Duales Studium
Luft- und Raumfahrttechnik
6 bis 8 Semester
Bachelor
3 Fachhochschulen

Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik

Flugzeuge und die Raumfahrt faszinieren Dich schon immer und Du möchtest in diesem Bereich im wahrsten Sinne des Wortes beruflich durchstarten? Ein duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik gibt Dir die Möglichkeit, nicht nur die notwendigen theoretischen Kenntnisse an der Hochschule zu erlangen, sondern das erworbene Wissen gleichzeitig in einem Unternehmen anzuwenden. Dabei lernst Du, wie Du Flug- und Raumfahrzeuge, aber auch Satelliten konstruierst, entwickelst sowie wartest. Je nach Studiengang besteht für Dich auch die Option, eine Pilotenausbildung zu absolvieren. Im Anschluss an Dein Studium stehen Dir in dem wachsenden Sektor national und international die Türen offen. Durch die hohe Nachfrage nach gut ausgebildeten Ingenieuren in den kommenden Jahren, kannst Du insgesamt guten Berufsaussichten entgegenblicken.

Wie läuft das duale Studium Luft- und Raumfahrttechnik ab?

Ein duales Studium bietet Dir eine Reihe von Vorteilen. Parallel zum Unterricht in Deiner Hochschule sammelst Du nicht nur wertvolle Praxiserfahrung, sondern Du erhältst zudem eine monatliche Vergütung von Deinem Arbeitgeber, mit welcher Du Dir Dein Studium finanzieren kannst. Das duale Studium Luft- und Raumfahrttechnik verläuft üblicherweise nach dem Blockmodell. Das bedeutet, dass Du mehrere Wochen oder Monate abwechselnd an der Partnerhochschule oder im Betrieb verbringst.

Je nach Bildungsinstitut studierst Du praxisintegrierend oder ausbildungsintegrierend. Bei erstgenannter Studienform durchläufst Du ein Langzeitpraktikum in einem kooperierenden Unternehmen Deiner Wahl. Entscheidest Du Dich für die ausbildungsintegrierende Variante, absolvierst Du ergänzend zum Hochschulstudium eine Berufsausbildung beispielsweise zum

  • Industriemechaniker
  • Technischen Produktdesigner
  • Technischen Systemplaner

oder zum Piloten - indem Du eine Verkehrsflugzeugführerlizenz (ATPL - Airline Transport Pilot Licence) erwirbst. Im Falle einer zusätzlichen Ausbildung beginnst Du damit bereits ein Jahr vor Studienantritt. Nach etwa 3 bis 3,5 Jahren schließt Du diese mit der finalen Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab. Als angehender Pilot beendest Du hingegen zunächst nach 3 Jahren Dein Studium, bevor Du Dich Deiner Qualifizierung zum Berufspiloten widmest. Egal, für welchen Weg Du Dich entscheidest - Im letzten Semester Deines Studiums steht für Dich die Bachelorarbeit an, bei welcher Du Dich einer Problemstellung in Deinem Unternehmen wissenschaftlich näherst. Bis Du letztlich den akademischen Grad des Bachelor of Science (B.Sc.) oder Bachelor of Engineering (B.Eng.) erlangst, dauert es insgesamt 6 bis 8 Semester.

4 Duale Studiengänge

Luft- und Raumfahrttechnik
HM - Hochschule München (München)
Bachelor of Science
7 - 8 Semester
3.7
100%
Luft- und Raumfahrttechnik – Luft- und Raumfahrtelektronik
DHBW - Duale Hochschule Baden-Württemberg (Friedrichshafen)
Bachelor of Engineering
6 Semester
4.2
100%
Flugbetriebstechnik mit Verkehrspilotenausbildung
FH Aachen (Aachen)
Bachelor of Engineering
7 Semester
3.4
100%
Luft- und Raumfahrttechnik – Luft- und Raumfahrtsysteme
DHBW - Duale Hochschule Baden-Württemberg (Friedrichshafen)
Bachelor of Engineering
6 Semester
3.2
100%

Was erwartet mich in meinem Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik?

Während Dich Dein Ausbildungsleiter dabei unterstützt, Dein Wissen praktisch anzuwenden und Berufserfahrung zu sammeln, eignest Du Dir an der Hochschule die nötigen theoretischen Kenntnisse dazu an. Zu Beginn beschäftigst Du Dich mit Modulen wie Ingenieurmathematik, Elektrotechnik, Physik, Technische Mechanik oder Werkstoffkunde, bevor Du Dich mit folgenden Themen auseinandersetzt:

  • Konstruktionslehre
  • Flugzeug- und Raumfahrtsysteme
  • Leichtbau
  • Flugantriebe
  • Aerodynamik

Darüber hinaus arbeitest Du Dich in die Messtechnik ein, bei welcher Du mithilfe spezieller Geräte unter anderem die physikalischen Größen Kraft, Druck oder Zeit ermittelst. Wie sich Wärme in mechanische Arbeit umwandeln lässt, lernst Du wiederum in Thermodynamik, auch als Wärmelehre bezeichnet. Absolvierst Du eine Pilotenausbildung, befasst Du Dich zusätzlich mit dem Luftrecht, der Navigation und erhältst einen Einblick in die Meteorologie, die unter anderem der Frage nach dem Klima sowie dem Wetter nachgeht.

Abhängig vom Bildungsinstitut hast Du die Möglichkeit, Dich durch Wahlpflichtmodule oder Vertiefungen auf eine fachliche Richtung zu spezialisieren. Dabei besteht für Dich beispielsweise die Option, Dich für Luft- und Raumfahrtelektronik, Hydraulik oder Raumfahrtantriebe zu entscheiden. Falls Du es in Erwägung ziehst, im Ausland zu arbeiten, bieten Dir die meisten Hochschulen auch die Chance, ein Semester außerhalb von Deutschland zu verbringen. Du möchtest mehr Informationen zum Ablauf und den Inhalten erhalten? Dann wirf doch gerne noch einen Blick in unseren Studiengangstext Luft- und Raumfahrttechnik.

Welche Aufgaben kommen in meinem Unternehmen auf mich zu?

Je nach Unternehmen lernst Du während Deiner Praxisphasen verschiedene Abteilungen kennen. Grundsätzlich vermitteln Dir Deine Ausbildungsleiter, wie Du Flugzeuge, Hubschrauber oder Satelliten entwickelst und konstruierst, aber im Gegenzug auch wartest sowie reparierst. Darüber hinaus beschäftigst Du Dich ebenfalls mit der Optimierung von Bauteilen und eignest Dir das nötige Wissen an, um Fertigungsprozesse zu konzipieren sowie zu kontrollieren. Dabei arbeitest Du zunächst eng mit Deinem Vorgesetzten zusammen und übernimmst im Laufe der Zeit eigenständig Projekte.

Absolvierst Du zusätzlich zum Studium eine Berufsausbildung, richten sich Deine Aufgaben stärker nach dem jeweiligen Berufszweig. Als Industriemechaniker beispielsweise kümmerst Du Dich hauptsächlich um die Funktionalität technischer Anlagen beziehungsweise von Maschinen. Du trägst vor allem Verantwortung für ihre Wartung und Instandhaltung. Auch für den Fall eines Defektes eignest Du Dir ausreichend Wissen an. So bist Du in der Lage, den Fehler zu finden und bei Bedarf Reparaturen durchzuführen. Benötigst Du dafür bestimmte Bauteile, ist das für Dich kein Problem. Denn Du beherrscht mit der Zeit die wichtigsten Techniken der Metallbearbeitung wie Schleifen, Drehen oder Schweißen, um diese herzustellen.

Möchtest Du hingegen die Maschinen, Anlagen oder Fahrzeuge in Fabriken lieber konstruieren und designen, triffst Du mit der Ausbildung zum Technischen Produktdesigner ins Schwarze. Die Entwürfe und Gestaltungen erstellst Du hauptsächlich mithilfe eines 3D-Computerprogramms. Zusätzlich lernst Du, wie Du Werkstoffe sowie Montagetechniken unterscheidest und gezielt auswählst.

Durchläufst Du zusätzlich zum Studium eine Pilotenausbildung, steht für Dich vor allem das Fliegen lernen im Vordergrund. Daher verbringst Du viel Zeit im Flugsimulator, wo Du insbesondere schwierige Situationen beim Start sowie der Landung übst und dabei alle Instrumente des Cockpits im Blick behältst.

Welche Unternehmen bieten ein duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik an?

  • Flugzeughersteller
  • Fluggesellschaften
  • Anbieter für Wartungs-, Überholungs- und Reparaturservices in der Luftfahrtindustrie
  • Technologieunternehmen für Verteidigungs- und Sicherheitselektronik
  • Hersteller für Aerotechnik

Wie kann ich mich für ein duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik bewerben?

Möchtest Du ein duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik beginnen, startest Du in der Regel mit einer Bewerbung, die Du an Dein Wunschunternehmen sendest. Dieses findest Du entweder über die Datenbank der kooperierenden Hochschule oder in Stellenangeboten auf verschiedenen Jobportalen im Internet. Zu Deinen benötigten Unterlagen zählen ein Anschreiben, Dein Lebenslauf und Deine letzten Schulzeugnisse. Kannst Du bereits Erfahrung in Form von Praktika oder einer Berufsausbildung vorweisen, legst Du entsprechende Belege ebenfalls bei.

Ist Dein künftiger Arbeitgeber von Dir angetan, erhältst Du üblicherweise eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch und möglicherweise einem Auswahlverfahren. Mit Deinem Arbeitsvertrag in der Tasche wendest Du Dich im nächsten Schritt an die Partnerhochschule. Erfüllst Du alle notwendigen Voraussetzungen dafür, ist Dir der Studienplatz sicher.

Welche Voraussetzungen bringe ich mit?

Für die Zulassung zum dualen Studium Luft- und Raumfahrttechnik benötigst Du das Abitur, die Fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Verfügst Du über letztgenannten Abschluss, steht für Dich unter Umständen eine gesonderte Prüfung an. Weiterhin bist Du mit einer Aufstiegsfortbildung beispielsweise zum Meister, Fach- oder Betriebswirt berechtigt, dual zu studieren. Beruflich Qualifizierte mit einer 2-jährigen Berufsausbildung sowie einer anschließenden 3-jährigen Tätigkeit erfüllen ebenfalls die Aufnahmebedingungen. Allerdings kommt in diesem Fall zusätzlich ein Beratungsgespräch sowie eine Eignungsprüfung auf Dich zu.

Einen bestehenden Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen solltest Du ebenfalls vorlegen können. Einige Hochschulen fordern zudem den Nachweis eines mehrwöchigen Vorpraktikums im technischen Bereich. Sofern Du parallel zum Hochschulstudium eine Verkehrspilotenausbildung absolvierst, musst Du neben einem bestandenen Aufnahmeverfahren einen Vertrag mit einer kooperierenden Flugschule vorweisen.

Gewisse persönliche Eigenschaften nützen Dir in Deinem dualen Studium und darüber hinaus im Beruf. So ist neben einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Interesse technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen von Vorteil. Insbesondere bei der Konstruktion neuer Raumfahrzeuge hilft Dir eine gute Portion an Kreativität weiter. Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein stellen sich in der Branche als ebenso wichtig dar wie eine präzise Arbeitsweise. Da ein Großteil der Literatur und manche Seminare auf Englisch sind, solltest Du zudem die Sprache gut beherrschen.

  • Analytische Fähigkeiten
    7/10
  • Disziplin
    6/10
  • Naturwissenschaftliches Verständnis
    9/10
  • Technikverständnis
    9/10
  • Kreativität
    5/10

Vergütung, Gehalt & Karriere

Anders als bei einem Präsenzstudiengang hast Du mit einem dualen Studium Luft- und Raumfahrttechnik die Möglichkeit, die Theorie an der Hochschule mit ausreichend Berufserfahrung in einem Unternehmen zu kombinieren. Für Deinen dortigen tatkräftigen Einsatz entlohnt Dich Deine Arbeitsstelle mit einem bestimmten Betrag im Monat. Dein monatliches Gehalt kann von Betrieb zu Betrieb variieren und hängt manchmal auch von Deinem Verhandlungsgeschick ab. Grundsätzlich liegt Deine Vergütung während Deiner Ausbildung etwa zwischen 800 € und 1.100 € brutto pro Monat.

Nach Deinem Abschluss stehen Deine Chancen für eine Übernahme durchaus gut. Denn Du hast Dich in dieser Zeit zu einem festen Teammitglied entwickelt, das die Abläufe in den jeweiligen Abteilungen verinnerlicht hat. Außerdem möchte Dein Arbeitgeber in der Regel auch, dass Du das erworbene Wissen wiederum in der Firma einsetzen kannst. Neben einer Karriere als Pilot, über den Du in unserem Berufetext zum Piloten noch mehr erfährst, besteht für Dich als ausgebildeter Luft- und Raumfahrtingenieur die Option, beispielsweise folgende Aufgaben zu übernehmen:

  • Entwicklung und Konstruktion von Luft- und Raumfahrzeugen
  • Wartung und Reparatur von Anlagen und Fluggeräten
  • Flugzeugerprobung
  • Triebwerksbau
  • Integration neuer Technologien

Doch nicht nur die Tätigkeiten stellen sich als äußerst vielfältig dar, auch die Unternehmen und Sparten, in denen Du eine Anstellung finden kannst, sind zahlreich. Infrage kommen unter anderem diese Bereiche:

  • Flugzeughersteller
  • Fluggesellschaften
  • Behörden für Luft- und Raumfahrt
  • Zulieferfirmen für den Flugzeugbau
  • Flughafenbetreiber

Mit Deiner Qualifikation erwartet Dich abhängig von Faktoren wie Unternehmensgröße, Branche und Deiner Position ein ansprechendes Einstiegsgehalt ungefähr zwischen 3.000 € und 4.000 € brutto monatlich. Durchschnittlich können Luft- und Raumfahrtingenieure mit einem Einkommen von rund 5.000 € brutto im Monat rechnen. Mit einigen Jahren an Berufserfahrung und einer Leitungsfunktion sind sogar bis zu 8.000 € monatlich möglich.

Pro & Contra

Aus diesen Gründen solltest Du ein duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik beginnen:

  • Ansprechendes Gehalt nach Deinem dualen Studium
  • Nationale und internationale Jobmöglichkeiten
  • Arbeiten in einer innovationsreichen Branche
  • Gute Berufsaussichten durch starke Nachfrage nach Ingenieuren

Diese Argumente sprechen dagegen:

  • Die Pilotenausbildung, die Du zusätzlich zum Studium absolvieren kannst, ist sehr kostspielig
  • Um Dir die ingenieurtechnischen Grundlagen anzueignen, benötigst Du Vorkenntnisse in Mathematik und den Naturwissenschaften

Aktuelle Bewertungen

3.2
Daniel , 14.11.2019 - Luft- und Raumfahrttechnik – Luft- und Raumfahrtsysteme
4.5
Cora , 23.10.2019 - Luft- und Raumfahrttechnik
3.2
Eileen , 13.04.2019 - Luft- und Raumfahrttechnik
4.2
Marco , 07.04.2019 - Luft- und Raumfahrttechnik
3.2
Jakob , 18.02.2019 - Flugbetriebstechnik mit Verkehrspilotenausbildung
4.2
Steffen , 11.10.2018 - Luft- und Raumfahrttechnik – Luft- und Raumfahrtelektronik
3.3
Anonym , 23.04.2018 - Flugbetriebstechnik mit Verkehrspilotenausbildung
3.8
Abdulhamit , 28.03.2018 - Luft- und Raumfahrttechnik
4.0
Seb , 25.03.2018 - Luft- und Raumfahrttechnik
3.7
Valeria , 20.12.2017 - Luft- und Raumfahrttechnik

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Durchschnittsbewertung

Duale Studiengänge in der Studienrichtung Luft- und Raumfahrttechnik wurden von 28 Studenten bewertet.

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3.7
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DHBW - Duale Hochschule Baden-Württemberg (Friedrichshafen)
Bachelor of Engineering
6 Semester
4.2
100%
Flugbetriebstechnik mit Verkehrspilotenausbildung
FH Aachen (Aachen)
Bachelor of Engineering
7 Semester
3.4
100%
Luft- und Raumfahrttechnik – Luft- und Raumfahrtsysteme
DHBW - Duale Hochschule Baden-Württemberg (Friedrichshafen)
Bachelor of Engineering
6 Semester
3.2
100%