Geprüfte Bewertung

Vielfältiges Studium in familiärer Atmosphäre

Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)

Geprüfte Bewertung
  • Studieninhalte
    5.0
  • Dozenten
    4.0
  • Lehrveranstaltungen
    5.0
  • Ausstattung
    5.0
  • Organisation
    4.0
  • Bibliothek
    4.0
  • Digitales Studieren
    4.0
  • Gesamtbewertung
    4.4
EINDRUCK
Gemeindepädagogik (im Folgenden abgekürzt als GD) an der EvH ist thematisch sehr vielfältig. Man hat ein bisschen das Gefühl, dass man in alle möglichen geisteswissenschaftlichen Disziplinen hier und da mal Einblick kommt - was zur Folge hat, dass man nirgendwo so richtig in die Tiefe blicken kann. Das finde ich aber gar nicht schlimm, denn es ist ja letztlich auch kein geisteswissenschaftliches Studium, sondern eben ein praktisch ausgerichtetes Studium, das auf das Arbeiten im kirchlichen Kontext vorbereiten soll.

INHALT
Ca. 1/3 der Lehrveranstaltungen finden speziell für die GD-Studierenden statt, also mit Fokus auf kirchlichen/religiösen Themen. Die anderen 2/3 hat man mit den Soziale-Arbeit-Studierenden zusammen, hier reichen die Themen von Beratung, Ethik, Politik, Pädagogik, Soziologie bis hin zu einem kreativen Modul, in dem man sich selbst künstlerisch weiterbilden kann. Die Brücke zwischen Theorie und Praxis wird meiner Meinung nach ziemlich gut geschlagen. Ein großer Teil der Seminare bereitet wirklich gut auf das praktische Arbeiten vor und gibt Ansätze an die Hand. Etwas draus machen muss man in der Praxis dann letztlich aber selbst, d. h. das Studium vermittelt keine(!) festen Grundsätze à la "Hier habt ihr eure Methoden, so sollt ihr vorgehen". Stattdessen werden eher Möglichkeiten und Chancen eröffnet, und neue Denkweisen oder Hintergrundinfos vorgestellt. Vor allem angesichts der schwindenden Kirchenmitgliedschaft wird auch viel hinterfragt und es wird überlegt, was für neue Bildungsansätze helfen könnten, z. B. was Konfi-Arbeit angeht. In manchen Seminaren führt man auch beispielhaft Praxisprojekte durch.

GRÖßE DER SEMINARE
Ein GD-Studienjahrgang hat meist so um die 25-30 Leute pro Jahrgang, es ist also sehr familiär und jeder kennt jeden. Die Lehrveranstaltungen, die man mit den Sozialarbeitern gemeinsam hat, sind mal sehr voll, mal sehr leer, aber dort hat man immer verschiedene Leute in den Seminaren sitzen.

VORAUSSETZUNGEN
Man sollte auf jeden Fall Erfahrungen mit kirchlicher Arbeit mitbringen - schwerpunktmäßig geht es oft um Kinder- und Jugendarbeit. Ist natürlich kein Muss, aber besser mitreden kann man, wenn man selbst diesen Erfahrungshorizont hat.

ARBEITSAUFWAND
Die Lehrveranstaltungen sind vom Aufwand her alle sehr gut zu bewältigen. Im Vergleich zu klassischen Unis würde ich sogar sagen, dass man hier weniger zu tun hat. Auch die Prüfungen sind nicht allzu schwer. Unterfordert fühlt man sich aber auch nicht, ich finde es ist die gute Mitte.

ORGANISATION
Meine einzigen Kritikpunkte sehe ich hier. Grundsätzlich funktioniert zwar alles gut, aber manche GD-Pflichtseminare sind z. B. teilnahmebeschränkt, obwohl es kein Ausweichseminar gibt! Man muss dann dieses eine belegen. Wenn aber z. B. beim Eintragen in die Teilnahmelisten der Server mal wieder abstürzt, hat man vielleicht Pech, dass das Seminar dann schon voll ist. Wenn es dann dazu noch ein Seminar ist, das nur alle zwei Semester angeboten wird, ist das erst recht mies. Man kann zwar immer auch den Dozierenden schreiben und fragen, ob man noch aufgenommen wird - ich hab es aber auch erlebt, dass strikt Nein gesagt wurde.
Ansonsten finde ich noch ziemlich unpraktisch, dass man mitten im Studium in eine neue Prüfungsordnung wechselt. (Was natürlich nur alle 8 Jahre oder so mal vorkommt, also die wenigsten betreffen wird.) Ich empfinde es gerade als eher suboptimal, weil es einiges an Orga-Aufwand mit sich bringt und man nun sogar Seminare noch extra dazu belegen muss, um es mit der alten Prüfungsordnung übereinzubringen.

FAZIT
Alles in allem aber ein tolles Studium. Auch die Hochschule ist sehr klein und schön, ich habe bisher wirklich sehr gern hier studiert, auch wenn leider eineinhalb Jahre digital stattgefunden haben.
  • Spannende Themen, sehr vielfältig, familiäre Atmosphäre, kleiner Studiengang
  • Teils keine Ausweichmöglichkeiten für teilnahmebeschränkte Pflichtseminare

Aktuelle Bewertungen zum Studiengang

4.6
Dan , 30.09.2021 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)
4.1
Laurenz , 26.09.2021 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)
4.1
Maria , 08.03.2021 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)
4.3
Aaron , 14.02.2021 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)
3.9
Julia , 06.11.2020 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)
4.0
Susie , 07.02.2020 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)
4.2
Marvin , 07.11.2019 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)
4.0
Katja , 24.10.2019 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)
4.2
Fabian , 21.10.2019 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)
4.3
Vanessa , 10.07.2019 - Gemeindepädagogik und Diakonie (B.A.)

Über Tanja

  • Alter: 24-26
  • Geschlecht: Weiblich
  • Abschluss: Ich studiere noch
  • Aktuelles Fachsemester: 6
  • Studienbeginn: 2018
  • Studienform: Vollzeitstudium
  • Standort: Standort Bochum
  • Schulabschluss: Abitur
  • Weiterempfehlung: Ja
  • Geschrieben am: 23.07.2021