Die Frage nach Geld oder Leidenschaft stellt sich für Dich überhaupt nicht? Du willst die ganz große Kohle mit Deinem Beruf machen? Dann solltest Du Dir diese Liste ganz genau durchlesen und erst dann entscheiden, was Du studieren willst. Denn nicht alle Absolventen verdienen nach ihrem Studium gleich viel. Dass Historiker, Germanisten oder Sozialwissenschaftler nicht gerade die Überflieger beim Gehalt sind, ist ja seit Jahren weithin bekannt. Doch wer hat bei den Spitzenplätzen der Gehaltsskala die Nase vorne? Sind BWLer die Absolventen mit dem höchsten Einkommen oder streichen doch die Mediziner regelmäßig die dickste Kohle ein? Wir finden es heraus …

Der große Gehaltscheck: Diese Absolventen stehen ganz oben auf der Gehaltskala

Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung liegen bereits die monatlichen Einstiegsgehälter der Hochschulabsolventen zwischen 2.600 € und 4.200 € brutto. Dabei variiert das Einstiegsgehalt je nach Abschluss, Unternehmensgröße, Geschlecht und Branche. So bekommen zum Beispiel Bachelor Absolventen in der Regel etwa 3.100 € in ihrem ersten Job, Master Absolventen können durchschnittlich 3.620 € brutto einstreichen.

Wie die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsförderung zeigt, können sich vor allem Mediziner, Wirtschaftswissenschaftler oder Informatiker über das ganz große Geld freuen. Ihnen gelingt es auch meist sehr schnell, nach dem Abschluss den passenden Job zu finden: höchstens 3 Monate brauchen sie, um einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Kein Wunder, dass sie nicht selten von den Geisteswissenschaftlern beneidet werden. Denn die brauchen meist 9 Monate, um einen Job zu finden und verdienen dann auch noch deutlich weniger. Doch welche Absolventen liegen jetzt beim Gehalt ganz vorne?

Platz 1: Zahnmedizin

Wenn Du Deinen zukünftigen Job nach dem Einkommen auswählst, solltest Du Zahnmedizin studieren. Im Durchschnitt verdienen Zahnmediziner nämlich 4.780 € brutto im Monat. Frauen kommen laut Statistik allerdings wesentlich schlechter weg, als männliche Zahnärzte. Sie verdienen etwa 4.160 €, während sich die Männer jeden Monat über 5.400 € brutto freuen können.

Platz 2: Medizin

Wer monatlich ein durchschnittliches Gehalt in Höhe von 4.170 € brutto einstreichen kann, gehört ganz klar zu den Spitzenverdienern unter den Hochschulabsolventen. Frauen bekommen ein durchschnittliches Gehalt von 3.450 € brutto, Männer verdienen im Durchschnitt sagenhafte 1.400 € mehr.

Platz 3: Rechtswissenschaften

Auch die Rechtswissenschaftler können nach ihrem Studium mit einem guten Gehalt von monatlich 3.730 € rechnen. Durchschnittliches Gehalt männlicher Juristen: 4.270 €. Frauen verdienen monatlich im Durchschnitt etwa 3.200 € brutto.

Platz 4: Betriebswirtschaftslehre

Den krassesten Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt es bei den BWLern. Während die Damenwelt im Durchschnitt 2.410 € brutto erhält, bekommen Männer durchschnittlich 2.000 € mehr. Das ergibt für Betriebswirtschaftler und Betriebswirtschaftlerinnen ein Durchschnittseinkommen von 3.460 € brutto pro Monat und damit nur Platz 4 der höchsten Gehälter für Hochschulabsolventen.

Platz 5: Informatik, Lehramtsstudiengänge und Mathematik

Platz 5 belegen gleich drei Studiengänge. Informatiker, Lehrer und Mathematiker verdienen durchschnittlich etwa 3.000 € brutto pro Monat. Während bei den Lehrern kaum ein Unterschied zwischen den Geschlechtern festzustellen ist (Frauen 2.870 € / Männer 3.080 €), sieht das bei den Mathematikern (Frauen 2.360 € / Männer 3.660 €) und Informatikern (Frauen 2.210 / Männer 3.680 €) ganz anders aus. Frauen verdienen hier deutlich weniger.

Platz 6: Maschinenbau

Auf dem letzten Platz unseres Gehaltschecks liegen Absolventen der Studienrichtung Maschinenbau. Sie können mit einem monatlichen Einkommen von durchschnittlich 2.750 € brutto rechnen. Auch hier macht sich das Geschlecht beim Einkommen mehr als deutlich bemerkbar. Männer haben in der Regel jeden Monat 3.510 € auf dem Gehaltszettel. Frauen müssen sich mit 1.980 € begnügen.

Mediziner und Juristen haben nach dem Studium ausgesorgt. Aber auch wer sich bereits für ein geisteswissenschaftliches Fach entschieden hat, muss nicht um seine Zukunft bangen. Zwar haben sie es meist deutlich schwerer einen gut bezahlten Job zu finden, aber mit etwas Anlaufzeit gelingt auch Geistes- und Sozialwissenschaftlern der Berufseinstieg. Grundsätzlich gilt für alle Absolventen: Akademikern steht eine gute berufliche Zukunft offen. Denn im Gegensatz zu anderen Bevölkerungsgruppen haben Akademiker in Deutschland nur selten mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Ein Studium lohnt sich also in jedem Fall.