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Günstiger und besser – darum solltest Du im Osten studieren

Geraldine Zimmermann

Immer mehr Studieninteressierte liebäugeln mit einem Studium in den neuen Bundesländern. Die Anzahl der Studenten im Osten mit einem „West-Abi“ steigt stetig. Doch woran liegt das und welche Vorteile bietet es, zum Studieren nach Thüringen, Sachsen oder Brandenburg auszuwandern? Es locken Studienplätze ohne NC, günstige Mieten und beste Studienbedingungen. Städte wie Leipzig oder Dresden stehen schon lang nicht mehr für Arbeitslosigkeit und Plattenbau. Viele ostdeutsche Städte haben sich zu hippen Studenten-Metropolen gemausert. Wenn Du also neue Pfade betreten willst und Dir ein 0815-Studienort wie Münster oder Tübingen zu lahm ist, werden Dich diese Vorteile des Ostens überzeugen.

Im Osten sind die Studenten glücklicher

Eine bundesweite Befragung unter deutschen Studenten bestätigt: Wer im Osten studiert, ist mit seinem Studium zufriedener. Das kommt nicht von ungefähr. Der Staat subventioniert die ostdeutschen Unis vermehrt und daher haben die Hochschulen Gelder zur Verfügung, die den Studenten zugutekommen. Nicht nur die Betreuung in den neuen Bundesländern ist gut, auch die Gebäude sind modern und die Arbeitsplätze gut ausgestattet. Der immense Andrang, der westdeutsche Massenunis zur Verzweiflung bringt, ist im Osten kein Problem. Jeder bekommt im Hörsaal einen Sitz und hat sogar genug Platz, um sich Notizen zu machen! Auch die Rezensenten auf StudyCheck berichten häufig positiv über ihre Unis im Osten:

„Wir sind im Osten - wenn ein Bundesland mit genug Platz in Unis wirbt, dann Sachsen! Und das kann ich nur bestätigen. Platz gibt es en masse, so etwas wie überfüllte Hörsäle kennen wir nicht.“ – Charlotte an der Uni Chemnitz
„Die staatlichen Subventionen der Unis im Osten machen ein tolles Studium (Ausrüstung und Organisation) in einer historischen, schönen und preiswerten Stadt möglich.“ – Lene an der Uni Leipzig

Gutes Studium mit leichterem Zugang

Zugegeben, unter den sogenannten „Elite-Unis“ in Deutschland ist nur eine einzige Hochschule aus dem Osten vertreten, nämlich die Uni Dresden. Allerdings legt die Exzellenz-Initiative, die die Elite-Hochschulen auszeichnet, besonders viel Wert auf die Forschung. Falls Du nicht unbedingt eine akademische Karriere anstrebst, kann dir der Titel „Elite-Uni“ herzlich egal sein. Für Dich sind vor allem die Lehrqualität und die Studieninhalte relevant. Und da stehen die ostdeutschen Unis denen im Westen in Nichts nach.

Ein großer Vorteil der Hochschulen in den neuen Bundesländern: Der NC ist niedriger, teilweise gibt es überhaupt keine Zulassungsbeschränkungen. An der TU Chemnitz beispielsweise sind fast alle Studiengänge zulassungsfrei, an der Uni Jena ist es etwa die Hälfte. An der Uni Halle-Wittenberg kannst Du Dich in 138 Studiengänge einschreiben, ohne dass Dich jemand nach den Noten im Abizeugnis fragt. Wenn der NC Deines Traumstudiums im Westen also zu hoch sein sollte, kann ein Studium im Osten eine perfekte Alternative sein.

Leipzig, Dresden, Jena – bestes Studentenleben für wenig Geld

Bei ostdeutschen Städten denkst du vor allem an vereinsamte Plattenbausiedlungen? Das ist Quatsch, denn gerade für Studenten haben Städte wie Leipzig, Jena, Greifswald und Co. einiges zu bieten. Der Anteil an Studenten ist in diesen Städten oft ziemlich hoch, sodass ein pulsierendes Studentenleben mit Clubs, Bars und Campus-Aktivitäten entsteht.

Und das Beste: Leben und wohnen ist im Osten konkurrenzlos billig. Die 7 günstigsten Studentenstädte Deutschlands befinden sich alle in Ostdeutschland. Ein WG-Zimmer ist hier schon für unter 250 € zu haben. Im Vergleich zu München, wo es durchschnittlich 500 € sind, also ein echtes Schnäppchen.

Und was den Hippness-Faktor ostdeutscher Städte angeht: Dass Leipzig bald das neue Berlin ist, hat sich bestimmt auch schon bis zu Dir rumgesprochen. Also schnell in den Osten, bevor sich auch dort Schickeria und Immobilienmakler breit machen.

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