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Hautarzt werden

Dauer 11 Jahre
Gehaltsaussichten 4.400 €¹ - 7.100 €¹
Karrierechancen Gut

Wie werde ich Hautarzt?

Hautärzte, auch Dermatologen genannt, sorgen dafür, dass die Menschen sich in ihrer Haut, dem flächengrößten Organ, wohlfühlen. Dabei behandeln sie nicht nur verschiedenste Krankheiten, sondern therapieren auch Allergien und befassen sich mit der Ästhetik der Haut. Dein Wunsch ist es, Hautarzt zu werden? Dann steht Dir ein Studium der Medizin bevor. Nach 12 Semestern beendest Du dieses und beantragst Deine Approbation. Das ist die Erlaubnis, dass Du als Arzt praktizieren darfst. Anschließend beginnst Du als Assistenzarzt Deine 5-jährige Ausbildung zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Im Anschluss stehen Dir verschiedene Möglichkeiten offen. Du kannst beispielsweise Deine eigene Hautarztpraxis eröffnen oder in einem Krankenhaus arbeiten.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Hautarzt hast Du verschiedene Möglichkeiten zu praktizieren. Im Folgenden findest Du einen beispielhaften Tagesablauf eines Hautarztes in seiner eigenen Praxis:

08:00 Uhr

Bevor die Praxis öffnet, besprichst Du Dich mit Deinen Mitarbeitern. Du koordinierst die Aufgaben. Beispielsweise ist Lea Harder heute hauptverantwortlich für das Annehmen eingehender Anrufe.

08:15 Uhr

Die ersten Patienten treffen ein. Sie melden bei Erik Trepler am Empfang. Er schickt die erste Dame direkt in Dein Behandlungszimmer.

08:30 Uhr

Frau Poles erklärt Dir, dass sie seit Längerem trockene Hände hat. Mittlerweile sind einzelne Stellen durch Kratzen stark entzündet. Du verschreibst ihr eine Salbe und bittest sie, bei bestimmten Tätigkeiten wie zum Beispiel beim Putzen Handschuhe zu tragen oder die Aufgabe an jemand anderen abzugeben.

08:45 Uhr

Herr Maltus wartet schon im anderen Raum auf Dich. Er braucht nicht viel zu sagen, denn Du siehst die Quaddeln, die sich über seine Arme erstrecken, sofort. Du ordnest einen Allergietest an.

09:00 Uhr

Bis zu Deiner Mittagspause versorgst Du noch viele weitere Patienten. Oft kannst Du ihnen schon helfen, indem Du eine Salbe oder eine Creme verschreibst.

12:30 Uhr

Das Wartezimmer ist fürs Erste leer, sodass Du Dich in den kleinen Pausenraum Deiner Praxis zurückziehst. Beim Mittagessen sammelst Du neue Kräfte für den Nachmittag.

13:00 Uhr

Frau Zulter kommt für ein Hautkrebs-Screening zu Dir. Das heißt, Du siehst Dir alle ihre Leberflecke an und untersuchst diese nach Auffälligkeiten. Dabei fällt Dir nichts Ungewöhnliches auf.

13:30 Uhr

Nachmittags finden manchmal kleinere Operationen statt. Heute entfernst Du bei Herrn Becker ein Muttermal, welches sich in der letzten Zeit auffällig verändert hat. Später untersuchen Deine Kollegen das herausgeschnittene Hautareal im Labor unter dem Mikroskop und geben zum Glück Entwarnung - es ist kein Krebs.

17:15 Uhr

Nach dem Eingriff behandelst Du noch verschiedene Patienten und berätst diese auch im Bereich der Hautpflege. Schließlich hast Du alle Termine gewissenhaft wahrgenommen und verlässt gemeinsam mit Deinem Team die Praxis.

Voraussetzungen

  • Überblick behalten und Sinn für Feinheiten besitzen
  • Interesse für die Entstehung und Therapie der Hautkrankheiten
  • Aufmerksame Arbeitsweise
  • Keine Scheu, Patienten zu berühren
  • Einstiegsgehalt 4.400 €¹
  • Berufserfahrung 7.100 €¹
Zum Gehaltsüberblick

Was macht ein Hautarzt?

Durch einen Allergietest kannst Du eine Allergie in den meisten Fällen schon hinreichend bestimmen. Besteht beispielsweise der Verdacht, dass der Patient auf Hausstaubmilben oder Pollen sensibel reagiert, führst Du einen Pricktest durch. Dazu tropfst Du verschiedene Testlösungen, die die jeweiligen Allergene enthalten, auf die Haut des Erkrankten. Anschließend stichst Du mit einer Nadel an die betreffenden Stellen, sodass das Mittel in Kontakt mit den Abwehrzellen tritt. Liegt eine Allergie vor, rötet sich die Haut und es entstehen Quaddeln. Dein erster Therapieansatz ist das Vermeiden des Auslösers. Zusätzlich verschreibst Du Medikamente, die die allergische Reaktion unterdrücken können. Klagt Dein Patient über Beschwerden, die etwa die Atemwege betreffen, verweist Du ihn an einen Lungenfacharzt.
Zu Deinen Aufgaben als Hautarzt zählt auch das Durchführen von Hautkrebs-Screenings. Bei diesen betrachtest Du die Haut Deines Patienten gründlich. Von Kopf bis Fuß siehst Du Dir die Muttermale an. Diese sind an sich gutartig, können sich jedoch auch zu Hautkrebs entwickeln. Mit einem Video-Auflichtmikroskop dokumentierst Du durch Aufnahmen das Hautbild. Durch die digitale Speicherung ist es bei der nächsten Untersuchung möglich, die Hautbefunde miteinander zu vergleichen. Auf diese Weise erhältst Du Hinweise auf Veränderungen der Hautflecken in Form, Farbe und Größe, die Dir helfen können, Hautkrebs frühzeitig zu erkennen.
Bekannt ist die Lasertherapie vor allem im Zusammenhang mit der Gesichtsstraffung und Faltenbehandlung. Das Verfahren wendest Du auch an, um kosmetisch störende Hautveränderungen wie gutartige Muttermale, Alterswarzen und -flecken zu entfernen. Dabei trägst Du mithilfe des Lasers die oberen Hautschichten ab. Diese Technik stellt in manchen Fällen eine schonendere Behandlungsalternative als das Skalpell dar. Um Tätowierungen verblassen zu lassen, nutzt Du einen Laser, der speziell auf die Pigmententfernung ausgelegt ist.

Wie sind die Berufsaussichten?

Ärzte haben im Allgemeinen sehr gute Berufsaussichten. Deswegen hast Du als Hautarzt auch sehr gute Karrierechancen. Vor allem auf dem Land suchen Dermatologen oft Praxisnachfolger. Um der Unterversorgung in manchen Gebieten entgegenzuwirken, existieren häufig Förderungsprogramme, die Dich finanziell bei Deiner Niederlassung unterstützen.

Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Analytische Fähigkeiten
    6/10
  • Belastungsfähigkeit
    4/10
  • Naturwissenschaftliches Verständnis
    8/10
  • Flexibilität
    5/10
  • Kommunikationsstärke
    8/10
  • Sozialkompetenz
    7/10

Welche Spezialisierungen gibt es?

Die Phlebologie ist die Lehre der Erkrankungen der peripheren Venen. Im Allgemeinen kümmerst Du Dich also um die Diagnostik und Behandlung von allen Erkrankungen und Fehlbildungen des Venensystems. Dazu zählen unter anderem Krampfadern und Hämorrhoiden. Deine Kenntnisse in diesem Fachbereich kannst Du außerdem dazu nutzen, um beispielsweise entzündliche Hautveränderungen an den Unterschenkeln genauer zu untersuchen. Durchblutungsstörungen, die zu verstopften Venen führen, behandelst Du mithilfe von Kompressionsverbänden beziehungsweise -strümpfen.
Hat ein Arzt bei einer Operation eine Hautveränderung entfernt, führst Du eine histologische Untersuchung durch. Das bedeutet, Du untersuchst die Probe unter dem Mikroskop. Dadurch kannst Du die Struktur des Hautschadens besser beurteilen und möglicherweise die Diagnose bestätigen beziehungsweise dabei helfen, überhaupt eine zu stellen. Du analysierst auch die Unterhaut sowie die angrenzenden Schleimhäute. In der Dermatologie gehört dieses Verfahren zum diagnostischen Standard, da es eine weiterführende, aber einfach durchzuführende Untersuchung ist. Zu beachten gilt es für Dich allerdings, dass manche entzündlichen Hautkrankheiten mikroskopisch ähnliche Bilder liefern.
Mit der Zusatzbezeichnung im Fachgebiet der Allergologie bist Du Spezialist für Allergien. Du kennst Dich mit ihrer Entstehung und Behandlung sowie mit ihren Ausprägungen aus. Diese Systemerkrankungen des Immunsystems wirken sich oft auch auf die Haut oder andere Körperbereiche wie den Magen-Darm-Trakt aus.
Das Fachgebiet der Dermatochirurgie befasst sich mit der operativen Therapie von krankhaften Veränderungen der Haut. Hauptsächlich kümmerst Du Dich um Patienten mit Hauttumoren. Häufig handelt es sich bei diesen um die bösartigste Form von Hautkrebs: das maligne Melanom, der “schwarze Hautkrebs”. Die Ursache ist meist zu hohe UV-Strahlung. Du behandelst aber auch gutartige Erkrankungen sowie ästhetische Probleme. Dazu setzt Du oft die Lasertechnik ein. Diese kann eine Alternative zur Operation darstellen oder sie ergänzen. Dein Hauptwerkzeug ist dennoch das Skalpell. Dieses verwendest Du beispielsweise bei Hauttransplantationen.

Besonderheiten

  • Diagnose vieler Krankheiten durch gezielte Anamnese, Untersuchung und einfache Zusatzuntersuchungen möglich
  • Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen wie etwa der Neurochirurgie
  • Patienten aus allen Altersgruppen
  • Eher weniger Notfallversorgung

Videos zum Beruf

Wusstest Du schon, dass ...

  • ...die Haut das flächengrößte Organ Deines Körpers ist?
  • ...sich die Haut alle vier Wochen komplett erneuert?
  • ...sich die dünnste Haut auf den Augenlidern befindet?
  • ...die Haut unsere Körpertemperatur reguliert?

Dieser Promi hat auch Medizin studiert

Was spricht für den Beruf

  1. Oft reichen gezielte Blicke und eine simple Untersuchung für eine Diagnose
  2. Viele Teilbereiche und Weiterbildungen
  3. Unterschiedliche Herangehensweisen an die Dermatologie
  4. Möglichkeit, als niedergelassener Hautarzt zu praktizieren

Was spricht gegen den Beruf

  1. Als selbstständiger Arzt ist auch unternehmerisches Wissen erforderlich

Beruf nicht der richtige? Hier gibt es ähnliche Berufe:

¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Einstiegsgehalt als Hautarzt

Nach Deinem Studium beginnst Du Deine Karriere zunächst als Assistenzarzt. Ein Großteil Deiner Facharztausbildung findet im Krankenhaus statt. Für diese gelten Tarifverträge, in denen die Gehälter der Ärzte je nach Position geregelt sind. An einer Universitätsklinik verdienst Du als Assistenzarzt durchschnittlich 4.600 €¹ brutto im Monat. Mit dem Wechsel in die Stufe des Facharztes steigert sich Deine Bezahlung im Durchschnitt auf monatlich 6.050 €¹ brutto.

Bist Du in einem privaten Klinikkonzern tätig, erhältst Du als Assistenzarzt ungefähr 4.550 €¹, während bei einer Tätigkeit als Facharzt 5.950 €¹ brutto auf Dich warten. Im kommunalen Krankenhaus fällt Dein Verdienst im Durchschnitt am geringsten aus. Als Assistenzarzt kannst Du circa 4.400 €¹ einplanen. Fachärzte erhalten eine Entlohnung von etwa 5.800 €¹ monatlich.

  • Hautarzt 4.400 €¹
  • Augenarzt 4.600 €¹

Gehalt nach Berufserfahrung

Dein beruflicher Werdegang beginnt mit Deiner 5-jährigen Facharztausbildung. In dieser Zeit arbeitest Du als Assistenzarzt und kannst während der ersten beiden Jahre mit einem Durchschnittsgehalt von 5.950 €¹ brutto pro Monat rechnen.

Nach Abschluss Deiner Weiterbildung steigert es sich auf 7.100 €¹. Eröffnest Du eine eigene Hautarztpraxis, erwartet Dich ein durchschnittlicher Reinertrag von bis zu 16.000 €¹ brutto.

Gehalt nach Berufserfahrung

Dein beruflicher Werdegang beginnt mit Deiner 5-jährigen Facharztausbildung. In dieser Zeit arbeitest Du als Assistenzarzt und kannst während der ersten beiden Jahre mit einem Durchschnittsgehalt von 5.950 €¹ brutto pro Monat rechnen.

Nach Abschluss Deiner Weiterbildung steigert es sich auf 7.100 €¹. Eröffnest Du eine eigene Hautarztpraxis, erwartet Dich ein durchschnittlicher Reinertrag von bis zu 16.000 €¹ brutto.

Gehalt nach Bundesland

Das monatliche Durchschnittseinkommen von Hautärzten liegt bei 5.500 €¹ brutto. Die Einkünfte in den einzelnen Bundesländern weichen nach oben und unten ab.

So erhalten Hautärzte in Brandenburg durchschnittlich 6.050 €¹, während ihre Kollegen in Thüringen im Durchschnitt 4.300 €¹ brutto pro Monat verdienen.

¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Mit diesen 51 Studiengängen kannst Du Hautarzt werden

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Mit diesen 51 Studiengängen kannst Du Hautarzt werden

Medizin
Uni Münster (Münster)
Staatsexamen
13 Semester
4.4
98%
Medizin
RWTH Aachen (Aachen)
Staatsexamen
12 Semester
4.2
98%
Medizin
Uni Göttingen (Göttingen)
Staatsexamen
12 Semester
4.1
100%
Modellstudiengang Medizin
MHB Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (Brandenburg an der Havel, Neuruppin)
Staatsexamen
13 Semester
4.2
98%
Infoprofil
Modellstudiengang Medizin
MHB Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (Brandenburg an der Havel, Neuruppin)
Staatsexamen
13 Semester
4.2
98%
Infoprofil
Medizin
Uni Jena (Jena)
Staatsexamen
13 Semester
4.0
100%
Medizin Heidelberger Curriculum
Uni Heidelberg (Heidelberg)
Staatsexamen
12 Semester
4.1
98%
Medizin
Uni Tübingen (Tübingen)
Staatsexamen
13 Semester
4.0
99%
Humanmedizin
Uni Lübeck (Lübeck)
Staatsexamen
13 Semester
4.0
99%
Medizin
Uni Hamburg (Hamburg)
Staatsexamen
13 Semester
4.1
96%