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Studiengang mit Zukunft aber wenig Studenten

Geodäsie und Geoinformation (B.Sc.)

Geprüfte Bewertung
  • Studieninhalte
    4.0
  • Dozenten
    5.0
  • Lehrveranstaltungen
    4.0
  • Ausstattung
    5.0
  • Organisation
    3.0
  • Bibliothek
    3.0
  • Gesamtbewertung
    4.0
Das Studieren in der Studentenstadt Bonn ist ein sehr angenehmes. Es ist im Vergleich zu Münster, Köln, Aachen oder selbst einigen Ruhrgebiets Universitäten bei weitem nicht so überlaufen. Die Stadt bietet für Studenten eigentlich alles was man sich wünscht. Eine vielzahl an Kneipen und Bars, auch im direkten Uni Umfeld. Es gibt viele Möglichkeiten sich mit einer Lerngruppe in Räumlihkeiten zurück zu ziehen, sei es in dem zum Gebäude zugehörigen Turm, im CIP-Pool oder in der Bibliothek direkt neben an.

Der Studiengang selbst baut auf drei Grundsäulen auf, der Mathematik, der Physik und der Informatik. Man hat es in den ersten Semestern direkt mit allen dreien zu tun, was vielleicht abschrecken mag, aber nötig ist um spätere Module wie Photogrammetrie, Statistik, oder APMG zu verstehen.
Der Einstieg ins erste Semester gestalltet sich als angenehm, da man es durchgehend mit netten und freundlichen Dozenten und Mitarbeitern zu tun hat. In den ersten beiden Semestern hat man es direkt mit einer Vielzahl an Modulen zu tun, die ich jetzt kurz vorstelle:

Ingenieurmathematik I und II - Um gleich Vorurteile aus dem Weg zu räumen, obwohl es die vermeintlich leichtere Mathematik ist, ist es nicht das leichteste Fach. Allerdings sind hier Vorkenntnisse nur bedingt von nöten, man kann es auch mit einem Grundkurs durchaus bei Besuch der Übungen recht locker durch die Prüfung schaffen.

Experimentalphysik - Es ist, wie der Name schon sagt Physik. Allerdings wird hier noch einmal auf dem Niveau des Stoffes aus Klasse 7 begonnen. Es sollte selbst wenn einem das Fach nicht liegt schaffbar sein. Es kommt zwar in den Semesteferien nach dem 1. Semester noch ein vierwöchiges Praktikum inklusive Klausur dazu, aber das ist dann im Verhältnis zum "normalen" Bereich mit Vorlesung und Übung deutlich Praxisbezogener.

Geodätisches Rechnen - Ein zwar theoretisches Fach, aber mit weitem praktischen Nutzen, hier werden die Stadardverfahren zum Beispiel zur Bestimmung von Koordinaten durch Polares Anhängen, oder die Berechnungen für einen Polygonzug.

Statistik und Ausgleichsrechnung I - Die Statistk, bei weitem nicht das beliebteste Fach, aber trotzdem essentiell für den Studiengang der Geodäsie. Das Fach hat zwar hohe Anforderungen an die Studierenden, aber die sind auch gut bewältigbar.

Geodätische Messtechnik - Das leider einzige Fach, in dem man innerhalb der ersten beiden Semester eine praktische Erfahrung sammeln kann. Klar lernt man hier mit der Funktionsweise von Theodoliten und Tachymetern auch Dinge, die man vielleicht nicht wieder braucht. Aber das Fach bietet eine gute Grundausbildung in dem Bereich der Messungen. Das ganze wird durch ein Praktikum am Ende des 2. Semesters ergänzt, in dem man in einer Gruppe, mehr oder weniger ohne Anleitung ein Gebit topographisch aufnimmt.

Einführung in die Geoinformation und GADS - Ja auch wenn dieser Bereich dem verwandten Studiengang der Geoinformatik ähnelt, ist er geprägt durch die Mischung aus theoretischer (Geo-)Informatik (Baumstrukturen, Suchalgorithmen, Dijkstra,...) und der Java Programmierung. Auch für dieses Fach sind Vorkenntnisse nicht von Nöten, aber Sinnvoll.

Insgesammt wirkt der Studienverlauf gut durchdacht, weil viele spätere Module auf dem Grundstock der ersten beiden Semester aufbaut. Die Lehrveranstalltungen haben einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad, aber häufig ist es so, das das lernen durch die entstehenden Lerngruppen erleichtert wird.
Der Studiengang ist recht klein, was zu einer guten Betreuung von den kompetenten Dozenten und Tutoren für Studierende führt. Technisch ist das Institut auf einem guten Stand, es befinden sich recht aktuelle Messinstrumente vor Ort. Die meisten Module haben ihre Skripte und uch zusätzliches Material online verfügbar gestellt.

Insgesammt ist das Studium zwar Fleißaufwendig, aber wenn man die ersten Semester hinter sich hat, wird aus dem theoretisch anmutenden Studium ein sehr praktisch orientiertes. Es lohnt sich also länger dabei zu bleiben.
  • guter Dozentenkontakt, Studieninhalte, Studienumfeld, Fachschaft
  • Organisation undurchsichtig

Aktuelle Bewertungen zum Studiengang

3.7
Eva , 18.05.2019 - Geodäsie und Geoinformation
3.8
Marten , 08.05.2019 - Geodäsie und Geoinformation
4.4
Dennis , 18.01.2019 - Geodäsie und Geoinformation
4.3
Lorena , 18.08.2018 - Geodäsie und Geoinformation
3.8
Lana , 25.06.2016 - Geodäsie und Geoinformation
3.0
Tony , 13.04.2016 - Geodäsie und Geoinformation
3.4
Simone , 17.02.2016 - Geodäsie und Geoinformation
3.8
lea , 26.08.2015 - Geodäsie und Geoinformation
2.6
Felix , 28.07.2015 - Geodäsie und Geoinformation
4.0
Lennart , 02.06.2015 - Geodäsie und Geoinformation

Über Sebastian

  • Alter: 18-20
  • Geschlecht: Männlich
  • Studienform: Vollzeitstudium
  • Standort: Hauptcampus Bonn City
  • Weiterempfehlung: Ja
  • Geschrieben am: 22.09.2016