Viele Unternehmen erhalten tagtäglich eine Flut an Bewerbungen und haben daher gar nicht die Zeit, alle bis ins Detail durchzusehen. So entscheiden häufig Kleinigkeiten darüber, ob Deine Bewerbung bei Deinem Wunscharbeitgeber Erfolg hat oder frühzeitig im Müll landet. Damit Du auf Anhieb einen positiven Eindruck hinterlässt, erklären wir Dir, worauf es bei einem guten Lebenslauf ankommt.

Der Lebenslauf als Teil Deiner Bewerbung

Möchtest Du Dich für ein Praktikum beziehungsweise einen Nebenjob im Studium bewerben oder nach Deinem Abschluss den Berufseinstieg angehen, benötigst Du eine optisch ansprechende Bewerbungsmappe, ein Bewerbungsschreiben sowie einen Lebenslauf. Auf letzteren solltest Du besonders großen Wert legen, denn viele Arbeitgeber richten ihr Hauptaugenmerk auf diesen Teil Deiner Bewerbung. Zugleich nehmen sich Personaler dafür nur um die 40 Sekunden Zeit. Einen gelungenen Lebenslauf zeichnet dabei seine formale wie inhaltliche Qualität aus. Du solltest also einerseits gewisse Design-Standards berücksichtigen und Dir andererseits gut überlegen, welche Aufgaben und Tätigkeiten aus Deinen bisherigen Stationen einen guten Eindruck machen sowie zur Jobbeschreibung passen.

Welche Informationen gehören in Deinen Lebenslauf?

Mit einem Lebenslauf stellst Du Deinem potenziellen Arbeitgeber Dich und Dein bisheriges (Arbeits-)Leben vor. Dabei sollte es allerdings nicht Dein Ziel sein, Deinen Lebenslauf so voll wie möglich zu packen und möglichst viele Seiten zu füllen. Es gibt zwar Pflichtinformationen zur Schulbildung und Arbeitserfahrung, aber Du musst beispielsweise nicht jeden absolvierten Sprachkurs und jedes Austauschprogramm im Ausland angeben. Vielmehr wirfst Du vorab einen genauen Blick in die Stellenbeschreibung, um zu erfahren, welche fachlichen sowie persönlichen Voraussetzungen und Erwartungen das Unternehmen an Dich stellt. Danach kannst Du Prioritäten setzen und bestimmte Kenntnisse oder Interessen hervorheben. Denn nur was relevant für Deinen zukünftigen Job ist oder sehr wahrscheinlich sein könnte, hilft Dir bei der Bewerbung auch wirklich weiter. Allgemein sollte Dein Lebenslauf diese Informationen umfassen:

  • Bewerbungsfoto & persönliche Daten
  • Beruflicher Werdegang
  • Bildungsweg/Ausbildung
  • Praxiserfahrung
  • Besondere Kenntnisse
  • Hobbys & Interessen
  • Ort, Datum und Unterschrift

Lasse Dir einen professionellen Lebenslauf erstellen

Falls Du Dir unsicher bist, ob Deine Bewerbung gut genug ist, um Deinen Wunscharbeitgeber von Dir zu überzeugen, so kannst Du professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. Verschiedene Unternehmen bieten Dir online die Möglichkeit, Deinen Lebenslauf, Dein Anschreiben und sogar Deine vollständige Bewerbung fachmännisch zu überarbeiten. Verfügst Du als Studi noch über vergleichsweise wenig Berufserfahrung, so erstellen Dir “Die Bewerbungsschreiber” einen Lebenslauf, der speziell auf Dein Erfahrungslevel und den Berufseinstieg zugeschnitten ist.

Bewerbungsfoto & persönliche Daten

Dein Lebenslauf beginnt am oberen rechten Rand der Seite mit einem Bewerbungsfoto. Auch wenn es gerade für Dich als Studi oder junger Berufseinsteiger viel Geld kostet, so kommst Du nicht um einen Besuch in einem professionellen Fotostudio herum. Denn es ist wichtig, dass das Foto Dich sowohl sympathisch als auch seriös darstellt. Was genau Du anziehst und ob du darauf lächelst, hängt von den Gepflogenheiten der Branche ab, für die Du Dich bewirbst. Im Zweifelsfall gilt: Verzichte lieber auf ein Foto, als eines mit mäßiger Qualität für Deinen Lebenslauf zu verwenden.

Weitere wichtige Tipps für das perfekte Bewerbungsfoto erhältst Du in diesem Video.

Statt “Lebenslauf” als Überschrift zu schreiben, kannst Du alternativ direkt Deinen Namen nennen. Denn dass es sich um einen Lebenslauf handelt, ist durch den Aufbau direkt zu erkennen. An persönlichen Daten gibst Du Deinen Namen, Deine Wohnadresse, Telefonnummer, Deinen Geburtstag sowie Geburtsort und eine seriöse E-Mail-Adresse an. Deine E-Mail-Kennung entwirfst Du am besten nach dem Muster “vorname.nachname@”.

Beruflicher Werdegang

Nach den allgemeinen Informationen zu Deiner Person startest Du in der Regel mit Deinen bisherigen Arbeitsstellen. Diese sowie alle anderen beruflichen wie schulischen Stationen ordnest Du am besten antichronologisch an, so dass der Adressat Deiner Bewerbung Deine letzte Tätigkeit zuerst sieht. Du gibst darüber Auskunft, was für eine Position Du in welchem Unternehmen zu dem genannten Zeitraum ausgeübt hast. Anschließend nennst Du in maximal 5 Bullet Points wichtige Aufgaben und etwaige Erfolge, die Du in dieser Zeit erzielt hast. Wenn Du als Studierender oder frischgebackener Absolvent einer Ausbildung noch über wenig Berufserfahrung verfügst, ist es empfehlenswert, den inhaltlichen Teil Deines Lebenslaufs direkt mit dem Bildungsweg zu beginnen. Platz für Praktika und andere kleinere Nebentätigkeiten findet sich noch weiter unten.

Bildungsweg/Ausbildung

Abgesehen von der Grundschule listest Du hier alle Schulen, Betriebe Deiner Ausbildung und Hochschulen auf, die Du in einem Zeitraum besucht hast. Du nennst erreichte Abschlüsse zusammen mit dem Titel einer etwaigen Abschlussarbeit und gibst die jeweilige Note an. Hast Du noch einige Monate oder Hochschulsemester vor Dir, teilst Du mit, wann Du ungefähr fertig bist und was Dein angestrebter Abschluss ist. Was Du im Studium Passendes zur beworbenen Stelle gelernt hast, kannst Du ebenfalls in Deinem Lebenslauf anführen. Denn allein anhand des Studiengangsnamens ist nicht direkt erkennbar, welches Wissen Du erworben hast.

Praxiserfahrung

Als Berufseinsteiger oder Studierender hält sich Deine bisherige Arbeitserfahrung sehr wahrscheinlich in Grenzen. Daher sind Angaben zu Deinen absolvierten Praktika und anderen Nebentätigkeiten umso wichtiger, gerade wenn diese einen Bezug zum ausgeschriebenen Job haben. Möchtest Du beispielsweise als Redakteur arbeiten, hilft es Dir enorm weiter, wenn Du ein Praktikum bei einer Zeitung vorweist. Selbst kleinere Arbeiten wie das Aushelfen im Laden Deiner Eltern können in Deinem Lebenslauf wichtig sein.

Dieses Video zeigt Dir, ob Lücken in Deinem Lebenslauf ein Problem sind und wie Du mit diesen umgehst.

Besondere Kenntnisse

Über welche nützlichen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügst Du noch? Sprichst Du verschiedene Sprachen oder beherrschst Du Word, PowerPoint, Excel oder eine Programmiersprache wie Java oder C++? Auch hier gilt hier für Dich, je relevanter Deine weiteren Talente für die ausgeschriebene Stelle sind, desto erfolgreicher bist Du mit Deinem Lebenslauf. Hast Du beispielsweise Deine eigene Website programmiert, sammelst Du bei einer Bewerbung in der IT-Branche Pluspunkte. Weiterbildungen oder sonstige bescheinigte Zusatzqualifikationen machen sich hier ebenfalls sehr gut.

Hobbys & Interessen

Hobbys und Interessen zu nennen, ist zwar kein Muss, aber durch sie gewinnt Dein Arbeitgeber einen guten Eindruck von Deiner Persönlichkeit. Nicht zuletzt stellt dieser sich die Frage, ob Du menschlich ins Team passt. Achte daher in diesem Bereich auf aussagekräftige Formulierungen. Hobbys wie Bücher lesen oder Sport treiben erscheinen eher nichtssagend. Passive Interessen wie Netflix schauen solltest Du in Deinem Lebenslauf lieber weglassen, da hier keine Eigeninitiative gefragt ist. Auch wenn Deine Freizeitaktivitäten nicht unbedingt zum jeweiligen Job oder Branche passen, können sie positiv auffallen. Trainierst Du beispielsweise für einen Marathon, signalisierst Du Disziplin und Ausdauer, um auch schwierige Ziele zu erreichen.

Darüber hinaus hast Du in dieser Rubrik Platz, um auf mögliche Ehrenämter und wohltätige Engagements einzugehen. Bei einer Bewerbung im pädagogischen oder sozialen Bereich punktest Du, wenn Du zum Beispiel Geflüchtete bei Behördengängen unterstützt.

Layout & Design: Diese Formalitäten braucht Dein Lebenslauf

Wenn Du für eine Bewerbung Deinen Lebenslauf erstellst, solltest Du außerdem bestimmte Standards im Design und Layout wie die Schriftart, Schriftgröße oder die maximale Seitenlänge unbedingt berücksichtigen. Auf diese Weise stellst Du sicher, dass Dein Lebenslauf grundsätzlich einen seriösen und ansprechenden Eindruck hinterlässt. Am besten machst Du Dir während der Anfertigung noch einmal bewusst, dass Dein Gegenüber nur sehr wenig Zeit für Deine Unterlagen zur Verfügung hat. Dementsprechend gestaltest Du das Layout Deines Lebenslaufes nicht zu verspielt, sondern in der Regel schlicht und übersichtlich, damit der Personaler alle Informationen schnell findet. Eine Ausnahme bilden hierbei natürlich Bewerbungen für kreative Berufe wie zum Beispiel Modeschaffende. Hier kannst Deinen Sinn für Ästhetik schon mit der Gestaltung des Lebenslaufes unter Beweis stellen.

Wie genau Du Schritt für Schritt Deinen Lebenslauf in Word erstellst, zeigt Dir diese Video-Anleitung.

Am besten ordnest Du Deine persönlichen Daten und alle Informationen zu Deinem Werdegang tabellarisch an. Ein ausformulierter Text ist heutzutage nicht mehr gefragt. Tabellarisch bedeutet, dass Du den Zeitraum einer Tätigkeit oder eines Schulbesuchs am linken Zeilenrand mit Monat und Jahreszahl nennst und dann rechtsbündig das jeweilige Unternehmen beziehungsweise die Schule auflistest. Was die Länge Deines Lebenslaufes angeht, so gelten 2 DIN-A4-Seiten für Dich als Maximum. Eine gut leserliche Schriftart mit der Mindestgröße 11 oder 12 ist ebenfalls wichtig. Statt dem altbekannten Times New Roman verwendest Du besser die modernen Alternativen Garamond, Calibri oder Cambria. Die Überschriften zu den einzelnen Abschnitten kannst Du hervorheben, solange Du darauf achtest, dass Du Fett- und Kursivdruck sowie Unterstreichungen einheitlich und in Maßen nutzt. In der Regel genügt eine dieser drei Hervorhebungen.

Tipp: Möchtest Du Deinem Lebenslauf etwas Farbe verleihen, so nimmst Du am besten die Farbe der Firma, bei der Du Dich bewirbst. So zeigst Du auf einfache Weise, dass Du Dich genauer mit dem Unternehmen auseinandergesetzt und Deine Bewerbung auf diese zugeschnitten hast.

Checkliste - Erfüllt Dein Lebenslauf die Standards?

Abschließend geben Dir wir noch einmal einen schnellen Überblick über die wichtigsten Standards, die Du bei der Erstellung Deines Lebenslaufes unbedingt berücksichtigen solltest. Natürlich ist nicht jedes gestalterische Detail in Stein gemeißelt, aber so vermeidest Du, dass Dein potenzieller Arbeitgeber Deine Unterlagen vorschnell wegen formaler Fehler oder anderer offensichtlicher Mängel aussortiert.

  • Maximal 2 DIN-A4-Seiten lang
  • Schriftgröße mindestens 11 beziehungsweise 12
  • Moderne Schriftart wie Garamond oder Calibri
  • Hochwertiges Bewerbungsfoto eines Fotostudios
  • Hervorhebungen einheitlich und in Maßen
  • Übersichtliche Gliederung & tabellarische Anordnung
  • Aufgaben & Tätigkeiten passend zur Stelle genannt
  • Größere zeitliche Lücken mit Erklärungen gefüllt

Möchtest Du es nicht riskieren, für Deine Traumstelle eine Absage wegen einer mangelhaften Bewerbung zu erhalten, kannst Du Dir außerdem einen professionellen Lebenslauf erstellen lassen.