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Geprüfte Bewertung

Anstrengend, aber interessant!

Rechtspfleger (Diplom)

Geprüfte Bewertung
  • Studieninhalte
    5.0
  • Dozenten
    3.0
  • Lehrveranstaltungen
    4.0
  • Ausstattung
    3.0
  • Organisation
    2.0
  • Gesamtbewertung
    3.4
Dieser Studiengang ist sehr zu empfehlen, wenn man das Interesse an juristischen Inhalten mitbringt, sich aber nicht im Massenstudiengang der Rechtswissenschaften an einer klassischen Uni wohlfühlt.

Der "Unterricht" findet in Lehrgruppen von bis zu 30 Leuten statt und kann sich schon mal in den Nachmittag erstrecken. Durch die Vermittlungsweise, nämlich im Lehrgespräch, lernt man hier wesentlich schneller und effizienter, als es in einem klassischen Uni-Studium der Fall ist. Trotzdem ist eine regelmäßige Nachbereitung unabdingbar, allein wegen der Menge der gleichzeitig unterrichteten Fächer.

Im Vergleich zu Jura wird man hier viel spezieller ausgebildet, so startet man im ersten Studienblock mit Fächern wie Familen- & Nachlassrecht (je ein Fach zum Richter- & Rechtspflegerteil), Zwangsvollstreckung, ZPO, aber auch Grundlagen des Zivilrechts und Staatsrecht werden unterrichtet. Die Qualität des Unterrichts (und der Materialien) ist hier leider sehr stark vom Dozenten abhängig und unterscheidet sich dementsprechend. Gibt top Dozenten, leider aber auch ein paar die nicht sehr gut vermitteln können. Der Umgang zwischen Studierenden und Dozenten ist dafür aber durchweg super! Trotz Hochschulstudium wird hier wissenschaftlich unterrichtet. D.h., Herangehensweise und Methodik sind die selben wie im Studium der Rechtswissenschaften (Stichwort Gutachtenstil, schlüssiger Prüfungsaufbau).

Aufgrund der Menge an Anwärtern muss damit gerechnet werden, dass man nicht am Hochschulzentrum direkt untergebracht wird, sondern an etwas abgelegeneren Standorten, die nicht so gut angebunden sind an die Stadt, beispielsweise im HKZ. Die Umstände rund um das Studium und die Lehre selbst sind ausbaufähig (vor allem bei einer Unterbringung außerhalb des Studienzentrums), alles in allem empfinde ich sie aber als wesentlich angenehmer als es das Jurastudium ist. Das Studium ist vom Umfang und Aufwand nicht zu unterschätzen. Klausuren werden im Block hintereinander weg geschrieben (6-7 Stück innerhalb von 2-3 Wochen, jede vierstündig) und der erste Studienblock dauert ganze 11 Monate. Somit findet die erste praktische Anwendung des Erlernten erst ziemlich spät statt. Wenn man dranbleibt und ein bisschen Begeisterung für den Stoff mitbringt, ist es aber alles machbar. Der Zusammenhalt unter den Studierenden ist fast immer sehr gut, sodass man sich in anstrengenden Phasen gegenseitig unterstützen kann. Dies gilt fast noch stärker für die Praxis und spätere Tätigkeit in den Gerichten (natürlich auch abhängig von der Größe des Gerichts und Anzahl der dualen Studenten an einem Gericht).

Ich würde mich wieder bewererben!
  • Hohe monatliche Bezüge, geringes Geld für Unterbingung (Einzelzimmer) & Vollverpflegung, Blockmodell
  • Anwesenheitspflicht in allen Fächern, Qualität der Lehre variiert stark je nach Dozent, Unterbingung außerhalb des Studienzentrums

Aktuelle Bewertungen zum Studiengang

4.1
Jana , 08.09.2020 - Rechtspfleger
4.5
Jennifer , 01.04.2020 - Rechtspfleger
3.7
Dana , 24.03.2020 - Rechtspfleger
3.5
Lena , 10.10.2019 - Rechtspfleger
3.7
Anne , 19.11.2018 - Rechtspfleger
3.8
Alicia , 12.12.2017 - Rechtspfleger
4.2
Sarah , 19.09.2017 - Rechtspfleger
2.2
Jonas , 08.05.2016 - Rechtspfleger
4.0
Andres , 02.02.2016 - Rechtspfleger

Über Luna

  • Alter: 24-26
  • Geschlecht: Weiblich
  • Abschluss: Ich studiere noch
  • Studienbeginn: 2018
  • Studienform: Vollzeitstudium
  • Standort: Standort Rotenburg an der Fulda
  • Schulabschluss: Abitur
  • Weiterempfehlung: Ja
  • Geschrieben am: 07.01.2020