Gönn Dir! Wenn Du im Studium keine Party auslässt und gerne ein Bierchen nach dem anderen kippst, machst Du alles richtig! Das behauptet zumindest die BILD und stützt sich auf eine Studie dänischer Forscher. Warum gerade der Alkohol Deine Exmatrikulation verhindert? Wir verraten es Dir!

Bereits nach einem steilen Artikeleinstieg stößt Du zur wichtigen These vor, die erst einmal jedes Studentenherz höherschlagen lässt. Da heißt es nämlich, dass das Danish Evaluation Institute (EVA) Alkoholkonsum in einer Studie in einen positiven Zusammenhang mit der Abbruchwahrscheinlichkeit Deines Studiums stellt.

Homer wird Präsident

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast

Ja, das Institut heißt abgekürzt wirklich EVA und ist keine Erfindung der BILD. Und anscheinend haben die dänischen Forscher aus ihrer Studie wirklich den Schluss gezogen, dass ein erhöhter Akoholkonsum das Risiko eines Studienabbruches senkt. Was aber macht ein guter BILD-Autor aus diesem einen Satz? Fünf Absätze, die diese Kernaussage jeweils anders formuliert wiederholen. Getreu dem Motto: ”Je öfter ich es sage, desto wahrer wird es!“ Ist die Schlussfolgerung der Forscher dadurch richtiger?

Wenn Du Dir nämlich gerade ein Extra-Sixpack auf den Einkaufszettel gesetzt hast, müssen wir Dich leider enttäuschen. Zwar haben die Studienteilnehmer, die regelmäßig einen kippen, ihr Studium eher durchgezogen, als die Abstinenzler. Dass gerade der Alkohol dafür verantwortlich sein soll, dafür hat die Statistik den wunderschönen Begriff der Scheinkorrelation erfunden. Beispiel gefällig? Nur weil die Storchpopulation gleichzeitig mit der Geburtenrate steigt, heißt das nicht, dass die Störche die Babys bringen. Und nur weil für die Nicht-Abbrecher Alkohol und Studium zusammengehören wie Bibi und Julian, muss er nicht der verantwortliche Faktor sein, der die Schnapsnasen an der Uni hält. Aber was, wenn nicht der Alkohol, hat denn nun den Uni-Exodus verhindert?

Mädchen betrinken sich

Wie Du nur mit Wasser dennoch erfolgreich bleibst

Stell Dir einfach mal die Frage, in welchen Situationen Du Dich abschädeln würdest. Klar, gerne auch mal mit nem Feierabendbierchen zuhause – aber doch primär mit Freunden, oder? Und eben da hat der Frosch die Locken! Es geht um die sozialen Kontakte, die gemeinsamen Partys, die Abende im Park mit Bier, Wein und Mixgetränken. Denn wenn Du nicht als einsamer Eigenbrödler in Deinem WG-Zimmer hockst, sondern Freunde und Verbündete unter Deinen Kommilitonen findest, dann klappt es auch mit dem Studium.

Warum? Weil Ihr Euch gegenseitig motiviert, miteinander lernt, Euch in Phasen des Selbstzweifels gegenseitig unterstützt. Im Sales-Jargon nennt man so etwas "Austrittsbarrieren schaffen", sprich Dir einen Gewohnheitswechsel so schwer wie möglich zu machen. Mit dem Studium läuft es genauso. Je größer Dein soziales Netz ist, desto mehr bindet Dich Dein Freundeskreis an Dein Studium. Stell es Dir vor, wie damals in der Schule: Mathe und Deutsch sind kacke, aber dafür kannst Du mit Deinen Besties auf dem Pausenhof rumhängen. Und wie findet man Freunde? Die sind auf der nächsten Party meist nur einen Drink entfernt.

Minions Party

Es ist also vollkommen wurst, ob Du lieber Bier, Wein, Wodka, Apfelschorle oder Kranwasser säufst: Genieße das Studentenleben, geh auf Partys und schnapp Dir ein paar Kommilitonen als freundschaftlichen Campus-Backup. Und wenn Du dann immer noch Abwanderungsgedanken hast, dann ist der Studiengang vielleicht einfach nicht der richtige für Dich? Da kann dann aber auch das beste Bier der Welt nichts mehr dran ändern.

Du bist frisch an der Uni und kennst noch nicht so viele Deiner Mitstudierenden? Keine Panik, wir versorgen Dich mit Tipps für Deine Ersti-Party! Was aber, wenn die Fete so richtig stinkt? Unsere 5 Ausreden, wie Du von jeder öden Studentenparty abhaust lassen Dich auch hier nicht im Stich. Oder Du nimmst Dir das Thema Alkohol doch zu Herzen und peppst die Veranstaltung mit unseren Top 5 Trinkspielen ordentlich auf. Cheers, auf ein abbruchfreies Studium! ;-)