Vorsicht - unbedingt das Kleingedruckte lesen!
Der Master Maschinenbau wird von der TU Ilmenau als wissenschaftsorientierter Master mit breitem Wahlangebot beworben. Tatsächlich ist es aber so, dass man innerhalb des online versprochenen großen Wahlkatalogs dann einen Studienschwerpunkt wählen muss (!), womit dann einige Module aus dem Wahlkatalog zu Pflichtmodulen werden und selbst für den verbleibenden "Wahl"-Anteil nur noch ein Teil der online beworbenen Module angerechnet werden kann. Es gibt eine ausführliche Tabelle dazu, aber die stellen sie natürlich nicht auf die Website.
Fachlich waren zumindest die Veranstaltungen, die ich besucht habe, auf einem guten Niveau und viele Dozenten sind engagiert, um gute Lehre zu bieten. Der Vorteil an einer kleinen [...]* Uni wie der TU Ilmenau ist, dass man seinen Dozenten nach der Übung ohne Zeitdruck Fragen stellen kann und immer einen Platz zum arbeiten findet. Kleine Veranstaltungen können auch mal zeitlich verlegt werden, wenn man keine Zeit hat und die Kommilitonen nicht widersprechen. In sofern ist das Miteinander auf dem Campus ein großer Pluspunkt.
Problematisch ist dagegen die Organisation des Studiums. Die Einführungsveranstaltungen zum Sommersemester lagen am 30. / 31. März, obwohl das Semester erst im April losgeht. Kein Problem, wenn man wie ich vorher auch seinen Bachelor in Ilmenau gemacht hat, aber für jemanden, der zum Master nach Ilmenau kommen will, ist das direkt das erste Problem, weil man halt meistens nicht vor dem 01.April in seine Wohnung kommt. Die Einführungstage zu verpassen, ist aber auch keine Lösung: man muss im Studium das sogenannte Projektseminar machen, das effektiv eine Art ein Jahr lange Masterarbeit als Gruppenleistung ist. Nominell kommt das zwar erst im zweiten Semester, aber in meinem Jahr haben sich bei der Einführung gleich ein paar Gruppen gebildet, die das gemeinsam machen wollten. Wenn man dann nicht dabei ist, hat man Pech gehabt. Die Uni wird einem nicht helfen, eine Gruppe zu finden, gleichzeitig darf man das Projektseminar aber auch nicht ohne Gruppe ablegen.
[...]*. Neuerdings ist geplant, die Freiversuchsregeln zu streichen und stattdessen eine maximale Studiendauer einzuführen. Sonst wird einem immer wieder gerne gesagt, was man doch bitte noch alles nebenher in seiner Freizeit machen soll (Werksstudi/Hiwi-Stelle, Team Starcraft/Formula Student, freiwilliges Praktikum, Nachhaltigkeitsvorlesung, Auslandsaufenthalt, Gremientätigkeit usw.), und gleichzeitig sollen jetzt Leute bestraft werden, die diesen Ratschlägen dann tatsächlich folgen. [...]*
Das Master-Maschinenbau-Studium in Ilmenau kann man also wohl am besten so zusammenfassen: Es gibt eine große Auswahl von Modulen und allgemein gute Ausstattung. Deren Vorteile werden durch die organisatorischen Probleme und unnötigen Regeln leider zunichte gemacht. Wer sich hier einschreibt, sollte darauf gefasst sein, dass er schon vor dem offiziellen Beginn des Studiums das Heft selber in die Hand nehmen muss.
Fachlich waren zumindest die Veranstaltungen, die ich besucht habe, auf einem guten Niveau und viele Dozenten sind engagiert, um gute Lehre zu bieten. Der Vorteil an einer kleinen [...]* Uni wie der TU Ilmenau ist, dass man seinen Dozenten nach der Übung ohne Zeitdruck Fragen stellen kann und immer einen Platz zum arbeiten findet. Kleine Veranstaltungen können auch mal zeitlich verlegt werden, wenn man keine Zeit hat und die Kommilitonen nicht widersprechen. In sofern ist das Miteinander auf dem Campus ein großer Pluspunkt.
Problematisch ist dagegen die Organisation des Studiums. Die Einführungsveranstaltungen zum Sommersemester lagen am 30. / 31. März, obwohl das Semester erst im April losgeht. Kein Problem, wenn man wie ich vorher auch seinen Bachelor in Ilmenau gemacht hat, aber für jemanden, der zum Master nach Ilmenau kommen will, ist das direkt das erste Problem, weil man halt meistens nicht vor dem 01.April in seine Wohnung kommt. Die Einführungstage zu verpassen, ist aber auch keine Lösung: man muss im Studium das sogenannte Projektseminar machen, das effektiv eine Art ein Jahr lange Masterarbeit als Gruppenleistung ist. Nominell kommt das zwar erst im zweiten Semester, aber in meinem Jahr haben sich bei der Einführung gleich ein paar Gruppen gebildet, die das gemeinsam machen wollten. Wenn man dann nicht dabei ist, hat man Pech gehabt. Die Uni wird einem nicht helfen, eine Gruppe zu finden, gleichzeitig darf man das Projektseminar aber auch nicht ohne Gruppe ablegen.
[...]*. Neuerdings ist geplant, die Freiversuchsregeln zu streichen und stattdessen eine maximale Studiendauer einzuführen. Sonst wird einem immer wieder gerne gesagt, was man doch bitte noch alles nebenher in seiner Freizeit machen soll (Werksstudi/Hiwi-Stelle, Team Starcraft/Formula Student, freiwilliges Praktikum, Nachhaltigkeitsvorlesung, Auslandsaufenthalt, Gremientätigkeit usw.), und gleichzeitig sollen jetzt Leute bestraft werden, die diesen Ratschlägen dann tatsächlich folgen. [...]*
Das Master-Maschinenbau-Studium in Ilmenau kann man also wohl am besten so zusammenfassen: Es gibt eine große Auswahl von Modulen und allgemein gute Ausstattung. Deren Vorteile werden durch die organisatorischen Probleme und unnötigen Regeln leider zunichte gemacht. Wer sich hier einschreibt, sollte darauf gefasst sein, dass er schon vor dem offiziellen Beginn des Studiums das Heft selber in die Hand nehmen muss.
[...]* Text wurde aufgrund eines Verstoßes gegen unsere Teilnahmebedingungen am 03.12.2025 redaktionell angepasst.
- Die gute Ausstattung und das Betreuungsverhältnis erzeugen ein sehr gutes Arbeitsumfeld. Man hat es leichter, an Dinge wie Hiwijobs, Auslandsaufenthalte oder Promotionsstellen zu kommen als an großen Unis.
- Man hat deutlich weniger tatsächliche Wahlmöglichkeiten als wonach es online ausschaut (Stand 12/25). Bei der Organisation kann man leicht ins Hintertreffen geraten, besonders wenn man neu nach Ilmenau kommt.
Wie gut ist deine Hochschule digital aufgestellt?
Online-Lehre erfolgt im wesentlichen Moodle-gestützt. Ob man ein Skript, Videos oder anderes digitales Material bekommt, hängt stark vom Dozenten ab. Meistens gibt es mindestens die Folien als pdf. Für Vorlesungen und Seminare muss man sich nicht registrieren, die Prüfungsanmeldung und Notenübersicht sind online.
Während es an anderen Hochschulen (zB der TU München) inzwischen ganz normal ist, dass man eine Bachelor- oder Masterarbeit digital per Upload abgibt, muss man seine Arbeit an der TU Ilmenau dreimal ausgedruckt und auf einem Speichermedium abgeben.
Während es an anderen Hochschulen (zB der TU München) inzwischen ganz normal ist, dass man eine Bachelor- oder Masterarbeit digital per Upload abgibt, muss man seine Arbeit an der TU Ilmenau dreimal ausgedruckt und auf einem Speichermedium abgeben.
Kommentar der Hochschule