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Gelderhöhung: Das bringt Dir das neue BAföG

Jennifer Siebert

Jetzt ist es also beschlossene Sache: Ab dem Wintersemester 2016/2017 bekommen Studenten mit BAföG-Anspruch endlich mehr Geld. Und das ist nicht die einzige gute Neuigkeit. In Zukunft haben auch insgesamt mehr Studenten ein Anrecht auf BAföG. Wenn Du also gerade erst mit Deinem Studium begonnen hast oder in den nächsten Semestern ein Studium aufnehmen möchtest, kannst Du Dich dann über zusätzliches Geld freuen. Bis zu 735 €¹ können BAföG-Berechtigte nämlich ab 2016 bekommen. Was die BAföG-Reform genau für Dich bedeutet und wie Du von den neuen Regeln profitierst, haben wir einmal zusammengefasst.

Wer bekommt überhaupt BAföG?

BAföG bekommst Du, wenn Deine Eltern nicht genug verdienen, um Dich beim Studium finanziell ausreichend zu unterstützen. Und Du darfst auch keine großen finanziellen Rücklagen besitzen. Hast Du also ein großes Erbe gemacht oder Dein Papi arbeitet in der Vorstandsetage von Ford, dann vergiss den BAföG-Antrag besser direkt. Aber auch, wenn Du selbst für Deinen Unterhalt aufkommst, gibt es Vorschriften, die Du beachten musst. Verdienst Du zu viel, wird Dein Einkommen auf den BAföG-Satz angerechnet. Für den Fall, dass Dein BAföG-Antrag keine Zusage erhält oder Du weniger als erwartet bekommst, kannst Du mithilfe eines Rechtsanwalts dagegen vorgehen.

BAföG-Antrag prüfen lassen

So profitierst Du von den neuen BAföG-Regeln

Bis zum Wintersemester 2016 erhalten Studenten aus dem BAföG-Topf monatlich bis zu 640 €¹. Die Summe variiert je nach Student, weil bei jedem einzelnen der Bedarf individuell ermittelt wird. Dabei spielt zum Beispiel eine Rolle, ob Du noch zu Hause wohnst oder im Studentenwohnheim und ob Du Beiträge zur Pflege- und Krankenversicherung zahlst. Ab 2016 steigen die Bedarfssätze für Studenten um 7 %. Der Wohnzuschlag für Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern leben, erhöht sich von derzeit 224 €¹ auf 250 €¹. Das bedeutet für Dich, dass Du dann insgesamt bis zu 735 €¹ monatlich bekommen kannst. Zusätzlich darfst Du in Zukunft auch noch mehr dazuverdienen. Lag die Obergrenze bisher bei 400 €¹, kannst Du bald bis zu 450 €¹ monatlich einnehmen, ohne dass Dir irgendwas vom BAföG abgezogen wird. Auch die Vermögensgrenze wird erhöht. Bisher durftest Du rund 5.200 €¹ auf dem Sparbuch bunkern, bevor Dein Vermögen auf Dein BAföG angerechnet wurde. Ab 2016 sind es 7.500 €¹.

Gute Nachrichten gibt es auch für Studenten mit eigenem Kind. Sie erhalten in Zukunft jeden Monat einen Kinderbetreuungszuschlag in Höhe von 130 €¹ pro Kind.

Da außerdem die Einkommensfreibeträge der Eltern angehoben werden, können zukünftig wohl mehr Studenten BAföG beantragen. Verdienen Deine Eltern zusammen weniger als 1.720 €¹ monatlich und wohnst Du nicht mehr zu Hause, steht Dir zum Beispiel der volle BAföG-Höchstsatz von 735 €¹ zu. Verdienen Deine Eltern mehr und können sie Dich beim Studium unterstützen, bekommst Du monatlich entsprechend weniger Geld vom BAföG-Amt überwiesen.

Länger BAföG für Bachelor Studenten

Viele Bachelor Studenten kennen das leidige Problem. Die letzte Prüfung ist geschrieben und damit erlischt der BAföG-Anspruch. Zwischen Bachelor Studium und dem anschließenden Master stehen bisher viele Stundeten ohne Geld da. Diese Situation soll sich demnächst zumindest leicht verbessern. Dann bekommst Du wenigstens bis zur Zeugnisverleihung noch BAföG. Nicht selten sind das immerhin zwei Monate mehr.

Auch Studenten aus Nicht-EU-Ländern bekommen leichter BAföG

Wer nicht EU-Bürger ist, muss bislang vier Jahre warten, bevor er einen BAföG-Antrag stellen darf. Ab 2016 sollen Studenten, die aus humanitären oder familiären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland haben oder zumindest geduldet sind, bereits nach 15 Monaten einen Antrag stellen können.

Du siehst also, auch wenn die BAföG-Reform erst zum Wintersemester 2016/2017 kommt, bringt sie doch einige Vorteile mit sich. Und von denen kannst auch Du profitieren. Vor allem eine Neuerung macht den Studenten das Leben dabei leichter: Schon ab Mitte des Jahres 2016 sollen alle ihren BAföG-Antrag über ein Online-Formular einreichen können.

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