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Bachelor an der EBS: Stresstest im Rheingau

Business Studies - International Dual Degree (B.Sc.)

Geprüfte Bewertung
  • Studieninhalte
    5.0
  • Dozenten
    5.0
  • Lehrveranstaltungen
    4.0
  • Ausstattung
    4.0
  • Organisation
    5.0
  • Gesamtbewertung
    4.6

Die Lehrveranstaltungen sind meiner Meinung nach allgemein recht anspruchsvoll, aber für jeden, der es durch das Auswahlverfahren geschafft hat verständlich; vorausgesetzt es wird vor- und nachbereitet. Wichtig ist vor allem das Dranbleiben; das Studium ist so konzipiert, dass es gerade so funktioniert, wenn man sich auf dem aktuellen Stand hält; zum Nachholen von Studieninhalte bleibt aber eigentlich keine Zeit.

Meiner Einschätzung nach sind alle Dozenten von fachlicher Seite sehr gut qualifiziert. Die Qualität der Lehrveranstaltungen variiert allerdings leicht. Die angebotenen Materialien und die Didaktik selbst sind fast durchgehend als sehr gut bis gut zu bewerten; am meisten stören mich hier die Akzente der Dozenten. Der gesamte Lehrbetrieb findet in englischer Sprache statt und die Lehrkräfte sind oft aus dem Ausland und beherrschen die englische Sprache nicht auf muttersprachlichem Niveau.
Allgemein sind die Dozenten aber sehr "verfügbar," d.h. telefonisch und per E-Mail erreichbar. Es können außerdem Sprechstunden etc. vereinbart werden, in denen Verständnisfragen in kleinster Gruppe geklärt werden.

Was das Studienprogramm angeht halte ich die EBS für sehr gut aufgestellt. Das Programm ist mit 210 ECTS in 6 Semestern ziemlich kompakt. Mehrere Vorlesungen täglich, auch mal am Wochenende, sind keine Seltenheit. Mein Curriculum (International Business Studies) ist so aufgebaut, dass ich die ersten 3 Studiensemester vor Ort an der EBS, und die restlichen 3 an einer ausländischen Partneruniversität verbringen und mit einem Doppelabschluss beenden werde. Auch für meine Kommilitonen, welche nicht im International Business Studies Track studieren, ist ein Auslandssemester obligatorisch. Der Programmaufbau schließt (so mein Urteil nach dem zweiten Semester) nahtlos an die im vorherigen Semester erworbenen Grundlagen an.

Bei der niedrigen Studentenzahl gibt es an der EBS keine Probleme was die Verfügbarkeit von Plätzen für Lehrveranstaltungen angeht.

Was den Einsatz moderner Lernmittel angeht, unterscheiden sich die Dozenten bedeutend. Von traditionellen Frontalvortrag, bis zu selbsterstellten kurspezifischen eBooks und Youtube-Videos gibt es alles. Das ist aber in hohem Maße eine Frage der persönlichen Präferenz. So sehr ich persönlich moderne Lernmittel schätze, muss ich zum Beispiel feststellen, dass in manchen Fällen der klassische Frontalstil zu den anstrengendsten aber auch mit Abstand effektivsten Vorlesungstypen gehört.

Die Praxisnähe halte ich -auch aufgrund der privaten Trägerschaft der EBS Universität- für einen besonders wichtigen Unique Selling Point. Schon in der Einführungswoche arbeiten die Erstsemesterstudenten an Fallstudien, welche sich mit einem Partnerunternehmen auseinandersetzen. Ganze Lehrstühle sind von Wirtschaftsunternehmen gestiftet und ein Teil der Lehrkräfte kommt direkt aus der Praxis. So lernen wir zum Beispiel Steuerrecht und HGB-Bilanzierung von Mitarbeitern einer führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sodass der Dozent die Lehrinhalte mit eigenen Praxiserfahrungen anreichern kann; das empfinde ich als sehr bereichernd.

Das Universitätspersonal ist allgemein sehr engagiert und hilfsbereit. Die Uni bietet zahlreiche Beratungsmöglichkeiten, wie Coaching und Carreer Service an, von der Vermittlung an wertvolle Alumni für Praktika bis zur Korrektur des Lebenslaufes.

An der EBS erhältst du in 6 Semestern einen B.Sc. mit 210 ECTS; was einer höheren Zahl von Credits enspricht als an fast allen anderen deutschen Hochschulen. Als wirtschaftsnahe Privatuniversität genießt die EBS einen ausgezeichneten Ruf bei allen Unternehmen. Ein EBS-Abschluss bescheinigt nicht nur ein hohes Maß an akademischer Exzellenz, sondern auch (und dieser Teil ist nicht zu vernachlässigen) die Fähigkeit sich zu quälen und sehr hart zu arbeiten.

Die Wohnsituation im Rheingau ist in sofern ein wenig speziell, als alle Studenten in den umliegenden Dörfern wohnen, auf die sich die Campuserfahrung (durch Hausparties etc.) ausweitet. Der Campus Schloss Reichartshausen selbst ist recht überschaubar und sehr idyllisch direkt am Rhein und inmitten der universitätseigenen Weinberge gelegen.

An der Business School belaufen sich die Studiengebühren derzeit auf €6950,- pro Semester. Neben den Studenten, deren Familien die Gebühren zahlen, gibt es einige Stipendiaten und viele KommilitonInnen, welche Finanzierungsmöglichkeiten bzw. Studienkredite in Anspruch nehmen. Hierfür gibt es recht faire Konditionen.

  • Akademisch hoher Anspruch, Ausgezeichnete Reputation als eine von Deutschlands besten Wirtschaftshochschulen, Wirtschaftsnähe, Direkter Austausch mit Dozenten möglich, Gute Betreuung durch das administrative Personal, zahlreiche Zusatzangebote (Ressorts),
  • Tendenz zum Überengagement (Ressorts), kein typisches (und oft ein ziemlich unentspanntes) Studentenleben, weitreichende Beschränkung der sozialen Kontakte auf die Universität (besonders in stressigen Fragen)

Aktuelle Bewertungen zum Studiengang

4.3
Cristina , 01.11.2018 - Business Studies - International Dual Degree
4.0
Marco , 22.03.2018 - Business Studies - International Dual Degree
4.2
Anonym , 18.09.2017 - Business Studies - International Dual Degree
5.0
Paula Johanna , 25.07.2017 - Business Studies - International Dual Degree
4.5
Marco , 05.07.2017 - Business Studies - International Dual Degree
5.0
Patricia , 15.01.2015 - Business Studies - International Dual Degree
4.4
Larissa , 13.11.2014 - Business Studies - International Dual Degree

Über Constantin

  • Alter: 18-20
  • Geschlecht: Männlich
  • Abschluss: Ich studiere noch
  • Studienbeginn: 2012
  • Studienform: Vollzeitstudium
  • Weiterempfehlung: Ja
  • Geschrieben am: 17.04.2013