Bericht archiviert

Gutes Fach mit viel Anspruch!

Meteorologie (B.Sc.)

  • Studieninhalte
    3.0
  • Dozenten
    4.0
  • Lehrveranstaltungen
    3.0
  • Ausstattung
    5.0
  • Organisation
    2.0
  • Literaturzugang
    5.0
  • Gesamtbewertung
    3.7
Wer Meteorologie an der Goethe-Uni in Frankfurt studieren möchte, muss sich im Klaren sein, dass die ersten drei Semester ein (mehr oder weniger) reines Physikstudium sind, mit Meteorologie im Nebenfach. Und genau diese Tatsache siebt aus einer Zahl von ca. 80 Studenten ca. 85% bis zum Ende des zweiten Semesters aus.
Sobald eine zemlich überschaubare Anzahl von ganzen 8-14 Studenten übrig bleibt, beginnen die spannenden Vorlesungen zu Themen wie "Physik und Chemie der Atmosphäre", "Klimawandel" oder "complex atmosphere dynamics".
Der Umstand, dass am Anfang so viel unnötiger Physikklamauk dazu kommt ist anstrengend und ärgerlich. Zähne zusammenbeißen und ab durch die Wand lautet da die Devise.
Abgesehen von diesem holprigen Start, haben alle weiteren Inhalte eine wirkliche und notwenige Daseinsberechtigung. Bereits im fünften Semester bekommt man die Möglichkeit mithilfe eines Seminars bereits einen Blick ins echte wissenschaftliche Arbeiten zu bekommen.

Viele (also fast alle der fünf Profs und bis zu 5 weiteren Dozenten) Lehrende legen sich wirklich ins Zeug. Es gibt sehr viele Extraangebote die auf dem naturwissenschaftlichen Campus der Goethe-Uni einzigartig sind. Dazu zählt auch ein Mentoring durch die Dozenten in 4-5er Gruppen. Hier können Orga-Themen aber auch Erfahrungen durch alle Semster durch geteilt werden. Besonders viel Liebe wird auch in die Betreuung durch das OLAT gelegt. Man fühlt sich (zumindest was den reinen Meteorologieteil angeht) wirklich gut und ausreichend versorgt. Lediglich die Studienberatung ist unbeholfen.

Viele kennen das. Langweilige Vorlesungen! Bei vielen Veranstaltungen sind die Skripte allerdings so exzellent, dass man sich den Besuch der Vorlesung sparen kann. Zum Vertiefen der Vorlesungsinhalte wird zudem ein verpflichtendes Tutorium angeboten, mit dem man sich die Klausurzulassung erarbeiten kann. Hier wird alles ausreichend und in angenehm kleinen Gruppen erarbeitet. Auch wenn einige Vorlesungen zum Schlafe anregen, kann man sich darauf verlassen, dass der Dozent jede Frage zur vollen Zufriedenheit beantworten kann.

Die Ausstattung am naturwissenschaftlichen Campus der Goethe-Uni ist exzellent (private Investitionen en masse). Selbiges gilt auch für die Mensa und Bib.

Das Campusleben ist in Ordnung. Zwar nicht ganz das, was man sich vorstellt, aber sobald man seine Gruppe gefunden hat, läuft alles bestens.

Einzig enttäuschender Punkt ist die Orga des Faches. Problematisch ist hier die bewusste Auslegung als interdisziplinäres Fach. So werden Verantwortungen zwischen verschiedenen Fachschaften, Prüfungsämtern und Dozenten hin- und hergeschoben. Und somit fehlt eine richtige Identität (verstärkt durch die äußerst geringe Anzahl an Studenten). Als Student ist man hier wirklich mit dem wahren Leben konfrontiert und muss sich selbst um alles kümmern.

Meteo: ein gutes Fach mit vielen Ansprüchen und Anforderungen.
  • leichter Kontakt zu Studenten und zum zuständigen Institut für Atm. und Umwelt, Ausstattung, Campus, Umgebung
  • Orga, unnötiges Kursangebot

Aktuelle Bewertungen zum Studiengang

4.4
Robin , 26.11.2025 - Meteorologie (B.Sc.)
4.4
Oliver , 23.07.2022 - Meteorologie (B.Sc.)
3.2
Victoria , 30.07.2017 - Meteorologie (B.Sc.)

Über Nikola

  • Alter: 21-23
  • Geschlecht: Männlich
  • Abschluss: Ich studiere noch
  • Aktuelles Fachsemester: 3
  • Studienbeginn: 2015
  • Studienform: Vollzeitstudium
  • Standort: Campus Bockenheim
  • Schulabschluss: Abitur
  • Weiterempfehlung: Ja
  • Geschrieben am: 28.09.2016
  • Veröffentlicht am: 28.09.2016