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Erfahrungsbericht
In Kooperation mit: Université Paris Nanterre
Erfahrungsbericht 1 von 12
Geprüfte Bewertung

Eine sehr bereichernde Erfahrung !

Rechtswissenschaft (Deutsch-Französisch) (LL.B.)

Geprüfte Bewertung
  • Studieninhalte
    5.0
  • Dozenten
    4.0
  • Lehrveranstaltungen
    4.0
  • Ausstattung
    5.0
  • Organisation
    5.0
  • Bibliothek
    5.0
  • Gesamtbewertung
    4.7
Der Studiengang ist alles im allem sehr zu empfehlen. Der Arbeitsaufwand ist zwar hoch, aber zahlt sich aus. Abgesehen davon, dass man sich mit einem (oder zwei) zusätzlichen französischen Jura-Abschluss/Abschlüssen von der Masse der Juristen auf dem Arbeitsmarkt abhebt, ist es auch in persönlicher Hinsicht eine sehr bereichernde Erfahrung, die einen aus dem alltäglichen Trott herausreißt und den Horizont erweitert. Man wird offener und selbständiger und lernt viele neue Sachen.

Nach Semester 5 und 6 in Paris Nanterre habe ich mich sogar entschieden, noch zwei weitere Semester für den Master 1 Internationales Recht/ Europarecht in Paris zu bleiben, was eine super Entscheidung war. Nach einem Jahr hat man sich erst so richtig in der schönen Stadt Paris eingelebt und an das doch sehr verschiedene französische Studiensystem gewöhnt. Auch Dozenten und Studenten sind im Master nochmal deutlich motivierter und entspannter, die Kurse interessanter und die Lernatmosphäre ist sehr kollegial und produktiv.

Im Gegensatz zur deutschen Juristenausbildung, wo größtenteils mit praxisnahen „Fällen“ gearbeitet wird, haben die Franzosen eine eher theoretische bzw. philosophisch-historische Herangehensweise, die von den Studenten vor allem das Verfassen von Aufsätzen („dissertation“), Urteilskommentaren („commentaire d´arret“) verlangt. Das ist nicht unbedingt negativ, nur eben ungewohnt und daher recht schwierig. Vorlesungen an sich sind leider überhaupt nicht interaktiv (zumindest während der Licence). Ich empfehle daher auch, sich bei dem Besuch der Vorlesungen teilweise abzuwechseln und Mitschriften auszutauschen. Bei dem doch großen Arbeitsaufwand ist es m.E. wichtig, Prioritäten zu setzen - zumal, wenn man auch noch "la vie française et parisienne" in vollen Zügen genießen möchte.

Die Organisation und Unterstützung durch die Uni Potsdam ist wirklich top und kompensiert ein wenig das administrative und bürokratischen Chaos, das einen in Nanterre erwartet. Doch auch die Konfrontation mit der französischen Administration - an die man sich dann doch irgendwann gewöhnt - gehört zu den wichtigen Erfahrungen des Austauschs und lehrt einen die "deutsche Organisiertheit" noch mehr zu schätzen.

Ein weiterer Pluspunkt dieses integrierten Studiengangs ist, dass man ab dem 1. Semester in Potsdam mit den französischen Studenten aus Nanterre zusammen unterrichtet wird, was natürlich zusammenschweißt. So habe ich auch noch heute - nach dem 2. Staatsexamen - gute Freunde in oder aus Frankreich. Abschließend sei noch die finanzielle Unterstützung durch die DFH erwähnt, was zusammen mit dem Erasmus-Geld schon eine deutliche Hilfe war.
Tipp: Weiterführende Informationen zum Studium hier!

Aktuelle Bewertungen zum Studiengang

3.8
Veronika , 13.01.2020 - Rechtswissenschaft (Deutsch-Französisch)
3.8
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Lucile , 14.08.2016 - Rechtswissenschaft (Deutsch-Französisch)

Über Luisa

  • Alter: 27-29
  • Geschlecht: Weiblich
  • Abschluss: Ja
  • Studienbeginn: 2010
  • Studienform: Vollzeitstudium
  • Standort: Campus I - Am Neuen Palais
  • Schulabschluss: Abitur
  • Abischnitt: 1,5
  • Weiterempfehlung: Ja
  • Geschrieben am: 14.01.2020