Geprüfte Bewertung

Studium? Wohl eher Schule oder Ausbildung.

Kommunikations- und Medienmanagement / PR (B.A.)

Geprüfte Bewertung
  • Studieninhalte
    3.0
  • Dozenten
    3.0
  • Lehrveranstaltungen
    4.0
  • Ausstattung
    5.0
  • Organisation
    3.0
  • Bibliothek
    1.0
  • Gesamtbewertung
    3.2
Ich hatte mich damals für die EMBA entschieden, weil ich von kleinen Studiengruppen und Kontakten in die Arbeitswelt profitieren wollte. Ich dachte es wird einem so einfacher gemacht, man hebe sich ab von der Masse. Aber eines schon mal vorweg: Wenn ihr fleißige Menschen seid, die einen hohen Anspruch an sich selbst haben und euch auch fordern wollt: Studiert nicht an der EMBA.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass das Umfeld wirklich sehr angenehm ist. Meine Kommilitonen waren super, ich habe mich innerhalb von kürzester Zeit hervorragend mit ihnen verstanden und wir hatten einen einmaligen Gruppenzusammenhalt. Nach ein paar Wochen hatten wir uns alle angefreundet und machen auch immer noch, nachdem ich dort nicht mehr studiere, sehr viel miteinander. Natürlich hat nicht jeder Kurs so ein Glück mit den Menschen um sich herum, aber ich hatte es. Das Management ist nett, wenn auch manchmal ein wenig unorganisiert. Das Studium ist sehr praxisnah und hält im Kern, was es verspricht.

Nur leider bedeutet das eben auch kompaktes, vorgekautes Wissen, kaum Wissenschaftlichkeit, geringer Anspruch und dementsprechend auch schnelles Vergessen der Lehrinhalte. Ich bin nach kürzester Zeit wirklich nur noch ungern in die sogenannten Vorlesungen gegangen, in denen der Dozent stundenlang besseren oder schlechteren Schulunterricht hält. Die Klausuren werden einem mehr oder weniger schon vorgesagt und lernen braucht man für eine Klausur um gut zu bestehen höchstens drei Tage vorher. Ja, man bezahlt dort tatsächlich für seinen Abschluss.

Die Zusatzkurse, die man belegen kann sind ebenfalls nicht besonders anspruchsvoll. Die EMBA ist immer darauf bedacht, dass man möglichst besteht wenn irgend möglich. Aber bei den Zusatzkursen war mir das auch herzlich egal, Hauptsache man hatte am Ende das Zertifikat.

Ich möchte die EMBA an dieser Stelle auch gar nicht so schlecht reden, sie erfüllt sicherlich für Menschen mit entsprechenden Ansprüchen genau ihren Zweck. Aber wenn ihr euch fordern wollt, fleißig seid und einen wissenschaftlichen Anspruch habt, ist die EMBA die falsche Adresse. Ich bin auch der Überzeugung (genau wie einiger meiner Kommilitonen, die dort immer noch studieren), dass man durch ein Studium dort nicht automatisch leichter an einen guten Job kommt. Übrigens kriegt man auch keine Verbindungen zu außerordentlich tollen Unternehmen oder Agenturen. Meistens reichen die Verbindungen lediglich zu Mittelklasseunternehmen oder StartUps... Das Gerede innerhalb der EMBA ist immer "Ich chille hier drei Jahre und bekomme meinen guten Abschluss quasi hinterhergeschmissen und mache dann an einer öffentlichen Uni meinen Master, denn mit dem Bachelor komme ich ja eh nicht weit."
Keine schlechte Idee im Kern, aber informiert euch vorher lieber mal, wie schwer es ist mit einem Bachelor einer privaten Hochschule an einen Masterplatz an einer Öffentlichen zu kommen, wenn es denn nicht gerade die Partnerhochschule Mittweida Mitten im Nirgendwo ist.

Ich habe zumindest den Rat eines Alumnus befolgt und dort abgebrochen. Ausschlaggebend war am Ende wahrscheinlich sogar die fehlende Mensa. Das mitbringen eigenen Essens wie in der Grundschule war einfach traurig. Nein, das war natürlich nicht der Grund, aber auch ein nerviger Faktor. Für das Geld, was man bezahlt könnte man wenigstens eine Cafeteria einrichten...

Trotz allem bin ich eine der wenigen Personen, die dort jemals abgebrochen haben (wahrscheinlich auch wegen der Geldverschwendung im Falle eines Abbruchs). Und ich kenne auch viele Leute, die sehr zufrieden sind mit dem Studium dort. Es ist wirklich Typenabhängig, ob man dort glücklich wird. Ich appelliere hier an die jungen Menschen, die ein ordentliches bis gutes oder sehr gutes Abitur gemacht haben, sich quälen können und sich Wissen auch mal selbst erarbeiten wollen: Schaut euch anderweitig um. Die wenigsten privaten Hochschulen sind wirklich besser als die öffentlichen von den Inhalten und der Ausbildung her und das ist ein Fakt.
  • Gruppenzusammenhalt, gute Ausstattung, angenehmes Klima
  • Vorgekautes Wissen, anspruchslos

Aktuelle Bewertungen zum Studiengang

3.6
Anonym , 28.07.2019 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR
2.0
Anonym , 19.07.2019 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR
4.8
Pauline , 23.04.2019 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR
3.5
Jule , 18.04.2019 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR
4.8
O. , 30.06.2018 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR
4.0
Andrea , 22.03.2018 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR
3.0
Laura , 12.03.2018 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR
3.7
Amelie , 08.03.2018 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR
3.3
Lia , 02.12.2017 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR
3.5
Laura , 30.11.2017 - Kommunikations- und Medienmanagement / PR

Über Kathi

  • Alter: 18-20
  • Geschlecht: Weiblich
  • Abschluss: Ich habe abgebrochen
  • Begründung:Das Studium ist meinen Ansprüchen nicht gerecht geworden
  • Studienbeginn: 2016
  • Studienform: Vollzeitstudium
  • Standort: Standort Hamburg
  • Schulabschluss: Abitur
  • Abischnitt: 2,1
  • Weiterempfehlung: Nein
  • Geschrieben am: 05.06.2017