Kurzbeschreibung

Die Rechtswissenschaft beschäftigt sich mit Problemen von Gesetzgebung und Rechtsprechung, nimmt kritisch zu ihnen Stellung und erarbeitet Alternativlösungen, die wiederum Eingang in die Legislative und Judikative finden.

Das rechtswissenschaftliche Studium hebt weniger auf die Kenntnis einzelner Paragraphen ab als vielmehr auf ein vertieftes Verstehen von Rechtstexten jedweder Art. Zielsetzung des Studiums ist es, die verschiedenen Rechtsgebiete nach Regeln, Regelungsmaterien und Systematik zu beherrschen, die erworbenen Kenntnisse auf konkrete Fälle anwenden und Falllösungen in Form von Gutachten erstellen zu können.

Die Inhalte des Studiums berücksichtigen die rechtsprechende, verwaltende und rechtsberatende Praxis einschließlich der hierfür erforderlichen Schlüsselqualifikationen.

Letzte Bewertungen

3.8
Anna , 23.02.2017 - Rechtswissenschaft (Staatsexamen)
4.3
Sebastian , 20.02.2017 - Rechtswissenschaft (Staatsexamen)
3.0
Melanie , 20.02.2017 - Rechtswissenschaft (Staatsexamen)
3.3
Victoria , 21.01.2017 - Rechtswissenschaft (Staatsexamen)
4.0
Greta , 18.01.2017 - Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

Studiengangdetails

Voraussetzungen
  • Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abitur)
  • Örtliche Zulassungsbeschränkung
  • Gutes logisch-analytisches Denkvermögen
  • Gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit
  • Interesse an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen
Inhalte
  • Zivilrecht und zivilrechtliche Nebengebiete
    Das Zivilrecht befasst sich mit den rechtlichen Beziehungen der Bürger untereinander. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Daneben wird, wie im öffentlichem Recht und Strafrecht auch, das zugehörige Prozessrecht gelehrt.
  • Öffentliches Recht
    Im öffentlichen Recht geht es um den Aufbau und die Funktion des Staates und um das Verhältnis des Staates zum einzelnen Bürger. In der Ausbildung stehen zunächst das Verfassungsrecht und später das Verwaltungsrecht im Mittelpunkt.
  • Strafrecht
    Dieses Rechtsgebiet thematisiert die hauptsächlich im Strafgesetzbuch (StGB) geregelten allgemeinen und besonderen Voraussetzungen strafbaren Verhaltens und die Arten der strafrechtlichen Sanktionen.
  • Grundlagen des Rechts
    Dieser Teil der Ausbildung umfasst die historischen, philosophischen, staatstheoretischen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen des Rechts.

Vollzeitstudium

Bewertung
92% Weiterempfehlung
Weiterempfehlung
92%
Regelstudienzeit
9 Semester tooltip
Studienbeginn
Sommer & Wintersemester
Abschluss
Staatsexamen
Standorte
Bonn
Hinweise

Für den Fachbereich Jura ist es außerdem möglich, auch ohne Anmeldung jederzeit zu den Vorlesungen zu kommen und sich diese anzuhören. Wer mag, kann dann auch noch einen Termin bei der Fachstudienberatung vereinbaren und sich dort über das Studium informieren.

  • Grundstudium: Neben Grundlagenfächern aus den Bereichrn Rechtsgeschichte, -philosophie, -soziologie und Methodenlehre müssen folgende Vorlesungen aus dem Bereich der dogmatischen Kernfächer besucht werden: Einführung in das BGB und Allgemeiner Teil des BGB, Schuldrecht I (Allgemeiner Teil und Vertragsschuldverhältnisse), Staatsrecht I (Staatsorganisation) und Staatsrecht II (Grundrechte) sowie Strafrecht I und II. In allen Vorlesungen müssen Abschlussklausuren bestanden werden. Diese bilden zusammen mit den erfolgreich absolvierten Hausarbeiten aus den dogmatischen Kernfächern die Zwischenprüfung. Außer den Vorlesungen sind Arbeitsgemeinschaften in den Kernfächern zu besuchen, wo in Kleingruppen (bis zu 25 Studierende) die Umsetzung des erlernten Stoffes in Klausurform gelehrt wird.
  • Hauptstudium: Bestandteil des Hauptstudiums ist zunächst die erfolgreiche Teilnahme an den Übungen in den Kernfächern Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Dies setzt voraus, dass in jedem Fach eine von drei angebotenen Klausuren sowie in dem Fach, in dem im Grundstudium keine Hausarbeit geschrieben wurde, eine Hausarbeit mit mindestens ausreichend bewertet worden ist). In weiteren Vorlesungen wird der Pflichtfachstoff für die staatliche Pflichtfachprüfung behandelt. Auch zu diesen Vorlesungen gibt es Abschlussklausuren, deren Bestehen aber nicht nachgewiesen werden muss. Daneben bietet das Schwerpunktbereichstudium anspruchsvolle Vertiefungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Schwerpunktbereichen. Es beginnt nach erfolgreichem Bestehen der Übungen, kann aber auch schon parallel dazu begonnen werden.
  • Examen: Das Studium wird abgeschlossen mit der Ersten Prüfung. Diese besteht aus zwei Teilen: 70% der Note wird ermittelt aus der staatlichen Pflichtfachprüfung, die vor den Justizprüfungsämtern des Landes NRW abzulegen ist. Die übrigen 30% ergeben sich aus der Note der universitären Schwerpunktbereichsprüfung. In der staatlichen Pflichtfachprüfung sind sechs fünfstündige Klausuren zu schreiben, davon drei aus dem Zivilrecht, zwei aus dem Öffentlichen Recht und eine aus dem Strafrecht. Wer genügend Punkte aus diesen Klausuren erhält, wird fünf Monate nach den Klausuren zur mündlichen Prüfung geladen. Der universitäre Schwerpunktbereich in Bonn besteht derzeit aus sieben Klausuren und einer Seminararbeit. Der Studierende kann aus neun Schwerpunktbereichen einen für sich auswählen.

Quelle: Uni-Bonn.de (2016)

Jurastudenten müssen in Nordrhein-Westfalen als Voraussetzung für die Anmeldung zur staatlichen Pflichtfachprüfung eine praktische Studienzeit absolvieren. Diese dauert insgesamt drei Monate und ist in zwei Teilen abzuleisten. Jedes Praktikum dauert also sechs Wochen. Dies ergibt sich aus § 7 Absatz 1 Nr.4 und § 8 JAG NRW (Juristenausbildungsgesetz Nordrhein-Westfalen). Von den Praktika muss eines in der Rechtspflege, eines bei einer Verwaltungsbehörde absolviert werden. Zur Rechtspflege zählen insbesondere auch Rechtsanwälte und Unternehmen der freien Wirtschaft.

Ein Praktikum vor Beginn des Studiums kann hier nicht angerechnet werden. Sinn der praktischen Studienzeit ist es, mit den im Studium gewonnenen Erkenntnissen deren praktische Umsetzung zu erleben – dies kann unmöglich schon vor Studiumsbeginn erreicht werden.

Um einen Praktikumsplatz müssen die Studierenden sich selbst bemühen. Die Fachschaft Jura bietet auf ihrer Internetseite einen Praktikumsreader an mit Tipps und möglichen Anlaufstellen.

Quelle: Uni-Bonn.de (2016)

Vor dem Hintergrund zunehmender Internationalisierung und wachsender Rechtsvereinheitlichung in Europa kommt der Auslandserfahrung und Sprachkompetenz angehender Juristinnen und Juristen eine immer größere Bedeutung zu. Dabei spielt neben der Kenntnis einer anderen Rechtsordnung, einer ausländischen Rechtsterminologie und dem durch den Rechtsvergleich mit dem deutschen Rechtssystem vertieften Verständnis von rechtlichen Lösungsmöglichkeiten auch die Erlangung interkultureller Kompetenz durch den Auslandsaufenthalt eine große Rolle. Für viele Arbeitgeber sind diese Aspekte bei der Bewerbersuche wichtig und können von entscheidendem Einfluss bei der Stellenbesetzung sein.

Während des Studiums haben Sie verschiedene Möglichkeiten, an einer ausländischen Universität Rechtswissenschaft zu studieren. Der Rechtswissenschaftliche Fachbereich bietet Ihnen im Rahmen des ERASMUS-Programms die Möglichkeit, an zahlreichen Partneruniversitäten in Europa und der Türkei zu studieren.

Quelle: Uni-Bonn.de (2016)

Fragt man jemanden auf der Straße danach, welche juristischen Berufe er kennt, fallen dem so Angesprochenen meist die drei klassischen juristischen Berufe ein: Richter, Rechtsanwalt, Staatsanwalt.

Neben diesen Berufen gibt es aber noch eine Reihe weiterer Tätigkeitsfelder für Volljuristen. Besonders beliebt ist ein Arbeitsplatz beim Auswärtigen Amt. Die Ausbildung der Attachés – so heißen die Beamtenanwärter im höheren Dienst für den Diplomatendienst – dauert 14 Monate. Auch die Europäische Kommission braucht Juristen, u.a. für die Vertretung vor dem Europäischen Gerichtshof. Aber auch im Übrigen werden im öffentlichen Dienst immer Juristen gesucht, z.B. an den Universitäten, in den Prüfungsämtern, in den Behörden und Ministerien.

Darüber hinaus bieten mittlere und größere Unternehmen Berufsperspektiven für Juristen: z.B. die Deutsche Lufthansa, deren Rechtsabteilung in Frankfurt ihren Sitz hat, Fernseh- und Rundfunkanstalten sowie Autohersteller, Versicherungen, Banken oder Dienstleistungsunternehmen wie die Telekom und die Post in Bonn, um nur einige Beispiele zu nennen.

Außer dem Anwaltsberuf sind auch andere selbständige Tätigkeiten denkbar, etwa die des Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers.

Quelle: Uni-Bonn.de (2016)

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Zentrale Studienberatung
Uni Bonn
+49 (0)228 73-7080

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Allgemeines zum Studiengang

Das Rechtswissenschaft Studium, auch Jura Studium genannt, gehört zu den beliebtesten Studiengängen in Deutschland. Jedes Jahr beenden etwa 10.000 neue Absolventen ihr Rechtswissenschaft Studium. Das hat gute Gründe, denn der Studiengang macht Dich nicht nur zum Experten in Sachen Recht, sondern eröffnet Dir auch die Chance auf eine steile juristische Karriere. So kannst Du anschließend beispielsweise als Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder als Richter arbeiten.

Rechtswissenschaft studieren

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Seite 1 von 16

Theorie praxisnah

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

3.8

Die theoretischen Studieninhalte können mitunter recht langweilig sein. Deswegen bemühen sich die (meisten) Dozenten um praxisnahe Beispiele, die unter Umständen auch so von BGH oder BVerfG entschieden wurden. Entgegen der gängigen Klischees sind Juristen meist ein sehr hilfsbereites Völkchen, jedoch könnte das Seminar neue Bücher gebrauchen.

Juridicum - Jurafakultät

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

4.3

Willkommen an einer der Top 5 Jurafakultät in Deutschland

Auch wenn wir sehr renommierte Professoren an der Rechtswissenschaftlichen Fakaltät haben und ein sehr umfangreiches juristisches Seminar, so muss man doch den Zustand der Juridicumgebäudes anmängeln. Der Zahn der Zeit hat dran genagt. Es ist in den 60er Jahren erbaut worden und wurde seitdem nicht grundlegend renoviert.

Man wird jedoch gut betreut und die Fachstudienberatung ist immer offen für Fragen. Die L...Erfahrungsbericht weiterlesen

Anspruchsvoll, sehr lernintensiv, aber interessant

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

3.0

Zu Anfang wurden viele Angebote zur Vorbereitung des Studiums gemacht, was ich gut fand, da man so nicht ins kalte Wasser geworfen wurde. Die AGs haben die Vorlesung gut ergänzt, da sie in einem kleineren Rahmen stattfanden. Der Studienaufbau war auch sehr sinnvoll.

Hass-Liebe

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

3.3

Das Studium beginnt mit der Zwischenprüfung, bei der man nur begrenzt Anläufe hat. Alles ist neu und man macht sich unheimlich Druck, um die Prüfungen möglichst alle im ersten Durchgang zu bestehen. Nach den ersten beiden Semestern hat man sich aber gut eingefunden und weiß, dass es noch mehr gibt, als das normale Rahmenprogramm. Unsere Uni bietet viele andere Kurse in Hinblick auf Sprachen und andere Kompetenzen (Rhetorik, Mediation, Verhandlungsmanagement, etc) an. Jura macht unheimlich viel Spaß, wenn man Herausforderungen mag, eine gewisse Disziplin an den Tag legt und sich selbst motivieren kann.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

4.0

Ich gebe ehrlich zu, anfangs wusste ich nicht in geringster Weise, was auf mich zukommen und was mich erwarten wird. Letztendlich bin ich auf Jura durch's Ausschließen anderer Studiengänge, deren NC ich nicht hatte oder deren Berufsperspekiven nicht viel versprechend waren. Jetzt glaube ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Es ist zwar hart und anstrengend und verlangt vieles von mir ab, aber zugleich begeistert mich der Stoff und ich will erfolgreich durchkommen.

Man hat nie ausgelernt

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

3.4

Jura lässt sich als vielseitig und facettenreich beschreiben. Auch nach Jahren des Studiums gibt es immer mehr zu lernen und neue Dinge zu entdecken.
Das bringt natürlich auch einen hohen Lernaufwand mit sich. Wer dachte, dass er in der Schule oder jehmals in seinem Leben viel gelernt hätte täuscht sich- Jura übertrifft auch in dieser Hinsicht jeden anderen Studiengang!

Ein sicherer Pfad durch den Paragraphendschungel

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

4.0

Wenn man von der Schule ins Studium schlittert, gerade bei einem derart abstrakten Studiengang wie Jura, fühlt man sich als Neuling schon einmal ein wenig überfordert und verunsichert. Diese anfänglichen Hürden werden in Bonn jedoch durch ein umfangreiches Beratungsangebot, Einführungsworkshops und eine erstaunlich übersichtlich organisierte Uni-Website rasch überwunden. Im Verlauf der ersten Semester wird man zunächst einmal sacht an die juristische Denkweise und rechtliche Grundsätze herangefü...Erfahrungsbericht weiterlesen

Ganz nach dem Klischee

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

3.1

Das Jurastudium erfüllt fast alle Klischees - es ist viel, die Leute sind meist SchickiMicki. Aber es ist keineswegs trocken und man kann durch schöne Kaffees und Restaurants in der Nähe viel Spaß haben. Nur die Mensa lässt von der Qualität des Essens schwer zu wünschen übrig.

Zeitaufwendiges und lernintensives Studium

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

4.1

Das Studium ist interessant und bringt einen im Leben wirklich weiter. Allerdings ist der Preis hoch. Die Art wie der extrem umfangreiche Stoff an allen Unis vermittelt wird ist schlecht. Das meiste muss man sich selbst beibringen oder einen teuren Repititor dafür bezahlen. Es ist einfach weit überdurchschnittlich anspruchsvoll, zeit- und lernintensiv.

Für niemanden etwas, der nicht weiß, was er will!

Rechtswissenschaft (Staatsexamen)

3.8

Ich studiere jetzt seit knapp einem Monat an der Uni Bonn und wir alle in unserem Studiengang durften bereits nach einigen Tagen feststellen, dass der Anspruch an uns sehr hoch ist. Die meisten Professoren versuchen uns so gut es geht an den Stoff heranzuführen, aber natürlich gibt es auch Ausnahmen. Die Uni an sich scheint gut organisiert zu sein und hilft uns auch durch die verschiedenen Veranstaltungen der Fachstudienberatung, sodass wir alle uns gut in das Unileben einfügen können.

Verteilung der Bewertungen

  • 5 Sterne
    0
  • 25
  • 108
  • 22
  • 1

Bewertungsdetails

  • Studieninhalte
    4.1
  • Dozenten
    3.7
  • Lehrveranstaltungen
    3.5
  • Ausstattung
    2.9
  • Organisation
    3.2
  • Bibliothek
    4.1
  • Gesamtbewertung
    3.5

Von den 156 Bewertungen fließen 155 aus den letzten 3 Jahren in dieses Rating ein.

Weiterempfehlungsrate

  • 92% empfehlen den Studiengang weiter
  • 8% empfehlen den Studiengang nicht weiter

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