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Raus aus dem Nest! Darum solltest Du fürs Studium umziehen

Geraldine Zimmermann

Nach dem Abi steht meist die Entscheidung an, ob Du für das Studium in eine neue Stadt ziehst. Oft bietet die Uni im Heimatort nicht das gewünschte Traumstudium, der NC ist zu hoch oder es gibt schlicht keine Hochschule vor Ort. Doch nicht nur gezwungenermaßen, sondern ganz bewusst, solltest Du für Dein Studium einen Standortwechsel wagen. Denn jede Stadt hat ihren eigenen Charme, bietet Dir neue Aktivitäten und pflegt eine ganz andere Mentalität. Der Neustart in einer anderen Stadt ermöglicht Dir, ausgetretene Pfade zu verlassen. Du kannst neue Freunde finden und unabhängiger werden. Wie Du noch vom Wohnortwechsel profitierst, erfährst Du hier.

Der Studienbeginn ist der perfekte Zeitpunkt, zu Hause auszuziehen. Denn dann führst Du Deinen eigenen Haushalt und organisierst Dein Leben selbst. Diese Erfahrung macht Dich reifer und erwachsener. Um aber richtig selbstständig zu werden, bietet sich der Umzug in eine andere Stadt an.

„Fern von der Heimat, neue Leute, neue Stadt. Und dann war da noch die Sache mit der Selbstständigkeit auf die ich zu Hause immer plädierte und die plötzlich einen riesigen Aspekt meines Alltags ausmachte.“
Erfahrungsbericht von Meltem

Eine neue Stadt bedeutet, sich auf eine neue Umgebung einzulassen. Du lernst neue Menschen kennen, findest Deine Lieblingsorte und testest neue Partys aus. Außerdem bieten sich Dir plötzlich neue Freizeitmöglichkeiten. Zum Beispiel, wenn Du in Freiburg mal eben zwischendurch Ski fahren kannst, in Greifswald der Strandspaziergang zum Alltag wird oder in Frankfurt plötzlich mehrere Partylocations zu Wahl stehen. Durch den Wohnortwechsel erweiterst Du also auch Deinen Horizont.

Vom Kaff in die Metropole und andersherum – diese Erfahrungen haben Studenten gemacht

Du lebst schon immer im hippen Berlin? Wage doch den Perspektivwechsel und probiere es in einer Kleinstadt – so wie Janosch, der das familiäre Studentenleben im beschaulichen Suderburg zu schätzen gelernt hat.

„Auch wenn man aus einer Großstadt kommt, wie ich z. B. aus Berlin, ist es auf jeden Fall mal Wert, es auf dem Land zu versuchen. Ich bereue gar nichts an der Entscheidung, hier in dem 2000-Einwohner-"Örtchen" mein Studium angefangen zu haben.“
Erfahrungsbericht von Janosch

Auch Lea bereut ihre Entscheidung für Greifswald nicht:

„Am Anfang schien es echt schwer für mich als Großstadtkind (Frankfurt) in solch einer kleinen Stadt zurechtzukommen. Aber da ich nicht die einzige bin, zieht man zusammen an einem Strang - ein richtiges Studentenleben eben mit der notwendigen Prise Party.“
Erfahrungsbericht von Lea

Für andere ist wiederum der Umzug in eine Großstadt die Herausforderung.

„An der TUM fangen mit dir im Semester über 600/700 Leute an zu studieren. Man lernt jedoch sehr viele neue Leute kennen, die einem die Umstellung von Schule zu Uni und zuhause in eine neue Stadt nicht so schwer machen.“ - Isabell
„Und auch Berlin gefällt mir. Komme vom Dorf und hier ist es nun der Wahnsinn für mich.“ – Lisa

Wenn Du also umziehen willst, kann es sinnvoll sein, es mal in einer kleineren oder größeren Stadt zu probieren. Denn sowohl günstige Kleinstädte, als auch beliebte Studentenmetropolen haben jeweils ihre eigenen Vorteile.

Oder doch zu Hause bleiben?

Viele angehende Studenten haben Angst, ihre Freunde zu verlieren und wollen deshalb nach dem Abi in der Heimatstadt bleiben. Du solltest aber bedenken, dass sich durch den neuen Lebensabschnitt Dein Freundeskreis so oder so verändern wird. Außerdem gehen auch Deine bisherigen Freunde vielleicht in eine andere Stadt. Wenn Du selbst den Schritt ins Ungewisse wagst, wirst Du neue Freunde finden. Gleichzeitig musst Du Deine alten Freunde nicht aufgeben, wenn Du es schaffst, den Kontakt nicht abbrechen zu lassen. Durch die Entfernung zeigt sich auch, welche Freundschaften die Belastung aushalten.

Also rein ins Abenteuer! Verlass das Nest Deiner Eltern und zieh um, in die Großstadt oder eben aufs Land – diese Erfahrung wirst Du sicher nicht bereuen.

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