - 6 Jahre
Karrierechancen Mittel

Wie werde ich Innenarchitekt?

Du möchtest Innenarchitekt werden und Räume funktional und auf individuelle Wünsche Deiner Kunden abgestimmt gestalten? Dann solltest Du ein 6- bis 8-semestriges Innenarchitektur Studium absolvieren. Danach besteht für Dich noch die Möglichkeit, einen Masterstudiengang mit einer Dauer von 4 Semestern zu belegen. Zum Beispiel, um die Mindeststudienzeit für die Architektenkammer zu erfüllen. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium solltest Du Dich nämlich bei dieser in Deinem Bundesland als Innenarchitekt eintragen lassen. Die Aufnahmebedingungen hierfür variieren. Oft musst Du eine Berufserfahrung von mindestens 2 Jahren nachweisen, darüber hinaus verlangt beispielsweise Nordrhein-Westfalen eine Weiterbildung im Umfang von 80 Unterrichtsstunden. Nach der Kammereintragung darfst Du die Bezeichnung des Innenarchitekten tragen.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Innenarchitekt besteht auch die Möglichkeit, dass Du Dich selbstständig machst. Nachfolgend findest Du ein Beispiel für Deinen Alltag in Deinem eigenen Innenarchitekturbüro.

08:00 Uhr

Nachdem Du in Deinem Büro eingetroffen bist, widmest Du Dich zunächst Deinen E-Mails. Gestern Abend hast Du Herrn Hülser die Pläne für die Umgestaltung seines Hauses und einen Terminvorschlag zur Besprechung gesendet. Diesen Termin hat er per Mail bestätigt.

09:30 Uhr

Du bist mit Frau Keller zum Telefonat verabredet. Sie hat ein denkmalgeschütztes Haus geerbt und würde dieses gerne modernisieren. Nach einem kurzen Gespräch vereinbart ihr, dass sie am nächsten Tag um 16 Uhr zu Dir kommt und ihr erste Ideen besprecht.

10:30 Uhr

Die Gestaltung einer Zahnarztpraxis steht kurz vor ihrer Beendigung. Du fährst zu der Baustelle und schaust Dir die Fortschritte an. Gut, dass Du vorbeigekommen bist, denn der Bauleiter hat ein paar Fragen bezüglich des Lichtkonzeptes. Du erklärst ihm anhand Deiner Pläne, wo welche Lampe vorgesehen ist.

12:00 Uhr

Auf dem Rückweg von der Baustelle kaufst Du Dir etwas zum Mittagessen. Im Büro angekommen, machst Du eine Pause.

12:45 Uhr

Bis zum nächsten Termin hast Du etwas Zeit, sodass Du Anregungen für den Umbau des Hauses von Frau Keller sammelst.

13:30 Uhr

Es steht die Besichtigung eines Wohnhauses an. Frau Löffler hat dieses vor Kurzem gekauft und möchte es sanieren. Damit Du ein Konzept erstellen kannst, ist es wichtig, dass Du Dir ein Bild von den Gegebenheiten vor Ort machst. Dazu fotografierst Du auch die einzelnen Räumlichkeiten. Du fragst bei Deiner Kundin nach, welche Funktion und Atmosphäre jeder Bereich erhalten soll.

16:00 Uhr

Du sitzt wieder an Deinem Schreibtisch. Bevor Du die Entwürfe am Computer visualisierst, zeichnest Du zunächst alles ganz klassisch mit Stift auf Papier. Frau Löffler wünscht sich eine schlichte und moderne Einrichtung. Du überlegst Dir, welche Möbel und Farben in die entsprechenden Zimmer passen. Anschließend beginnst Du mit den ersten Skizzen.

18:30 Uhr

Als Letztes für diesen Tag bereitest Du Dich auf den morgigen Termin mit Frau Keller vor und erstellst ein erstes Konzept für die Modernisierung. Weitere Details und Wünsche klärst Du mit ihr im Gespräch am nächsten Tag.

19:30 Uhr

Bei so vielen neuen Aufträgen und aktuell laufenden Projekten passiert es schnell, dass Du etwas später Feierabend hast.

Voraussetzungen

  • Gespür für eine ansprechende Raumgestaltung
  • Interesse an den aktuellen Trends der Einrichtungsbranche
  • Feingefühl im Umgang mit Menschen und deren Wünschen

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Innenarchitekt (m/w/d)
03. Juli 2020
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Was macht ein Innenarchitekt?

Nach der Annahme eines Auftrages pflegst Du weiter intensiven Kundenkontakt und berätst diese während des gesamten Projekts. Dazu setzt Du nicht nur Dein fachliches Wissen ein, sondern benötigst auch Feingefühl, zum Beispiel für die Vermittlung zwischen Wünschen und realistischer Umsetzung. Du versuchst, Deinen Auftraggebern all ihre Wünsche zu erfüllen und ihren Geschmack zu treffen. Beim ersten Planungsgespräch hörst Du ihnen deswegen genau zu und klärst mit ihnen die wichtigsten Themen. Anschließend entwirfst Du das erste Konzept.
Deine Hauptaufgabe besteht darin, Gestaltungskonzepte zu entwickeln und für eine reibungslose Umsetzung zu sorgen. Damit Letzteres funktioniert, ist es wichtig, dass die Entwürfe sowohl dem Kunden gefallen, als auch technisch und baulich realisierbar sind. Aus diesem Grund überträgst Du die maßgetreue Skizze nach der Absegnung durch den Auftraggeber in ein Computer-Aided-Design-Programm (CAD). Mit diesem sorgst Du dafür, dass alle beteiligten Teams denselben Plan verwenden und wissen, was zu tun ist. Falls doch etwas unklar erscheint, stehst Du bereit, um die Fragen zu klären. Du koordinierst die Handwerker, führst Bestellungen aus und sorgst dafür, dass alles ordnungsgemäß an seinem vorgesehenen Platz steht.
Die richtigen Materialien für jedes Projekt auszuwählen, erfordert Fachwissen über diese und die Vorschriften, die bestimmen, welche Eigenschaften ein Werkstoff erfüllen muss. Beispielsweise herrschen bei der Gestaltung von Messeständen strenge Brandschutzrichtlinien. In einer Grundschule ist es wichtig, mit Böden zu arbeiten, die abriebfest sind. Du stellst Dir also unter anderem Fragen zu der Beschaffenheit und Lebensdauer. Darüber hinaus suchst Du noch die Tapetenfarbe, die Beleuchtung sowie die Möbel passend zu Deinem Raumkonzept aus.
Manche Branchen verlangen eine ganz bestimmte Atmosphäre, beispielsweise im Gesundheitsbereich. Dort herrscht oft eine sehr reine, helle und offene Stimmung, schließlich sollen sich die Patienten wohlfühlen. Bei solchen Projekten im Gesundheitswesen spielt auch die Funktionalität eine große Rolle. Du schaffst dieses Ambiente durch die Auswahl von bestimmten Böden, Einrichtungsgegenständen und Dekorationen. Messestände, Museen sowie Ausstellungen sollen den Besucher anregen, seine Neugierde wecken und unterhalten. Du gestaltest diese dementsprechend anders als eine Arztpraxis.

Wie sind die Berufsaussichten?

Die Berufschancen lassen sich nur schwer prognostizieren. Während die Anzahl der Studienanfänger gleich bleibt, geht die Nachfrage nach Innenarchitekten eher zurück. Gute Aussichten schaffst Du Dir daher, indem Du Dich auf einen Bereich wie etwa die Einrichtung von Räumen im Gesundheitsbereich spezialisierst. Dort besteht immer der Bedarf nach funktionell, modern und ansprechend eingerichteten Praxen. Dies gilt beispielsweise auch für den Messe-, Gastronomie-, Hotel- und Einzelhandelssektor.

Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Naturwissenschaftliches Verständnis
    5/10
  • Wirtschaftliches Denken
    7/10
  • Abstraktes Denken
    8/10
  • Kommunikationsstärke
    8/10
  • Künstlerische Begabung
    7/10
  • Kreativität
    9/10

Welche Spezialisierungen gibt es?

In diesem Fachgebiet geht es vor allem um den Umgang mit vorhandener Bausubstanz. Dazu gehören auch historische Bauten, ihre Nutzungsänderungen sowie Um- und Anbauten. Bei der Denkmalpflege herrschen gesondertere Rahmenbedingungen als beim Bauen im Bestand. An oberster Stelle steht die Erhaltung des historischen Bestandes des Baudenkmals. Du lernst, mit bestehenden historischen Gebäuden umzugehen und diese zu pflegen. Die Basis bilden dabei theoretische Grundlagen, die oft unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten zulassen. Das ist auch gut so, denn jedes Bauwerk hat seine eigene Geschichte. Die Schwierigkeit liegt darin, dem Vorhandenen und dessen Geschichte sowie den modernen Ansprüchen gerecht zu werden. Aus diesem Grund arbeitest Du beispielsweise oft mit Restauratoren und Ingenieuren zusammen. Gemeinsam erhaltet ihr die Historie des Hauses und schafft moderne Lebensräume. Du als Innenarchitekt übernimmst während dieses Prozesses gestalterische, organisatorische und wirtschaftliche Aufgaben.
Die Lampe in der Mitte des Zimmers aufhängen und fertig? So einfach ist es dann doch nicht. Deswegen kannst Du Dich als Innenarchitekt auf Beleuchtungsplanung spezialisieren. Bei Deiner Arbeit unterscheidest Du zwischen allgemeiner Grundbeleuchtung, Funktions- und Akzentbeleuchtung. Schon im Hausflur haben Lampen eine große Bedeutung. Eine Voraussetzung ist etwa, dass das Licht von allen Türen aus bedienbar sein sollte. Im Arbeitszimmer achtest Du auf die richtige Ausleuchtung des Schreibtisches und dass dort keine Lampe blendet. Durch dekorative Beleuchtung setzt Du Akzente und hebst Details hervor, zum Beispiel bei Objekten, Vitrinen oder Regalen. Das verleiht beispielsweise dem Wohnzimmer eine gemütliche Atmosphäre. Dadurch, dass Du gezielt Lichtmittel einsetzt, vereinst Du Gemütlichkeit, Funktionalität sowie Design miteinander und beleuchtest jeden Raum entsprechend seines Nutzens.
Bei der Gestaltung von Ausstellungen, etwa in Museen, fühlst Du Dich zunächst in die bestehende räumliche und atmosphärische Situation ein. Durch Deine Arbeit bist Du die Schnittstelle zwischen Platz und Kommunikation, denn Du schaffst durch Deine Einrichtung für den Besucher ein Erlebnis. Dabei wendest Du Dein Wissen der szenografischen Gestaltung an, also der Lehre der Inszenierung im Raum. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Räumlichkeiten, Objektbeschilderungen, Trennwände und die Vitrinen. Die von Dir ausgewählte Beleuchtung trägt auch einen großen Teil zu der Atmosphäre der Ausstellung bei. In gewisser Weise sorgst Du für die angemessene Vermittlung des Themas und der Inhalte, lässt dem Betrachter dabei aber ein Höchstmaß an Freiheit.

Besonderheiten

  • Verbindung von Gebäudetechnik und Design
  • Geschützte Berufsbezeichnung
  • Unverbindliche Gehaltsempfehlung des Arbeitgeberverbands Deutscher Architekten und Ingenieure
  • Honorarordnung für Architekten und Ingenieure dient als Grundlage zur Berechnung der Entgelte für die Leistungen unter anderem der Innenarchitekten

Videos zum Beruf

Wusstest Du schon, dass ...

  • ...das wahrscheinlich teuerste Einfamilienhaus der Welt in Mumbai steht, einem indischen Milliardär gehört und über 27 Stockwerke verfügt?
  • ...von den etwa 132.000 Mitgliedern der Bundesarchitektenkammer rund 5.900 Innenarchitekten sind?
  • ...die internationale Möbelmesse “imm cologne” zu den weltweit führenden Fachmessen für Innenraumgestaltung zählt?

Dieser Promi ist auch Innenarchitekt

Was spricht für den Beruf

  1. Kreative Fähigkeiten kombiniert mit ingenieurwissenschaftlichem Know-How
  2. Möglichkeit, sich selbstständig zu machen
  3. Ergebnis Deiner Arbeit am Ende eines Projektes direkt sichtbar
  4. Viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten und Tätigkeiten

Was spricht gegen den Beruf

  1. Konkurrenzdruck bei Auftragsvergabe
  2. Festanstellungen sind eher wenig verfügbar

Mit diesen 188 Studiengängen kannst Du Innenarchitekt werden

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Mit diesen 188 Studiengängen kannst Du Innenarchitekt werden

Architektur
Hochschule Bochum (Bochum)
Bachelor of Science
8 Semester
3.9
96%
Innenarchitektur
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Detmold)
Bachelor of Arts
8 - 10 Semester
3.8
97%
Innenarchitektur
Hochschule Coburg (Coburg)
Bachelor of Arts
7 Semester
3.9
95%
Infoprofil
Architektur
FH Münster (Münster)
Bachelor of Arts
6 Semester
4.0
92%
Architektur und Stadtplanung
Uni Stuttgart (Stuttgart)
Bachelor of Science
6 Semester
3.9
94%
Architektur
Uni Hannover (Hannover)
Bachelor of Science
6 Semester
3.9
93%
Architektur
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Detmold)
Bachelor of Arts
6 - 10 Semester
3.6
94%
Architektur
RWTH Aachen (Aachen)
Bachelor of Science
6 Semester
4.0
86%
Architektur und Innenarchitektur
Hochschule Düsseldorf (Düsseldorf)
Bachelor of Arts
6 Semester
3.7
92%
Architektur
Fachhochschule Erfurt (Erfurt)
Bachelor of Arts
6 Semester
3.6
92%
Infoprofil