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Allgemeiner Überblick
Null Innovation
Ich möchte betonen, dass es am IMC Krems durchaus auch sehr gute Lehrveranstaltungen und engagierte Professor:innen gibt. Etwa die Hälfte der Lehrenden würde ich als wirklich hervorragend bezeichnen!
Was jedoch das Studium selbst betrifft, fehlt es vollkommen an Innovation. Zwar wirbt die FH gerne mit Schlagwörtern wie „Innovation“ – inhaltlich handelt es sich jedoch um ein durchschnittliches, staatlich gefördertes Studium ohne nennenswerte Alleinstellungsmerkmale.
Ein Beispiel: Das semesterübergreifende Projekt „Prozessinnovation“ wird als Aushängeschild präsentiert. Im ersten Semester definiert man im Rahmen dieser Lehrveranstaltung ein Produkt und erstellt dazu eine Gruppenpräsentation – wobei die Bewertungskriterien des Professors kaum nachvollziehbar sind. Im zweiten Semester soll dann eine WordPress-Seite für dieses Produkt erstellt werden. Eine solche Aufgabe wäre vielleicht 2008 als innovativ durchgegangen – aber im Jahr 2025? Man muss sogar dokumentieren, wie man eine Seite anlegt, inklusive Screenshots. In Zeiten von Künstlicher Intelligenz wirkt das reichlich überholt.
Oder die Lehrveranstaltung „Textverarbeitung“: Hier besteht die Prüfung darin, in Microsoft Word Überschriften zu formatieren und ein Inhaltsverzeichnis zu erstellen. Auch das entspricht nicht dem, was man heute unter zukunftsorientierter Ausbildung verstehen würde.
Und die Prüfungsformate? Die sogenannten „Online-Prüfungen“ finden auf dem Campus statt. Alle Studierenden sitzen mit ihren Laptops im Lesesaal – und absolvieren dort ihre Online-Klausur. Eine zukunftsweisende Fachhochschule im Jahr 2025…
Auch an der obligatorischen Bachelorarbeit hält man weiterhin fest – ganz im Sinne des „innovativen“ Konzepts der FH Krems.
Was die Organisation betrifft: An manchen Freitagen hat man Veranstaltungen bis 21 Uhr, an anderen wiederum nur eine einzige Lehrveranstaltung am ganzen Tag. Die FH verweist darauf, dass nur eine begrenzte Anzahl an Freitagen und Samstagen für Lehrveranstaltungen zur Verfügung steht. In der Praxis entsteht daraus jedoch ein unausgewogenes und wenig durchdachtes Zeitmanagement.
Hinzu kommt, dass die Studierendengruppe äußerst heterogen ist: Einerseits gibt es Personen, die direkt nach der Matura ins berufsbegleitende Studium einsteigen – ohne jegliche Praxiserfahrung. Andererseits sitzen hier Menschen mit 10-20 oder mehr Jahren Berufserfahrung, teils über 40 Jahre alt. Dass beide Gruppen dasselbe Studienkonzept absolvieren sollen, kann nicht funktionieren. Wenn dieser Unterschied nicht erkannt wird, entstehen daraus Konstrukte wie das hier vorliegende.
Was jedoch das Studium selbst betrifft, fehlt es vollkommen an Innovation. Zwar wirbt die FH gerne mit Schlagwörtern wie „Innovation“ – inhaltlich handelt es sich jedoch um ein durchschnittliches, staatlich gefördertes Studium ohne nennenswerte Alleinstellungsmerkmale.
Ein Beispiel: Das semesterübergreifende Projekt „Prozessinnovation“ wird als Aushängeschild präsentiert. Im ersten Semester definiert man im Rahmen dieser Lehrveranstaltung ein Produkt und erstellt dazu eine Gruppenpräsentation – wobei die Bewertungskriterien des Professors kaum nachvollziehbar sind. Im zweiten Semester soll dann eine WordPress-Seite für dieses Produkt erstellt werden. Eine solche Aufgabe wäre vielleicht 2008 als innovativ durchgegangen – aber im Jahr 2025? Man muss sogar dokumentieren, wie man eine Seite anlegt, inklusive Screenshots. In Zeiten von Künstlicher Intelligenz wirkt das reichlich überholt.
Oder die Lehrveranstaltung „Textverarbeitung“: Hier besteht die Prüfung darin, in Microsoft Word Überschriften zu formatieren und ein Inhaltsverzeichnis zu erstellen. Auch das entspricht nicht dem, was man heute unter zukunftsorientierter Ausbildung verstehen würde.
Und die Prüfungsformate? Die sogenannten „Online-Prüfungen“ finden auf dem Campus statt. Alle Studierenden sitzen mit ihren Laptops im Lesesaal – und absolvieren dort ihre Online-Klausur. Eine zukunftsweisende Fachhochschule im Jahr 2025…
Auch an der obligatorischen Bachelorarbeit hält man weiterhin fest – ganz im Sinne des „innovativen“ Konzepts der FH Krems.
Was die Organisation betrifft: An manchen Freitagen hat man Veranstaltungen bis 21 Uhr, an anderen wiederum nur eine einzige Lehrveranstaltung am ganzen Tag. Die FH verweist darauf, dass nur eine begrenzte Anzahl an Freitagen und Samstagen für Lehrveranstaltungen zur Verfügung steht. In der Praxis entsteht daraus jedoch ein unausgewogenes und wenig durchdachtes Zeitmanagement.
Hinzu kommt, dass die Studierendengruppe äußerst heterogen ist: Einerseits gibt es Personen, die direkt nach der Matura ins berufsbegleitende Studium einsteigen – ohne jegliche Praxiserfahrung. Andererseits sitzen hier Menschen mit 10-20 oder mehr Jahren Berufserfahrung, teils über 40 Jahre alt. Dass beide Gruppen dasselbe Studienkonzept absolvieren sollen, kann nicht funktionieren. Wenn dieser Unterschied nicht erkannt wird, entstehen daraus Konstrukte wie das hier vorliegende.