Kurzbeschreibung

Die Rechtswissenschaft beschäftigt sich mit Problemen von Gesetzgebung und Rechtsprechung, nimmt kritisch zu ihnen Stellung und erarbeitet Alternativlösungen, die wiederum Eingang in die Legislative und Judikative finden.

Das rechtswissenschaftliche Studium hebt weniger auf die Kenntnis einzelner Paragraphen ab als vielmehr auf ein vertieftes Verstehen von Rechtstexten jedweder Art. Zielsetzung des Studiums ist es, die verschiedenen Rechtsgebiete nach Regeln, Regelungsmaterien und Systematik zu beherrschen, die erworbenen Kenntnisse auf konkrete Fälle anwenden und Falllösungen in Form von Gutachten erstellen zu können.

Die Inhalte des Studiums berücksichtigen die rechtsprechende, verwaltende und rechtsberatende Praxis einschließlich der hierfür erforderlichen Schlüsselqualifikationen.

Letzte Bewertungen

3.0
Laura , 17.07.2017 - Rechtswissenschaft
3.3
Lina , 11.07.2017 - Rechtswissenschaft
3.9
Verena , 11.07.2017 - Rechtswissenschaft
3.8
Julia , 08.07.2017 - Rechtswissenschaft
3.8
Tanja , 07.07.2017 - Rechtswissenschaft

Studiengangdetails

Voraussetzungen
  • Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abitur)
  • Örtliche Zulassungsbeschränkung
  • Gutes logisch-analytisches Denkvermögen
  • Gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit
  • Interesse an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen
Inhalte
  • Zivilrecht und zivilrechtliche Nebengebiete
    Das Zivilrecht befasst sich mit den rechtlichen Beziehungen der Bürger untereinander. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Daneben wird, wie im öffentlichem Recht und Strafrecht auch, das zugehörige Prozessrecht gelehrt.
  • Öffentliches Recht
    Im öffentlichen Recht geht es um den Aufbau und die Funktion des Staates und um das Verhältnis des Staates zum einzelnen Bürger. In der Ausbildung stehen zunächst das Verfassungsrecht und später das Verwaltungsrecht im Mittelpunkt.
  • Strafrecht
    Dieses Rechtsgebiet thematisiert die hauptsächlich im Strafgesetzbuch (StGB) geregelten allgemeinen und besonderen Voraussetzungen strafbaren Verhaltens und die Arten der strafrechtlichen Sanktionen.
  • Grundlagen des Rechts
    Dieser Teil der Ausbildung umfasst die historischen, philosophischen, staatstheoretischen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen des Rechts.

Vollzeitstudium

Bewertung
92% Weiterempfehlung
Weiterempfehlung
92%
Regelstudienzeit
9 Semester tooltip
Studienbeginn
Sommer & Wintersemester
Abschluss
Staatsexamen
Standorte
Bonn
Hinweise

Für den Fachbereich Jura ist es außerdem möglich, auch ohne Anmeldung jederzeit zu den Vorlesungen zu kommen und sich diese anzuhören. Wer mag, kann dann auch noch einen Termin bei der Fachstudienberatung vereinbaren und sich dort über das Studium informieren.

  • Grundstudium: Neben Grundlagenfächern aus den Bereichrn Rechtsgeschichte, -philosophie, -soziologie und Methodenlehre müssen folgende Vorlesungen aus dem Bereich der dogmatischen Kernfächer besucht werden: Einführung in das BGB und Allgemeiner Teil des BGB, Schuldrecht I (Allgemeiner Teil und Vertragsschuldverhältnisse), Staatsrecht I (Staatsorganisation) und Staatsrecht II (Grundrechte) sowie Strafrecht I und II. In allen Vorlesungen müssen Abschlussklausuren bestanden werden. Diese bilden zusammen mit den erfolgreich absolvierten Hausarbeiten aus den dogmatischen Kernfächern die Zwischenprüfung. Außer den Vorlesungen sind Arbeitsgemeinschaften in den Kernfächern zu besuchen, wo in Kleingruppen (bis zu 25 Studierende) die Umsetzung des erlernten Stoffes in Klausurform gelehrt wird.
  • Hauptstudium: Bestandteil des Hauptstudiums ist zunächst die erfolgreiche Teilnahme an den Übungen in den Kernfächern Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Dies setzt voraus, dass in jedem Fach eine von drei angebotenen Klausuren sowie in dem Fach, in dem im Grundstudium keine Hausarbeit geschrieben wurde, eine Hausarbeit mit mindestens ausreichend bewertet worden ist). In weiteren Vorlesungen wird der Pflichtfachstoff für die staatliche Pflichtfachprüfung behandelt. Auch zu diesen Vorlesungen gibt es Abschlussklausuren, deren Bestehen aber nicht nachgewiesen werden muss. Daneben bietet das Schwerpunktbereichstudium anspruchsvolle Vertiefungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Schwerpunktbereichen. Es beginnt nach erfolgreichem Bestehen der Übungen, kann aber auch schon parallel dazu begonnen werden.
  • Examen: Das Studium wird abgeschlossen mit der Ersten Prüfung. Diese besteht aus zwei Teilen: 70% der Note wird ermittelt aus der staatlichen Pflichtfachprüfung, die vor den Justizprüfungsämtern des Landes NRW abzulegen ist. Die übrigen 30% ergeben sich aus der Note der universitären Schwerpunktbereichsprüfung. In der staatlichen Pflichtfachprüfung sind sechs fünfstündige Klausuren zu schreiben, davon drei aus dem Zivilrecht, zwei aus dem Öffentlichen Recht und eine aus dem Strafrecht. Wer genügend Punkte aus diesen Klausuren erhält, wird fünf Monate nach den Klausuren zur mündlichen Prüfung geladen. Der universitäre Schwerpunktbereich in Bonn besteht derzeit aus sieben Klausuren und einer Seminararbeit. Der Studierende kann aus neun Schwerpunktbereichen einen für sich auswählen.

Quelle: Uni-Bonn.de (2016)

Jurastudenten müssen in Nordrhein-Westfalen als Voraussetzung für die Anmeldung zur staatlichen Pflichtfachprüfung eine praktische Studienzeit absolvieren. Diese dauert insgesamt drei Monate und ist in zwei Teilen abzuleisten. Jedes Praktikum dauert also sechs Wochen. Dies ergibt sich aus § 7 Absatz 1 Nr.4 und § 8 JAG NRW (Juristenausbildungsgesetz Nordrhein-Westfalen). Von den Praktika muss eines in der Rechtspflege, eines bei einer Verwaltungsbehörde absolviert werden. Zur Rechtspflege zählen insbesondere auch Rechtsanwälte und Unternehmen der freien Wirtschaft.

Ein Praktikum vor Beginn des Studiums kann hier nicht angerechnet werden. Sinn der praktischen Studienzeit ist es, mit den im Studium gewonnenen Erkenntnissen deren praktische Umsetzung zu erleben – dies kann unmöglich schon vor Studiumsbeginn erreicht werden.

Um einen Praktikumsplatz müssen die Studierenden sich selbst bemühen. Die Fachschaft Jura bietet auf ihrer Internetseite einen Praktikumsreader an mit Tipps und möglichen Anlaufstellen.

Quelle: Uni-Bonn.de (2016)

Vor dem Hintergrund zunehmender Internationalisierung und wachsender Rechtsvereinheitlichung in Europa kommt der Auslandserfahrung und Sprachkompetenz angehender Juristinnen und Juristen eine immer größere Bedeutung zu. Dabei spielt neben der Kenntnis einer anderen Rechtsordnung, einer ausländischen Rechtsterminologie und dem durch den Rechtsvergleich mit dem deutschen Rechtssystem vertieften Verständnis von rechtlichen Lösungsmöglichkeiten auch die Erlangung interkultureller Kompetenz durch den Auslandsaufenthalt eine große Rolle. Für viele Arbeitgeber sind diese Aspekte bei der Bewerbersuche wichtig und können von entscheidendem Einfluss bei der Stellenbesetzung sein.

Während des Studiums haben Sie verschiedene Möglichkeiten, an einer ausländischen Universität Rechtswissenschaft zu studieren. Der Rechtswissenschaftliche Fachbereich bietet Ihnen im Rahmen des ERASMUS-Programms die Möglichkeit, an zahlreichen Partneruniversitäten in Europa und der Türkei zu studieren.

Quelle: Uni-Bonn.de (2016)

Fragt man jemanden auf der Straße danach, welche juristischen Berufe er kennt, fallen dem so Angesprochenen meist die drei klassischen juristischen Berufe ein: Richter, Rechtsanwalt, Staatsanwalt.

Neben diesen Berufen gibt es aber noch eine Reihe weiterer Tätigkeitsfelder für Volljuristen. Besonders beliebt ist ein Arbeitsplatz beim Auswärtigen Amt. Die Ausbildung der Attachés – so heißen die Beamtenanwärter im höheren Dienst für den Diplomatendienst – dauert 14 Monate. Auch die Europäische Kommission braucht Juristen, u.a. für die Vertretung vor dem Europäischen Gerichtshof. Aber auch im Übrigen werden im öffentlichen Dienst immer Juristen gesucht, z.B. an den Universitäten, in den Prüfungsämtern, in den Behörden und Ministerien.

Darüber hinaus bieten mittlere und größere Unternehmen Berufsperspektiven für Juristen: z.B. die Deutsche Lufthansa, deren Rechtsabteilung in Frankfurt ihren Sitz hat, Fernseh- und Rundfunkanstalten sowie Autohersteller, Versicherungen, Banken oder Dienstleistungsunternehmen wie die Telekom und die Post in Bonn, um nur einige Beispiele zu nennen.

Außer dem Anwaltsberuf sind auch andere selbständige Tätigkeiten denkbar, etwa die des Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers.

Quelle: Uni-Bonn.de (2016)

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Zentrale Studienberatung
Uni Bonn
+49 (0)228 73-7080

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Allgemeines zum Studiengang

Das Rechtswissenschaft Studium, auch Jura Studium genannt, gehört zu den beliebtesten Studiengängen in Deutschland. Jedes Jahr beenden etwa 10.000 neue Absolventen ihr Rechtswissenschaft Studium. Das hat gute Gründe, denn der Studiengang macht Dich nicht nur zum Experten in Sachen Recht, sondern eröffnet Dir auch die Chance auf eine steile juristische Karriere. So kannst Du anschließend beispielsweise als Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder als Richter arbeiten.

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Typisch Jura

Rechtswissenschaft

3.0

Im Prinzip ist das Studium wie man es sich vorstellt. Die Leute sind so angezogen, man verbringt viel Zeit in der Bib und die Klausuren sind schwer... aber mit den richtigen Leuten macht auch das Spaß! Es gibt guten Kaffee und man ist schnell in der Innenstadt und kann daher auch zwischendurch gut abschalten!

Überholt, Juridicum als auch System

Rechtswissenschaft

3.3

Der gut Ruf der Universität Bonn als 3. Beste Universität für Jura, liegt vor allem an den berühmten Professoren. Einen Vorteil für die Studenten bedeutet dies nicht, im Gegenteil, die Klausuren sind dadurch oft nur anspruchsvoller.
Das Juridcum ist zum einen renovierungsbedürftig und des weiteren viel zu klein für die Anzahl der Studenten.

Fordernd, aber im Gegenzug eine hohe Lehrqualität

Rechtswissenschaft

3.9

Verglichen mit anderen Jura-Fakultäten ist Bonn eher klein, was sich beispielsweise an der geringen Anzahl von Schwerpunktbereichen zeigt. Gleichzeitig ist die Qualität der einzelnen Bereiche entsprechend höher.
Zu Beginn des Semesters sind die Hörsäle selbstverständlich voll. Jedoch wird bewusst darauf geachtet ausreichend Platz zu gewährleisten und in den ersten Semestern werden sogar die zwischenprüfungsrelevanten Vorlesungen zeitgleich doppelt gehalten. Ein Sitzen auf dem Flur wie man es von anderswo kennt gibt es somit nicht.

Das Studium ist abwechslungsreich und spannend

Rechtswissenschaft

3.8

Die Lehrveranstaltungen sind anspruchsvoll und gut, aber oftmals ist es besser und einfacher die Inhalte anhand eines Lehrbuchs selbst nachzuarbeiten und die Lehrveranstaltungen nur zu besuchen,wenn man konkrete Fragen hat.
Die Dozenten sind größtenteils strukturiert.

Umfangreich

Rechtswissenschaft

3.8

Im Vergleich zu anderen deutschen Unis wird scheinbar strenger bewertet. Fast alle Dozenten lehren sehr gut und kompetent. Das Juridicum ist klein und übersichtlich. Gerade im Schwerpunkt hat man eine große Auswahl an wählbaren Fächern, was mir sehr gut gefällt.

Richtige Entscheidung, wenn man nicht lernfaul ist

Rechtswissenschaft

3.4

Die Vorlesungen sind recht angenehm, aber anwesend sein ist nicht alles. Ich persönlich verbringe die meiste Zeit vor dem Schreibtisch und in der Bibliothek. In den Vorlesungen wird einem nämlich nicht beigebracht, wie man schriftlich die Sachverhaltsanalysen niederschreibt bzw. die korrekte Schreibweise in einer Klausur.

Selbstdisziplin ist unerlässlich

Rechtswissenschaft

3.6

Jura in Bonn ist ein absolutes Selbststudium. Die Vorlesungen sind praktisch überflüssig. Hier wird tatsächlich überwiegend nur "vorgelesen". Es fehlt vor allem der Dialog und die Interaktion mit den Studenten. Daher muss man sich das meiste selbst beibringen.

Jura ist keine Studienwahl, es ist ein Lebensstil

Rechtswissenschaft

3.6

Mir gefällt das Studium in der schönen Stadt Bonn äusserst gut.
Neben dem wunderschönen Uni Gebäude (gut, das juridicum lässt zu wünschen übrig) hat Bonn allgemein sehr viel zu bieten.
Besonders uns Studenten wird hier sehr viel angeboten, wie viele unterschiedliche Hochschulsportarten und Aktivitäten.
Ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl.

Sehr gut organisiert

Rechtswissenschaft

4.4

Neben interessanten Lehrinhalten ist vor allem die hervorragende Organisation ein herausstechendes Merkmal meiner bisherigen Studienerfahrung. Zu jeder Vorlesung wird eine Arbeitsgemeinschaft angeboten, sodass man alle Lerninhalte neben dem Selbststudium in der Bibliothek sowohl passiv in der Vorlesung als auch aktiv in der Arbeitsgemeinschaft aufnimmt.

Kopfüber in eine neue Welt!

Rechtswissenschaft

4.1

Wenn man aus einem kleinen Dorf stammt, kann der erste Eindruck über die Universität, den Lernstoff und die vielen neuen Gesichter recht überwältigend sein. Es ist ein neuer Lebensabschnitt, in den man sich kopfüber hinein stürzt. Aber jegliche Panik ist völlig unbegründet, denn die Universität Bonn bietet gerade für die Studienanfänger ein sehr umfangreiches Angebot an Workshops zur Vorbereitung auf das Studium an. Dort lernt man erste grundlegende Dinge und bekommt einen kleinen Einblick in das Programm. Natürlich ist Eigenorganisation gefragt wenn es um den Lernstoff geht. Hier gibt es aber genug Möglichkeiten an diesen zu kommen; sei es durch Bibliotheken oder Lernblätter.
Auch die Dozenten bieten einem die Möglichkeit über den ECampus alle Vorlesungen vor- sowie nachzubereiten.
Rechtswissenschaft ist nicht immer Zuckerschlecken, lässt man sich jedoch darauf ein, kann es sehr viel Spaß machen!

Verteilung der Bewertungen

  • 5 Sterne
    0
  • 29
  • 117
  • 23
  • 1

Bewertungsdetails

  • Studieninhalte
    4.1
  • Dozenten
    3.7
  • Lehrveranstaltungen
    3.5
  • Ausstattung
    2.9
  • Organisation
    3.2
  • Bibliothek
    4.2
  • Gesamtbewertung
    3.5

Von den 170 Bewertungen fließen 165 aus den letzten 3 Jahren in dieses Rating ein.

Weiterempfehlungsrate

  • 92% empfehlen den Studiengang weiter
  • 8% empfehlen den Studiengang nicht weiter

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