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Geprüfte Bewertung

Interdisziplinärer Studiengang der viel bietet

Mikrosystem- und Nanotechnologie (B.Eng.)

Geprüfte Bewertung
  • Studieninhalte
    4.0
  • Dozenten
    4.0
  • Lehrveranstaltungen
    4.0
  • Ausstattung
    5.0
  • Organisation
    3.0
  • Bibliothek
    3.0
  • Gesamtbewertung
    3.8
Ich habe den Studiengang Mikrosystem und Nanotechnologie gerade erfolgreich abgeschlossen und würde gerne meine Erfahrungen teilen. Für die fauleren Leser, zuerst eine knappe Zusammenfassung durch eine pro und kontra Liste:

Pro
+ kleine Gruppen in Vorlesungen
+ Nahen Umgang und gute Kontakte mit den Professoren
+ super ausgestatter Reinraum
+ interdisziplinärer Studiengang
+ tolle Berufaussichtschancen
+ Dual möglich

- in Zweibrücken ist nicht sehr viel los
- durch die kleine Kursgröße sind die Wahlmöglichkeiten für Vorlesungen teilweise begrenzt

Zu meinem Hintergrund, um die Schwierigkeit des Studienganges zu beurteilen. Ich habe mein Abitur an einer Schule mit dem Profilfach Psychologie und Pädagogik gemacht. Ich hatte als einzige Naturwissenschaft Chemie in der Oberstufe. Trotzdem hat mich die Nanotechnologie angezogen. Ganz untypisch für meinen Hintergrund, sich als Frau dann technisch zu orientieren. Ich habe in Tübingen mit nanoscience an der Eberhard Karls Universität Tübingen angefangen. Das war mir aber oft zu theoretisch und auf die Forschung gerichtet. Also habe ich nach zwei Semestern, in denen ich ziemlich schlecht war, nach Zweibrücken gewechselt.
Dort waren die Bedingungen sehr anders. Statt in Vorlesungen mit 800 Leuten zu sitzen, gerade in schwereren Fächern wie Physik, wo man selbst nach einem Jahr die Gesichter kaum kennt, ging es in Zweibrücken sehr familiär zu. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Ich habe in Tübingen deutlich mehr gefeiert :D und bin viel unter Leute gekommen. Jedoch hatte ich oft Schwierigkeiten den Vorlesungen zu folgen. Da es in Zweibrücken eher 14 Leute in den Vorlesungen sind, dürfen fragen gestellt werden. Diese sind auch gerne gesehen und die Vorlesungen sind um einiges lehrreicher, meiner Meinung nach. Es war nie ein Problem die Professoren abzupassen und fragen zu stellen, ob zu organisatorischem oder zu inhaltlichen Dingen.

Für mich war der nahe Umgang mit den Professoren ein absolutes plus. Ich habe viel Hilfe bekommen bei der Suche nach Stellen für meine Bachelor Arbeit. Die Professoren kennen einen und können die Studenten dann auch guten Gewissens (falls es gute Studenten sind) empfehlen. Außerdem werden Auslandsaufenthalte gern gesehen. So wurdw ich für meine Bachelorarbeit nach Lissabon vermittelt, was eine fantastische Chance war.

Als ich mich um eine Stelle für die Bachelorarbeit bemüht habe, war auch klar, dass die Aussichten auf gute Jobs sehr gut sind, schon nach dem Bachelor. Einige Studenten wurden direkt abgeworben von den Unternehmen und fangen dort an zu arbeiten.

Ein weiteres Plus war für mich definitiv der Studiengang selbst. Während der Arbeit in einem
Unternehmen habe ich gemerkt, wie vielseitig ich aufgestellt bin. Leute die später in der Mikro oder Nanotechnologie arbeiten kommen zum Teil aus Fachbereichen wie der Biotechnologie oder Physik usw. ich konnte sehr schnell mein Projekt starten und wurde immer wieder für mein unfassendes Wissen gelobt.
Die Vorbereitung der Professoren, von denen selbst viele aus der Industrie kommen ist sehr gut. Wir hatten oft Erklärungen anhand von Beispielen aus der Industrie.

Durch das breit gefächerte wissen, adaptiert man somit schnell. Außerdem ist der Berufszweig sehr gefragt. Es sind massig Stellen ausgeschrieben. Mit dem
Master kann man sich dann sogar noch weiter spezialisieren. Man kann ins Qualitätsmanagement, in die Produktion, in die Entwicklung, in die Forschung usw. man hat einen Abschluss Bachelor of Engineering und kann damit sehr viel erreichen und hat weit reichende Aussichten.

Ich hab den Studiengang in Regelstudienzeit geschafft, so wie auch fast alle meine Kommilitonen.
Durch die kleinen Gruppen gibt es Kurse immer entweder im Sommer oder im Wintersemester. Dh besteht man einen Kurs nicht, kann man die Vorlesung erst ein Jahr später besuchen. Für solche Fälle, waren die Professoren aber immer gute Ansprechpartner. Ich habe selbst 3 Klausuren geschrieben, bei denen ich nicht einmal die Vorlesung besuchen konnte.
Ich habe einen guten Abschluss in Regelstudienzeit gemacht, wie auch die anderen, die mit mir abgeschlossen haben. Wir alle kamen von verschiedenen Hintergründen (Abitur, Fachabitur, Meister, usw.). Nach ca 3 Semestern war davon nichts mehr zu Spüren.

Ich würde diesen Studiengang guten Gewissens weiter empfehlen. Er ist so anspruchsvoll, wie er sein sollte. Aber anders als in voll gestopften Studiengängen bekommt man immer Hilfe, falls es doch mal zu schwer sein sollte.

Wirklich gestört hat mich nur, dass es teilweise weniger Fächer zur Auswahl gab, da die Kurse zu klein sind. Aber das betraf 2
Vorlesungen, was trotzdem gut verschmerzbar ist.

Gestört hat mich auch der Ort Zweibrücken. Am
Wochenende ist die Stadt ausgestorben und viel geht dort nicht, dafür zahlt man für ein Single Appartement mit eigener Küche und Bad aber auch nur 230€ Miete im
Monat, alles inklusive (Internet, Müll, Wasser, Strom, Heizung)

Für mich war der Studiengang top, und gerade als Frau sind meine Berufsaussichten phenomenal und ich freue mich extrem auf meine Zukunft!

Aktuelle Bewertungen zum Studiengang

5.0
Lukas , 25.05.2020 - Mikrosystem- und Nanotechnologie
5.0
Gregor , 02.04.2020 - Mikrosystem- und Nanotechnologie
4.2
Marcel , 01.04.2020 - Mikrosystem- und Nanotechnologie
3.8
Ronja , 04.03.2020 - Mikrosystem- und Nanotechnologie
3.2
Manuel , 25.05.2019 - Mikrosystem- und Nanotechnologie

Über Yasemin

  • Alter: 24-26
  • Geschlecht: Weiblich
  • Abschluss: Ja
  • Studiendauer: 7 Semester
  • Studienbeginn: 2016
  • Studienform: Vollzeitstudium
  • Standort: Campus Zweibrücken
  • Schulabschluss: Abitur
  • Weiterempfehlung: Ja
  • Geschrieben am: 03.03.2020