Geprüfte Bewertung

Definitiv herausfordernd ohne Aalener Bachelor!

Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)

Geprüfte Bewertung
  • Studieninhalte
    4.0
  • Dozenten
    3.0
  • Lehrveranstaltungen
    3.0
  • Ausstattung
    3.0
  • Organisation
    2.0
  • Digitales Studieren
    5.0
  • Gesamtbewertung
    3.3
Wer sich nach einem eher breit aufgestellten Bachelor in Chemie oder vergleichbaren Naturwissenschaften nach einem Master mit Spezialisierung auf Analytische Chemie sehnt, kommt bei der Suche in ganz Deutschland nicht an der Hochschule Aalen vorbei. Die Homepage und auch der persönliche Kontakt mit einigen Professoren ist vielversprechend, doch kann der Masterstudiengang Analytische und Bioanalytische Chemie diese Erwartungen erfüllen und sich ein Wechsel zum Master nach Aalen wirklich lohnen?

Dazu gibt es von mir ein eindeutiges Jein! Zunächst wird einem klar, dass die Fakultät Chemie wirklich sehr klein ist und Vorlesungen eher an Schulstunden im Klassenverband erinnern und nicht mit proppenvollen Hörsälen zu vergleichen sind. Dies kann dem persönlichen Kontakt zu Kommilitonen und Professoren allerdings durchaus zuträglich sein. Das Angebot an chemisch analytischen Lehrveranstaltungen ist groß und lässt zunächst keine Wünsche offen. Allerdings fällt nach einiger Zeit auf, dass Lehrveranstaltungen eher an die persönlichen Vorlieben der Dozenten angepasst sind als an aktuelle methodische Fortschritte oder an Bedürfnisse der Studierenden. So wird beispielsweise im Modul Spektroskopische Methoden die Modulbeschreibung vollständig auf den Kopf gestellt und das Modul eher in einen Kristallographie Grundkurs umgewandelt und moderne spektroskopische Methoden zur Element- und Oberflächenanalytik fast gänzlich ignoriert. Aber zum Glück ist dies nicht bei allen Lehrveranstaltungen der Fall.
Sind die Vorlesungen im Modul des Schreckens für alle Nicht-Kristallographie Liebhaber überstanden stehen die Prüfungen an. Hierzu ist es wichtig zu wissen, dass eigentlich alle schriftlichen Modulprüfungen als Block von drei Einzelprüfungen vorgesehen sind, was bei teils schon recht unterschiedlichen Fächern (z.B. Nanomaterialen und Bioorganische Chemie) den Studierenden schon einiges abverlangt, aber noch machbar ist. Was es Studierenden allerdings noch zusätzlich erschwert, ist die zeitliche Aufteilung der einzelnen Prüfungsteile, was vornehmlich auf mangelnde Absprachen zwischen den Dozenten zurückzuführen ist und wobei gerade die eigentlich kleinen Prüfungsteile den Zeitrahmen deutlich sprengen.
Eine wirkliche Frechheit allerdings ist es den Studierenden in der Vorlesung explizit mitzuteilen, welche Inhalte prüfungsrelevant sind und welche nicht Teil der Prüfung sein werden, dann in der Prüfung aber genau diese explizit als prüfungsirrelevant bezeichneten Inhalte abzufragen. Wenn der Professor diese Inhalte abfragen möchte ist das kein Problem, wenn er diese zuvor nicht ausschließt oder einfach keine engere Eingrenzung des Prüfungsinhalts vornimmt. In diesem Fall empfinde ich es allerdings als vorsätzliche Irreführung!
Wenn man sich mit der Zeit aber an diese Eigenheiten der Professoren gewöhnt hat, ist es durchaus möglich die eigentlich doch sehr interessanten und vielfältigen analytischen Inhalte des Masterstudiengangs zu genießen. Auch die hochschulinternen Projektarbeiten können dazu beitragen das Gemüt wieder zu beruhigen, da hier in familiärer Atmosphäre eigenständig an aktuellen Projekten und Methoden gearbeitet werden kann. Insbesondere ist hier die aktuelle Forschung im Bereich der Kapillarelektrophorese und deren Kopplung mit massenspektrometrischen Detektoren zu nennen. Und wem das noch nicht genug ist, der kann sein Portfolio im Rahmen einer externen Masterarbeit abrunden und je nach Wunsch Inhalte vertiefen die in den Lehrveranstaltungen vielleicht zu kurz kamen. So habe ich für mich entschieden die mir persönlich fehlende Spektroskopie Vorlesung mit einer Masterarbeit im Bereich IR, Raman und modernster Nanospektroskopie zu komplettieren.
Alles in allem ist jeder selbst seines Glückes Schmid, der Master Analytische und Bioanalytische Chemie in Aalen kann aber durchaus ein geeignetes Sprungbrett darstellen und lässt seine Absolventen auch beim Berufseinstieg nicht allein.
  • Viel Analytik in familiärer Atmosphäre
  • Kommunikation zwischen den Dozenten, Kristallographie Modulschwindel

Pascal hat 1 Frage aus unserer Umfrage beantwortet

Verglichen wird die Aussage des Rezensenten mit den Angaben der Kommilitonen des Studiengangs.
  • Gibt es ausreichend Sitzplätze in den Hörsälen?
    Ich habe nie ein Problem damit, einen Sitzplatz im Hörsaal zu finden.
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Aktuelle Bewertungen zum Studiengang

5.0
Nadine , 11.02.2021 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)
4.6
Jasmin , 03.02.2021 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)
4.7
Thomas , 07.10.2020 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)
4.5
Pia , 15.09.2020 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)
4.6
Henry , 20.05.2020 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)
4.5
Erwin , 20.03.2020 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)
3.8
Anja , 10.11.2019 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)
4.7
Hongfei , 12.03.2019 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)
4.5
Lukas , 16.05.2018 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)
4.0
Liesa , 05.05.2018 - Analytische und Bioanalytische Chemie (M.Sc.)

Über Pascal

  • Alter: 24-26
  • Geschlecht: Männlich
  • Abschluss: Ja
  • Studiendauer: 4 Semester
  • Studienbeginn: 2019
  • Studienform: Vollzeitstudium
  • Standort: Campus Beethovenstraße
  • Schulabschluss: Abitur
  • Weiterempfehlung: Ja
  • Geschrieben am: 23.12.2021