Kurzbeschreibung
Die Art, wie wir heute produzieren und konsumieren, entscheidet darüber, wie lebenswert unsere Welt morgen sein wird. Ressourcen werden knapper, Umweltbelastungen steigen und viele bestehende Wirtschaftsmodelle stoßen an ihre Grenzen. Di...
Die Art, wie wir heute produzieren und konsumieren, entscheidet darüber, wie lebenswert unsere Welt morgen sein wird. Ressourcen werden knapper, Umweltbelastungen steigen und viele bestehende Wirtschaftsmodelle stoßen an ihre Grenzen. Die Kreislaufwirtschaft bietet dafür einen vielversprechenden Ansatz: Sie verbindet technische Innovationen mit ökonomischen und organisatorischen Strategien, um Rohstoffe und Materialien so lange wie möglich im Kreislauf zu halten. Dazu müssten Produkte und ihre Nutzung von Anfang an anders gedacht werden – und genau an dieser Stelle setzt der englischsprachige Masterstudiengang Circular Engineering and Economy an.
Der Übergang zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist komplex und stellt hohe Anforderungen an alle, die sie mitgestalten. Um diese Herausforderungen zu meistern, braucht es eine Ausbildung, die Ingenieurwissenschaften, Ökonomie und Management sinnvoll miteinander verbindet und dabei den Blick auf eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft über die gesamte Wertschöpfungskette – von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling – richtet. Um Kreislaufwirtschaft Wirklichkeit werden zu lassen, muss bereits beim Produktdesign das Recycling mitgedacht werden, damit Abfallströme und unser Ressourcenverbrauch reduziert werden können.
Vollzeitstudium
Im ersten Semester werden die Grundlagen zu Stoffströmen, zirkulären Technologien und sozioökonomischen Zusammenhängen behandelt. Dazu zählen insbesondere die Grundlagen der Nachhaltigkeitsbewertung, die Stoffstromanalyse und das Verständnis von Material- und Wasserkreisläufen sowie zentrale Konzepte der Abfallwirtschaft und der Abfallbehandlung.
In den Semestern 2 und 3 vertiefen anwendungsorientierte Wahlpflichtmodule aus den Profilierungsbereichen und Schwerpunkten mehrerer Fakultäten relevante Themenfelder der Kreislaufwirtschaft. Diese sind in die Themenbereiche Materials, Processes, Products und Management unterteilt. Profilierungsspezifische Pflicht- und Wahlpflichtmodule müssen mindestens drei der vier Themenbereiche abdecken, sodass ein ganzheitlicher Blick auf die verschiedenen Aspekte der Circular Economy gewährleistet wird.
Ein zentrales Element des Studiengangs ist eine über zwei Semester angelegte Gruppenarbeit, die in aktuelle Forschungsarbeiten der involvierten Lehrstühle eingebettet ist und einen praxisnahen Einblick in reale wissenschaftliche Fragestellungen ermöglicht.
Das vierte Semester ist für die Anfertigung der Masterarbeit vorgesehen.
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Studierende des Masterstudiengangs CEE lernen, Prozesse ganzheitlich zu verstehen und ökonomische Entscheidungen mit technischem Fachwissen zu treffen. Denn Kreislaufwirtschaft ist nur dann realisierbar, wenn ökonomische Ziele auf einem fundierten Verständnis der technischen Machbarkeit sowie der material- und prozessbezogenen Grenzen beruhen.
Innerhalb von zwei Jahren erwerben die Studierenden eine fundierte, vielseitige Ausbildung, die optimal auf die Herausforderungen einer nachhaltigen Zukunft vorbereitet.
Das Studium ist modular aufgebaut und umfasst vier Semester, in denen ein tiefes Verständnis für ingenieurtechnische Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie deren wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Zusammenhänge vermittelt wird. Der integrative Ansatz kombiniert technisches Know-how mit Managementkompetenzen und systemischem Denken.
Der Masterstudiengang Circular Engineering and Economy ermöglicht den Studierenden die Wahl zwischen den drei Profilierungsbereichen:
- Circular Cities
- Circular Technologies for Future Mobility
- Circular Consumer Products
Quelle: RWTH Aachen
Über Programme wie ERASMUS+ oder RWTHweltweit wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, ein Semester an einer ausländischen Universität zu studieren, um so bestmöglich für ihre spätere Berufstätigkeit qualifiziert zu sein. Nicht nur in Deutschland spielt die Entwicklung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle. Ein Auslandsaufenthalt kann daher wertvolle Einblicke in globale Zusammenhänge vermitteln, den Blick für internationale Best‑Practice‑Ansätze schärfen und den Aufbau eines weltweiten Netzwerks ermöglichen. Gefördert werden diese Auslandsaufenthalte teilweise durch RWTH-spezifische Finanzierungshilfen. Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium.
Quelle: RWTH Aachen
Die Berufsaussichten für Ingenieurinnen und Ingenieure im Bereich Circular Economy sind ausgezeichnet und zukunftssicher. Durch den Wandel von einer linearen Wegwerfgesellschaft hin zu einer zunehmend zirkulären Wirtschaft steigt der Bedarf an technischem Fachwissen in vielen Bereichen enorm, zum Beispiel in der Verpackungsindustrie, der Fertigungs- und Produktionswirtschaft, der Recyclingwirtschaft, der Automobilindustrie und dem Maschinenbau, aber auch in der Bauwirtschaft oder der Chemie- und Kunststoffindustrie. Weitere Tätigkeitsfelder liegen in Bereichen wie Beratung und Consulting oder auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien, beispielsweise bei der Konzeption von kreislauffähigen Anlagen.
Quelle: RWTH Aachen
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