Kurzbeschreibung

Das Programm vermittelt kulturwissenschaftliches Wissen über die gesellschaftlichen Transformationsprozesse unserer Zeit, die mit Begriffen wie Globalität, Kapitalismus, Ökologie, Migration, Kolonialität oder Digitalität und mit der zunehmenden Bestreitung von Aufklärung, Demokratie und sozialem Geschlecht (gender) nur umrissen sind. Es leistet eine diagnostische, analytische, methodische und kritische Umgangsweise mit jenen Problemlagen, die unsere konfliktuelle und komplexe Gegenwart charakterisieren. Die Verbindung von Theorie und Philosophie mit der Analyse künstlerischer Produktionen unter historischen Perspektivierungen und einer Kulturgeschichte des Wissens ist das Ziel des Masters. Dabei leisten Theorie und Philosophie Begriffsarbeit zu soziokulturellen und politischen Verhältnissen, die die Künste auf materieller, sinnlicher und intellektueller Ebene artikulieren und dabei Wissensformen und -konfigurationen durchqueren.
Master Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart am Infotag kennenlernen
Kurz vor der Bewerbungsphase bieten wir einmal pro Jahr die Möglichkeit an, die Leuphana Graduate School und ihre Programme kennenzulernen. Neben der Vorstellung des Studienmodells, der Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen und des Bewerbungsverfahrens bieten wir Ihnen Präsentationen unserer Studienprogramme, die von Lehrenden — meist den Programm-Verantwortlichen — gehalten werden. Außerdem werden Sie die Möglichkeit bekommen, sich mit aktuell Studierenden der Master-Studienprogramme der Graduate School auszutauschen. Der letzte Master Infotag fand im März 2022 statt. Sollten Sie den Termin verpasst haben, finden Sie auf der Website dennoch den Großteil der 2022 gehaltenen Präsentationen.

Letzte Bewertung

3.3
Katharina , 07.05.2022 - Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart (M.A.)

Vollzeitstudium

Regelstudienzeit
4 Semester tooltip
Unterrichtssprachen
Deutsch, Englisch
Abschluss
Master of Arts
Link zur Website
Inhalte
  • Geschichte der Kulturwissenschaften und ihrer Methodiken I:
    Das Modul vermittelt theoretische, methodische und empirische Kenntnisse der historischen Dimension der Kulturwissenschaften
  • Kapitalismus, Kolonialität, Globalisierung:
    Das Modul vermittelt theoretische, methodische und empirische Kenntnisse der historischen und aktuellen Dimensionen der Kapitalismuskritik, der post-kolonialen Diskurse und der Debatten der Globalisierung in Theorie, Philosophie und den Künsten.
  • Aufklärung, Kritik, Imagination:
    Die Studierenden erwerben vertiefte Kenntnis zur historischen Genese und den Dynamiken des Verhältnisses von Aufklärung und Kritik
  • Geschichte der Kulturwissenschaften und ihrer Methodiken II:
    Das Modul widmet sich Szenen, Projekten, Konstellationen, die von großer theoretisch-erfinderischer Kraft und methodenbildend sind, in denen neue Probleme auftauchen und die dabei für die Reformulierung der kritischen kulturwissenschaftlichen Aufgabe heute besonders relevant sind
  • Differenz, Subjektivität, Repräsentation:
    Im Zentrum des Moduls stehen die materiellen, sinnlichen und soziopolitischen Bedingungen historischer wie gegenwärtiger Subjektivierungsweisen
  • Aktuelle Debatten in den Kulturwissenschaften:
    Das Modul vermittelt vertiefte Kenntnis von den Diskursfeldern und neuen paradigmatischen Entwürfen in den Kulturwissenschaften
  • Ökologien, Umwelt, Kollektivität:
    Die Studierenden erwerben vertiefte Kenntnis über die historische Genese, die systematische Ausgestaltung und den Einsatz von Ökologie als zentraler Problematisierungsweise zeitgenössischen kritischen Denkens und kritischer Praktiken
  • Zusätzlich sind vier der folgenden Wahlmodule im Umfang von 20 CP verpflichtend zu belegen:
    • Auditive Kultur
    • Demokratie und Öffentlichkeit
    • Digitale Soundkulturen
    • Gender, Queerness, Körper
    • Gewalt und sozialer Protest
    • Kapitalistische Dynamik und sozialer Wandel
    • Krisen und Brüche im globalen Kontext
    • Migration und Zirkulation
    • Organization: Space, Aesthetics, Materiality
    • Organization: Structure, Power, Economies
    • Praxisfeld Künste
    • Technik und Kultur
    • Urbanität und Raum
    • Wissen und Forschen in digitalen Kulturen
Voraussetzungen
  • Nachweis von mindestens 60 CP in fachlich einschlägigen Modulen aus den Geisteswissenschaften (wie z.B. Kulturwissenschaften, Film-, Geschichts-, Kunst-, Literatur-, Musik-, Theather- oder Medienwissenschaft) oder der Soziologie
  • Darüber hinaus insgesamt mindestens 10 CP in Theorie und wissenschaftlichen Methoden
  • Nachweis ausreichender Englischkenntnisse (außer Muttersprachler*innen)
Bewertung
100% Weiterempfehlung
Bewertungen
Weiterempfehlung
100%
Creditpoints
120
Studienbeginn
Wintersemester
Standorte
Lüneburg
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Im 1. Semester absolvieren die Studierenden zwei Module aus dem Kernbereich mit den Schwerpunkten „Kapitalismus, Kolonialität, Globalisierung“ und „Aufklärung, Kritik, Imagination“. Zusätzlich besuchen sie, wie auch im zweiten und dritten Semester, je ein Modul aus dem Integrationsbereich, in dem sie gemeinsam mit Kommiliton*innen aus anderen kulturwissenschaftlichen Programmen die Geschichte, Methoden und aktuellen Debatten der Kulturwissenschaften kennenlernen, und aus dem Komplementärstudium, in welchem die Studierenden über ihr eigenes Studienfach hinausgehen und im Austausch mit Studierenden aller Master ihr Verständnis für andere Fachkulturen und Fragestellungen erweitern.

Im 2. und 3. Semester folgen neben den Schwerpunkten „Differenz, Subjektivität, Repräsentation“ und „Ökologien, Umwelt, Kollektivität“ aus dem Kernbereich auch vier Module aus dem Wahlbereich. Im 4. Semester sind die Studierenden auf die forschungsbasierte Masterarbeit und das Masterforum vorbereitet.

Quelle: Uni Lüneburg 2022

Studierende werden sowohl auf eine wissenschaftliche Laufbahn vorbereitet, als auch auf Berufe im Feld der Kultur, Kunst, Medien und Kreativindustrie. In all diesen Feldern, die im weitesten Sinne der kulturellen Produktion zuzurechnen sind, werden kulturwissenschaftlich-diagnostische Schlüsselkompetenzen und eine klare Artikulationsfähigkeit erwartet. Beispielhaft seien Theater, Journalismus, Verlage, Museen, Ausstellungsbetriebe, Print- und Online-Redaktionen oder Kulturfestivals genannt. Darüber hinaus verlangt auch ein wachsendes Feld an Berufen jenseits der kulturellen Produktionssphäre ein Vermögen zu kritischer Reflexion sowie klarer wie sicherer Kommunikation, gerade wenn es um die Erschließung von Problemen in einer komplexen und sich stetig verändernden Welt geht. Dies beinhaltet Berufe in zivilgesellschaftlichen wie politischen Organisationen und zivilgesellschaftlichen und politischen Stiftungen, aber auch Wirtschaftsunternehmen.

Quelle: Uni Lüneburg 2022

Bewerbungen für den Master Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart an der Leuphana Graduate School sind unkompliziert online möglich. Bewerbungsschluss ist der 31.8.2022für den Studienstart im Wintersemester (Oktober).

Bewerben Sie sich hier!

Quelle: Uni Lüneburg 2022

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Studienberater
Tom Kleist M.Sc.
Studienberatung
Uni Lüneburg
+49 (0)4131 677-2406

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Allgemeines zum Studiengang

Im Kulturwissenschaften Studium beschäftigst Du Dich mit den Kulturleistungen der menschlichen Gesellschaft. Dazu gehören Sprache, Kunst, Religion, das Justiz- und Wirtschaftswesen sowie der Wissenschaftsbetrieb. Kulturwissenschaftler untersuchen die Facetten dieser Bereiche mit einem interdisziplinären Ansatz. An den meisten Hochschulen gehören Kulturwissenschaften zur philosophischen oder sozialwissenschaftlichen Fakultät. Der Studiengang beinhaltet aber auch Teile der Human- und Wirtschaftswissenschaften.

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Ein junger und interdisziplinärer Studiengang

Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart (M.A.)

3.3

Die Studieninhalte sind für Student*innen aus den unterschiedlichsten geisteswissenschaftlichen Disziplinen sehr interessant. Die Thematiken außerordentlich relevant und zeitgemäß. Insbesondere für alle, die sich für Kunst und Kultur im Kontext der gegenwärtigen Gesellschaft und Kritische Theorie interessieren. Leider verlangt die Unterrichtssprache und die Diskussionskultur ein hohes Abstraktionsvermögen und breites geisteswissenschaftliches Vorwissen, der Modulplan ein beinahe unmögliches Leistungspensum ab, wodurch sich viele Student*innen gezwungen fühlen länger zu studieren. Ein Studieren ohne starken...Erfahrungsbericht weiterlesen

Verteilung der Bewertungen

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Bewertungsdetails

  • Studieninhalte
    4.0
  • Dozenten
    3.0
  • Lehrveranstaltungen
    2.0
  • Ausstattung
    4.0
  • Organisation
    4.0
  • Bibliothek
    4.0
  • Digitales Studieren
    2.0
  • Gesamtbewertung
    3.3

Weiterempfehlungsrate

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Standorte

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Quelle:

Header-Bild 1: Leuphana/Anastasia Adasheva

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Profil zuletzt aktualisiert: 06.2022