Erfahrungsbericht
In Kooperation mit: University of Hertfordshire
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Teurer Einstieg mit viel Eigeninitiative
Ein Studium, das stark vom Engagement der Dozenten und der eigenen Disziplin lebt. Während die Organisation und die Struktur (selbst während Corona) vorbildlich waren, klafft zwischen den Studieninhalten und den tatsächlichen Anforderungen der Branche eine Lücke, die man für über 30.000 € so nicht erwarten würde.
Inhalt & Lehre
Der Start meines Game Art & Animation Studiums (Abschluss 2023) fiel in die Corona-Zeit. Hier hat das SAE Institute bewiesen, dass sie Organisation beherrschen: Der Wechsel ins Online-Format verlief reibungslos. Ein Highlight waren Dozenten mit echtem Branchen-Background (z. B. Entwickler von Moorhuhn oder Artists von Rise).
Aber: Die Qualität der Vorlesungen schwankte massiv.
- Problem: Viele Live-Vorlesungen waren langatmig und weniger informativ als kostenlose Tutorials auf YouTube oder LinkedIn Learning.
- Inkonsistenz: Je nachdem, ob man die Morgen- oder Abendsession besuchte, variierten die Inhalte.
- Vorschlag: Statt stundenlanger Live-Streams, bei denen die Konzentration flöten geht, wären produzierte On-Demand-Module mit den Kerninfos deutlich zeitgemäßer gewesen.
Betreuung & Organisation
Die Module waren klar strukturiert. Besonders positiv hervorzuheben ist die Transparenz bei den Projektbewertungen: Dank detaillierter Formulare wusste man immer genau, was für eine gute Note nötig war. Die Head Instructor und Assistenten vor Ort waren zudem jederzeit kompetente Ansprechpartner, wenn man aktiv auf sie zuging.
Berufsvorbereitung & Praxisbezug
Hier liegt der größte Kritikpunkt. Trotz Bachelor-Abschluss fühlte ich mich nicht "ready" für den Junior-Markt.
- Software-Lücke: Der Fokus liegt stark auf Maya, während viele kleinere Studios Blender voraussetzen.
- Mangelndes Portfolio-Coaching: Wichtige Fragen (Spezialisierung, Portfolio-Struktur, Marktanforderungen) blieben unbeantwortet.
- Tiefe: In Game Engines lernt man nur die Basics. Selbst drei Jahre nach dem Abschluss bin ich noch dabei, mir essenzielle Pipelines eigenständig zu erarbeiten.
Fazit: Preis-Leistung
Mit Kosten von über 30.000 € ist das Studium eine enorme Investition. Rückblickend kann ich es für diesen Preis leider nicht uneingeschränkt empfehlen. Wer die Disziplin besitzt, lernt über kostenlose Ressourcen oft mehr und praxisnäher.
Mein Tipp für angehende Spieleentwickler: Schaut euch eher den Programming-Studiengang an.
Inhalt & Lehre
Der Start meines Game Art & Animation Studiums (Abschluss 2023) fiel in die Corona-Zeit. Hier hat das SAE Institute bewiesen, dass sie Organisation beherrschen: Der Wechsel ins Online-Format verlief reibungslos. Ein Highlight waren Dozenten mit echtem Branchen-Background (z. B. Entwickler von Moorhuhn oder Artists von Rise).
Aber: Die Qualität der Vorlesungen schwankte massiv.
- Problem: Viele Live-Vorlesungen waren langatmig und weniger informativ als kostenlose Tutorials auf YouTube oder LinkedIn Learning.
- Inkonsistenz: Je nachdem, ob man die Morgen- oder Abendsession besuchte, variierten die Inhalte.
- Vorschlag: Statt stundenlanger Live-Streams, bei denen die Konzentration flöten geht, wären produzierte On-Demand-Module mit den Kerninfos deutlich zeitgemäßer gewesen.
Betreuung & Organisation
Die Module waren klar strukturiert. Besonders positiv hervorzuheben ist die Transparenz bei den Projektbewertungen: Dank detaillierter Formulare wusste man immer genau, was für eine gute Note nötig war. Die Head Instructor und Assistenten vor Ort waren zudem jederzeit kompetente Ansprechpartner, wenn man aktiv auf sie zuging.
Berufsvorbereitung & Praxisbezug
Hier liegt der größte Kritikpunkt. Trotz Bachelor-Abschluss fühlte ich mich nicht "ready" für den Junior-Markt.
- Software-Lücke: Der Fokus liegt stark auf Maya, während viele kleinere Studios Blender voraussetzen.
- Mangelndes Portfolio-Coaching: Wichtige Fragen (Spezialisierung, Portfolio-Struktur, Marktanforderungen) blieben unbeantwortet.
- Tiefe: In Game Engines lernt man nur die Basics. Selbst drei Jahre nach dem Abschluss bin ich noch dabei, mir essenzielle Pipelines eigenständig zu erarbeiten.
Fazit: Preis-Leistung
Mit Kosten von über 30.000 € ist das Studium eine enorme Investition. Rückblickend kann ich es für diesen Preis leider nicht uneingeschränkt empfehlen. Wer die Disziplin besitzt, lernt über kostenlose Ressourcen oft mehr und praxisnäher.
Mein Tipp für angehende Spieleentwickler: Schaut euch eher den Programming-Studiengang an.
- Organisation während der Pandemie, Branchennahe Dozenten, Klare Struktur in den Modulen, Kompetente Vor-Ort-Betreuung,
- Hohe Studiengebühren, Inkonsistente Lehrqualität, Mangelnde Berufsvorbereitung, Fehlende Tiefe, Didaktische Schwächen
Wie gut ist deine Hochschule digital aufgestellt?
Stärken: Organisation & Infrastruktur
- Krisenmanagement: Der Wechsel in den Online-Betrieb während Corona verlief reibungslos und professionell.
- Struktur: Die Bereitstellung von digitalen Formularen und klaren Bewertungsschemata sorgte für eine hohe Transparenz bei den Projekten.
- Archivierung: Vorlesungen wurden aufgezeichnet und von engagierten Dozenten sogar mit Lesezeichen/Zeitstempeln versehen, um die Navigation zu erleichtern.
Schwächen: Didaktik & Aktualität
- Veraltetes Format: Statt moderner On-Demand-Lösungen (vorproduzierte, kompakte Videos) wurde auf starre, oft langatmige Live-Streams gesetzt, die nicht vorgespult werden konnten.
- Inkonsistenz: Die Qualität und der Umfang der digitalen Lehre schwankten je nach Tageszeit (morgens vs. abends) der Vorlesung.
- Inhaltlicher Gap: Viele notwendige Fachkenntnisse mussten über externe digitale Plattformen (YouTube, LinkedIn Learning) statt über die hochschuleigenen Ressourcen erworben werden.
- Software-Fokus: Die digitale Ausbildung konzentriert sich stark auf Maya, während der Markt (besonders kleinere Studios) digital bereits stark auf Blender setzt.
Fazit zur Digitalisierung:
Die Hochschule beherrscht die digitale Verwaltung und den Online-Betrieb sehr gut. Die digitale Lehre selbst wirkt jedoch stellenweise träge und nutzt das Potenzial moderner E-Learning-Methoden (wie kuratierte Video-Module) nicht voll aus, was bei einem technikfokussierten Studiengang enttäuschend ist.
- Krisenmanagement: Der Wechsel in den Online-Betrieb während Corona verlief reibungslos und professionell.
- Struktur: Die Bereitstellung von digitalen Formularen und klaren Bewertungsschemata sorgte für eine hohe Transparenz bei den Projekten.
- Archivierung: Vorlesungen wurden aufgezeichnet und von engagierten Dozenten sogar mit Lesezeichen/Zeitstempeln versehen, um die Navigation zu erleichtern.
Schwächen: Didaktik & Aktualität
- Veraltetes Format: Statt moderner On-Demand-Lösungen (vorproduzierte, kompakte Videos) wurde auf starre, oft langatmige Live-Streams gesetzt, die nicht vorgespult werden konnten.
- Inkonsistenz: Die Qualität und der Umfang der digitalen Lehre schwankten je nach Tageszeit (morgens vs. abends) der Vorlesung.
- Inhaltlicher Gap: Viele notwendige Fachkenntnisse mussten über externe digitale Plattformen (YouTube, LinkedIn Learning) statt über die hochschuleigenen Ressourcen erworben werden.
- Software-Fokus: Die digitale Ausbildung konzentriert sich stark auf Maya, während der Markt (besonders kleinere Studios) digital bereits stark auf Blender setzt.
Fazit zur Digitalisierung:
Die Hochschule beherrscht die digitale Verwaltung und den Online-Betrieb sehr gut. Die digitale Lehre selbst wirkt jedoch stellenweise träge und nutzt das Potenzial moderner E-Learning-Methoden (wie kuratierte Video-Module) nicht voll aus, was bei einem technikfokussierten Studiengang enttäuschend ist.
Kommentar der Hochschule