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Hamburg, München oder Köln – In diesen Städten brauchst Du als Student reiche Eltern

Jennifer Siebert

Der Monat ist noch lange nicht zu Ende und Dein Kühlschrank ist schon leer, weil das Konto nicht mehr hergibt? Dann studierst Du vielleicht in München, Hamburg oder Köln. Denn in diesen Städten ist Studieren besonders teuer. Nicht nur die Wohnungsmieten, sondern auch die Lebenshaltungskosten fressen Dein Budget schnell auf. Geld für Freizeitaktivitäten oder schicke Klamotten bleibt da nur wenig. Wer sich ein angenehmes Leben in den zehn teuersten Studentenstädten machen will, sollte also entweder reiche Eltern oder einen guten Nebenjob haben. Denn nur mit Bafög und Co. kann es in diesen 10 Städten schwer werden, das Studentenleben zu finanzieren.

Diese zehn deutschen Studentenstädte sind besonders teuer

Besonders teuer leben die Studenten in Baden-Württemberg. Immerhin die Hälfte der Plätze belegen baden-württembergische Universitätsstädte wie Konstanz oder Stuttgart. Hier kann froh sein, wer während des Studiums noch bei den Eltern wohnen und sich den durchschnittlichen WG-Zimmer-Preis von 350 € sparen kann. Außerdem besonders teuer sind die folgenden Städte:

Platz 1: München

Schickeria, FC Bayern und zahlreiche Sehenswürdigkeiten – München zieht nicht umsonst in Scharen Promis und Reiche an. Und das spiegelt sich auch bei den Lebenshaltungs- und Mietkosten wieder. Unglaubliche 500 € kostet normalerweise ein WG-Zimmer. Wer in München studieren möchte, muss in der Regel jeden Monat 890 € aufbringen, um die Lebenshaltungskosten decken zu können. Das sind rund 100 € mehr, als der deutsche Durchschnittstudent zum Leben braucht.

Platz 2: Hamburg

MünchenReinhard Kraasch via Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0

Auch Hamburger Studenten haben es schwer, denn das Leben an Elbe und Alster hat seinen Preis. In der beliebten Medienstadt schlagen vor allem die horrenden Mietpreise zu buche. 400 € musst Du hier meist für ein einfaches WG-Zimmer berappen.

Platz 3: Frankfurt am Main

Frankfurt ist ähnlich teuer wie Hamburg. Da der Hochschulstandort gerade bei ausländischen Studierenden sehr beliebt ist, schnellen die Wohnungspreise zunehmend in die Höhe. 400 € sind auch hier der Durchschnittsmietpreis für ein WG-Zimmer.

Platz 4: Köln

Köln© Raimond Spekking via Wikimedia CommonsCC BY-SA 4.0

Kölsche Lebensfreude und tolerante Ansichten – kein Wunder, dass viele ihre Studienzeit in Köln verbringen wollen. Die Stadt zählt schließlich zu den beliebtesten Partyhochburgen im Rheinland. 870 € musst Du jeden Monat etwa aufbringen, wenn Du in der pulsierenden Metropole am Rhein studieren möchtest. Für ein WG-Zimmer zahlst Du durchschnittlich 360 €.

Platz 5: Heidelberg

HeidelbergAckerboy via Wikimedia Commons, Public Domain

Eine Wohnung mit Blick auf den Neckar oder in der malerischen Altstadt, das ist der Traum vieler Heidelberger Studenten. Für einige sieht die Realität aber anders aus: 830 € kostet hier das Leben pro Monat. Da bleibt häufig nur, eine günstigere Wohnung in einem der Außenbezirke zu beziehen. Die nur 150.000 Einwohner zählende Großstadt ist damit die teuerste Studentenstadt in Baden-Württemberg.

Platz 6: Konstanz

Am Wochenende auf dem Bodensee segeln oder mal eben in die nahegelegenen Alpen zum Wandern – ein Studium in Konstanz bringt auch immer etwas Urlaubsfeeling mit sich. Mit einem durchschnittlichen WG-Mietpreis von 345 € und monatlichen Lebenshaltungskosten in Höhe von 820 € ist die Stadt am Bodensee im Vergleich zu München schon fast günstig.

Platz 7: Freiburg

Bei Freiburg im Breisgau denkst Du an idyllische Weinberge und lange Abende in einer Kneipe auf dem Münsterplatz? Studenten in Freiburg können ihre Freizeit genießen. Zwar sind hier die Mietkosten mit 350 etwas höher als in anderen Städten, dafür sind andere Ausgaben aber leicht niedriger. Mit 820 € im Monat können es sich Studenten hier durchaus gut gehen lassen.

Platz 8: Stuttgart

Ebenfalls 820 € sind monatlich in Stuttgart fällig. Trotz 360 € WG-Miete, aber dafür weniger Ausgaben für Lebensmittel und öffentlichen Nahverkehr, liegt die vierte Stad aus Baden-Württemberg nur auf Platz 8 der teuersten Studentenstädte.

Platz 9: Berlin

BerlinBleppo via Wikimedia Commons, Public Domain

Multikulti, hervorragende Universitäten und Party bis zum Morgengrauen - lange Zeit galt Berlin als günstige Alternative zu teuren Studentenstädten wie Hamburg oder München. Diese Zeiten haben sich aber leider geändert: Ein Berliner WG-Zimmer ist mittlerweile selten unter 335 € zu haben.

Platz 10: Tübingen

Als Standort einer Exzellenz-Uni hat Tübingen einen hervorragenden Ruf. Das führt aber auch dazu, dass in der kleinen Unistadt das Wohnungsangebot knapp wird und die Mieten steigen. Da machen 350 € für ein WG-Zimmer schon einen großen Teil des monatlichen Durchschnittbudgets von 800 € aus.

Auch andere Städte haben natürlich schöne Unis

Wer keine reichen Eltern hat, muss aber nicht auf sein Studium verzichten. Denn auch andere Städte in Deutschland haben hervorragende Universitäten. Besonders in Ostdeutschland bieten zahlreiche Universitätsstädte einen hohen Lebensstandard. Und das zu sehr günstigen Preisen. Warum also nicht überfüllte Massenunis in den bekannten Großstädten meiden und lieber das gesparte Geld in Leipzig oder Dresden in die wichtigen Dinge des Lebens investieren: zum Beispiel in Partys, Shopping oder Kinobesuche!

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