Traditionell machen wir uns zu Neujahr gute Vorsätze – nur, um sie dann sowieso wieder nicht einzuhalten. Die meisten Menschen nehmen sich zum Jahreswechsel vor, gesünder zu essen, mehr Zeit für die Familie zu haben oder das Rauchen aufzugeben. Studenten stecken sich meistens etwas andere Ziele. Wir stellen euch die typischsten Studenten-Vorsätze vor und geben euch gute Gründe, warum ihr diese ohne schlechtes Gewissen brechen dürft.

1. Endlich früh genug mit Lernen anfangen

Bei jeder Klausurphase ist es wieder das Gleiche. Du kannst Dich einfach nicht aufraffen und mit dem Lernen beginnen. Du findest tausend Ausreden, warum Du Dich nicht an den Schreibtisch setzen kannst: Erstmal Aufräumen, endlich Putzen … und was passiert eigentlich gerade auf Facebook? Ups, schon wieder ist der halbe Tag rum. Du weißt ganz genau – je früher Du mit dem Lernen anfängst, desto besser die Aussicht auf eine akzeptable Note.

Andererseits, wer unter Adrenalin lernt, der setzt sich auch so richtig auf den Hosenboden und haut rein. Letztlich ist es eine Abwägungssache. Willst Du keinen Stress, bezwinge Deinen inneren Schweinehund und lerne vielleicht einfach ein bisschen früher als sonst. Statt 24 Stunden vor der Klausur mit dem Lernen zu beginnen, musst Du ja nicht gleich das Ziel setzen, schon Monate vorher am Schreibtisch zu sitzen. Bleib realistisch und fang dieses Jahr einfach mal 2 Wochen vorher an.

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2. Weniger Feiern gehen

Kommt Dir Dein Studium wie ein einziger Party-Marathon vor? Du hast ein schlechtes Gewissen, weil Du zu häufig über die Strenge schlägst und öfter mal die Vorlesung sausen lässt? Studenten gelten allgemein als partywütig, damit entsprichst Du also voll und ganz dem Klischee. Solange Du Dein Studium auf die Kette kriegst, sollte – von den gesundheitlichen Nachteilen mal abgesehen – zu viel Feiern eigentlich kein Problem sein. Denn denk immer daran: jedes Studium hat ein Ende und spätesten dann ist die Party vorbei und es beginnt der Ernst des Lebens. Bis dahin kannst Du also ruhig die Vorteile des Studentendaseins genießen.

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3. Keine Vorlesung mehr ausfallen lassen

Immer dieser Stress, wenn Du eine Vorlesung ausfallen lässt: Unterschrift fälschen lassen, Mitschriften schnorren und Übungsaufgaben organisieren. Immer wieder nimmst Du Dir vor, ab jetzt wirklich brav zur Vorlesung zu gehen. Falls Deine Anwesenheit in der Vorlesung nicht unbedingt streng kontrolliert wird, ist es sehr verführerisch, die Vorlesung einfach mal Vorlesung sein zu lassen. Um 8 Uhr am Montagmorgen bist Du sowieso noch nicht aufnahmefähig. Mittwochs um 20 Uhr noch eine Statistik Übung ansetzen, wer macht so was Gemeines? Und freitagmittags schwänzt selbst der Prof mit höchster Wahrscheinlichkeit. Also, solange Du mit dem Lernstoff hinkommst und die Lücken nacharbeitest, kannst Du getrost mal eine Vorlesung sausen lassen und ausschlafen.

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4. Die Bachelorarbeit rocken

Wie viel Prozent macht noch mal die Bachelorarbeit von der Abschlussnote aus? Bestimmt genug, um Dir diesmal wirklich, ernsthaft, ganz ehrlich richtig Mühe zu geben. Also hast Du Dir sicher schon ein Thema überlegt, Dir massenhaft Literatur vorbestellt und die Gliederung ist bereits in der Mache, oder? Aber wenn Du ehrlich bist, läuft es bei der Bachelorarbeit genauso ab, wie bei allen anderen Prüfungen auch – nämlich auf den letzten Drücker. Aber jetzt, wo Du soviel Übung damit hast, warum solltest Du nun Deine Strategie ändern?

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5. Karriereplanung starten

Irgendwie studierst Du so vor Dich hin und hast Dir noch gar keine Gedanken darüber gemacht, was Du mit Deinem Abschluss eigentlich anfangen möchtest. Damit Du nach der Abschlussfeier nicht schnurstracks zum Arbeitsamt rennen musst, ist eine möglichst frühzeitige Karriereplanung sinnvoll. Personaler erwarten von Bewerbern ganz schön viel. Am besten solltest Du, wenn Du Dich bewirbst, schon mehrere Jahre Berufserfahrung mitbringen und natürlich in Regelstudienzeit studiert haben. Wer soll das überhaupt schaffen? Falls Du Dir Sorgen machst, dass Du mit Deiner Karriereplanung zu spät dran bist, machen Dir vielleicht diese Beispiele Mut:

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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt …

Sich gute Vorsätze zu machen, setzt nur unter Druck und am Ende des Jahres hat man auch noch ein schlechtes Gewissen. Deshalb folgender Tipp zu Neujahr:

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