Zahnarzt werden

Dauer 5 - 6 Jahre
Gehaltsaussichten 3.500 €¹ - 5.000 €¹
Karrierechancen Gut

Wie werde ich Zahnarzt?

Ob Prophylaxen, Zahnreinigungen oder Wurzelbehandlungen - es erwarten Zahnärzte jeden Tag die unterschiedlichsten Herausforderungen. Um Zahnarzt zu werden, steht Dir zunächst ein Zahnmedizin Studium bevor. Nach 10 bis 11 Semestern schließt Du dieses mit dem Staatsexamen ab und hast die Erlaubnis, Dich künftig Zahnarzt zu nennen. Damit Du den Beruf ausüben darfst, musst Du die Approbation bei der zuständigen Behörde beantragen. Zu Beginn Deiner Karriere sammelst Du in der Regel 2 bis 4 Jahre erste praktische Erfahrungen als Assistenzarzt mit dem Ziel, die Kassenzulassung zu erhalten. Damit bist Du berechtigt, neben Privat- auch Kassenpatienten zu behandeln.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Dein Tagesablauf als Zahnarzt hängt davon ab, ob Du in einer Klinik, der Forschung oder einer Praxis tätig bist. Der Arbeitstag eines niedergelassenen Zahnarztes sieht beispielsweise so aus:

07:30 Uhr

Ankunft an Deiner Praxis: Du besprichst mit Deinen Mitarbeitern den Tagesverlauf.

08:00 Uhr

Deine Praxis öffnet und die ersten Patienten stehen schon vor der Tür. Der 9-jährige Maximilian hat große Angst vor dem Zahnarzt. Mit Deiner ruhigen und einfühlsamen Art nimmst Du ihn mit ins Behandlungszimmer. Nach einer halben Stunde hat er es auch schon geschafft. Da seine Zähne in Ordnung sind, hat die Zahnarzthelferin ihm nur noch einmal gezeigt, wie er sich die Zähne richtig putzt.

08:30 Uhr

Es folgen mehrere Kontrolluntersuchungen. Bei allen Patienten befreist Du die Zähne von Zahnstein. Einige leiden zusätzlich unter Karies. Da Du diese Behandlungen aufgrund von Zeitmangel nicht am gleichen Tag durchführen kannst, vereinbaren Deine Helferinnen dafür neue Termine.

13:00 Uhr

In der Mittagspause hast Du Zeit, um eine Kleinigkeit zu essen und Dich auf die Arbeit am Nachmittag vorzubereiten. Gleich steht eine Wurzelbehandlung bei Frau Müller an.

14:00 Uhr

Frau Müller kommt mit zittrigen Knien in Dein Behandlungszimmer. Ihr plaudert ein bisschen und Du erklärst ihr Dein Vorgehen. Die Wurzelbehandlung führst Du mithilfe der Lokalanästhesie durch.

15:15 Uhr

Der nächste Kontrolltermin steht an. Herr Schneider wartet bereits auf Dich. Für seine Kariesbehandlung wünscht er sich eine örtliche Betäubung, sodass er keine Schmerzen verspürt.

17:45 Uhr

Der letzte Termin für heute: Eine Knirschschiene für Herrn Lau ist das Ziel. Dazu fertigst Du einen Abdruck von seinem Gebiss an. Zur Anpassung der fertigen Schiene vereinbart Herr Lau mit Deiner Assistentin einen weiteren Termin.

18:10 Uhr

Die Praxis schließt. Du erledigst die liegen gebliebenen Verwaltungsaufgaben und unterschreibst Rezepte. Danach gehst Du in den Feierabend.

Voraussetzungen

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Empathie gegenüber Deinen Patienten
  • Handwerkliches Geschick
  • Sorgfältige & präzise Arbeitsweise

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  • Einstiegsgehalt 3.500 €¹
  • Berufserfahrung 5.000 €¹
Zum Gehaltsüberblick

Was macht ein Zahnarzt?

Jeden Tag treffen zahlreiche Patienten während der Sprechstunde in Deiner Praxis ein. Viele von ihnen kommen wegen ihres Prophylaxetermins und sind meist beschwerdefrei. Dennoch beginnst Du jeden Kontrolltermin mit einem Gespräch und erkundigst Dich, ob Dein Patient unter Schmerzen leidet. Im weiteren Verlauf schaust Du Dir jeden Zahn mit einem kleinen Spiegel von allen Seiten genau an. So erkennst Du zum Beispiel, ob Karies vorhanden ist. Meist entfernst Du zum Schluss noch Zahnstein.
Routinebehandlungen wie die Entfernung von Karies begegnen Dir als Zahnarzt täglich. Dabei bohrst Du meist ein kleines Loch in den Zahn und beseitigst so die Bakterien. Danach verschließt Du es wieder mit einer Füllung. Bei manchen Patienten führst Du dieses Verfahren mithilfe einer örtlichen Betäubung durch. Das spiegelt jedoch nur einen kleinen Teil Deiner Arbeit als Zahnarzt wider. Denn Du kümmerst Dich außerdem um die Gesundheit des Zahnfleisches und der Zahnwurzeln. Manchmal kommt es auch vor, dass Du einen Zahn entnimmst und ersetzt.
Operationen führst Du sowohl als Zahnarzt als auch als Spezialist der Oralchirurgie durch. Zu der bekanntesten Zahnoperation zählt das Entnehmen der Weisheitszähne. Für diese vier letzten Backenzähne ist bei den meisten Menschen in der Regel zu wenig Platz im Kiefer vorhanden. Die Entfernung ist deshalb unter anderem für Zahnspangenträger sehr wichtig, da sich die Zähne ansonsten nach der Behandlung wieder verschieben können. Üblicherweise betäubst Du die entsprechenden Stellen im Mund lokal, bei komplizierten Eingriffen und auf Wunsch ist auch eine Vollnarkose möglich. Nach ein paar Tagen ziehst Du die Fäden und kontrollierst die Wundheilung.

Wie sind die Berufsaussichten?

Deine Berufschancen als Zahnarzt sind sehr gut. Zwar ist derzeit nicht die Rede von einem „Zahnärztemangel”, dennoch liegt der Altersdurchschnitt der aktuell Praktizierenden bei 50 Jahren. Deswegen benötigen niedergelassene Zahnärzte Nachfolger, an die sie später ihre Praxen übergeben können. Im Gegensatz zur Stadt gestalten sich Deine Karriereaussichten auf dem Land deutlich besser. Denn ländliche Gebiete weisen eine nicht so hohe Zahnarztdichte auf wie größere Ballungsgebiete. Prognosen zufolge entscheiden sich im Übrigen mehr und mehr Frauen für diesen Beruf. Außerdem sinkt der Altersdurchschnitt der Zahnärzte in den kommenden Jahren stark.

Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Belastungsfähigkeit
    6/10
  • Naturwissenschaftliches Verständnis
    7/10
  • Kommunikationsstärke
    7/10
  • Sozialkompetenz
    6/10

Welche Spezialisierungen gibt es?

Als Facharzt für Kieferorthopädie konzentrierst Du Dich auf die Vorbeugung und Behandlung von Fehlstellungen des Kiefers und der Zähne. Viele Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene besuchen Deine Kieferorthopädiepraxis aufgrund von Zahnfehlstellungen wie Lücken, Engständen oder einem Über- beziehungsweise Unterbiss. Bei einem ersten Gespräch schaust Du Dir ihre Zähne und den Kiefer genau an. Zur besseren Diagnostik lässt Du gegebenenfalls Röntgenbilder anfertigen. Danach berätst Du Deine Patienten, welche Therapiemöglichkeit die beste für sie ist. Handelt es sich um eine geringfügige Zahnfehlstellung, greifst Du meist auf eine lose Zahnspange zurück. Falls jedoch eine längere Behandlung vonnöten ist, verwendest Du eine feste. Mittlerweile ist es auch möglich, transparente lose Zahnspangen einzusetzen.
Der sogenannte Parodontium bezeichnet den Zahnhalteapparat. Dieser sorgt dafür, dass die Zähne im Kiefer stabil und an der richtigen Stelle stehen. Ziel Deiner Arbeit im Bereich der Parodontologie ist es, Entzündungen dieses Systems vorzubeugen und somit Zahnverlust zu verhindern. Parodontitis zählt zu den häufigsten Zahnerkrankungen. Zur Behandlung entfernst Du zunächst den Zahnstein und führst eine Zahnreinigung durch. Ist dies noch nicht ausreichend, verschreibst Du eventuell ein Antibiotikum. Zusätzlich klärst Du Deine Patienten über die richtige Mundhygiene auf und empfiehlst ihnen regelmäßig für die Nachsorge vorbeizukommen.
Das Fachgebiet der Implantologie befasst sich mit dem Einsatz von Fremdmaterialien in die Zähne und den Kiefer. Du bist zum Beispiel für das Ersetzen eines erkrankten Zahnes verantwortlich. Dazu verwendest Du verschiedene Materialien: Metalle, Kunststoffe und Keramik. Der Zweck des Implantates beeinflusst die jeweilige Auswahl. Zusätzlich achtest Du darauf, dass es gut aussieht, lange hält und den Körper möglichst wenig belastet. So tauschst Du als Implantologe beispielsweise das früher für Füllungen verwendete Amalgam zunehmend durch andere Substanzen aus.

Besonderheiten

  • Option der Selbstständigkeit
  • Numerus clausus (NC) liegt zwischen 1,0 und 1,1
  • Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) vergibt bundesweit die Studienplätze: 20 Prozent der Plätze nach der Abiturnote, 20 Prozent nach Wartezeit und 60 Prozent gemäß des Auswahlverfahrens der Hochschulen
  • Schnupperstudium an manchen Universitäten möglich

Videos zum Beruf

Wusstest Du schon, dass ...

  • ... Zahnärzte gemeinsam mit den Hausärzten zu den am meisten besuchten Ärzten in Deutschland gehören?
  • ...etwa 70% der Zahnärzte als niedergelassener Arzt tätig sind?
  • ...sich für das Wintersemester 2017/2018 6.043 Abiturienten auf 1.516 Studienplätze beworben haben?
  • ...jede Universität durchschnittlich 43 Studienplätze für Zahnmedizin vergibt?

Diese Promis sind auch Zahnarzt

Was spricht für den Beruf

  1. Vielseitige Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  2. Option, durch eigene Praxis Unternehmer zu sein
  3. Täglicher Kontakt zu Menschen aller Altersgruppen
  4. Nach dem Studium Direkteinstieg in den Beruf des Zahnarztes denkbar

Was spricht gegen den Beruf

  1. Vergleichsweise langes Studium
  2. Für Kassenzulassung ist Assistenzzeit nach dem Studium notwendig
¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Einstiegsgehalt als Zahnarzt

Dein durchschnittliches Einstiegsgehalt als angestellter Zahnarzt beträgt 3.500 €¹ brutto im Monat. Möchtest Du zunächst die Kassenzulassung erwerben, bist Du nach Deinem Studium als Assistenzzahnarzt tätig. In dieser Zeit liegt Dein monatlicher Verdienst zwischen 1.500 €¹ und 2.500 €¹. Eröffnest Du eine eigene Praxis, kann Dein anfängliches Einkommen deutlich über die 3.500 €¹ hinausgehen. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, Dich gemeinsam mit einem Kollegen selbstständig zu machen, um zum Beispiel das Leistungsspektrum zu erweitern.

  • Zahnarzt 3.500 €¹
  • Hautarzt 4.840 €¹

Gehalt nach Berufserfahrung

Mit Berufserfahrung von 3 bis 5 Jahren beläuft sich Dein durchschnittlicher Verdienst auf 4.000 €¹ brutto pro Monat. Nach mehr als 10 Jahren liegt er etwa bei 7.500 €¹.

Als angestellter Zahnarzt richtet sich Dein Gehalt vor allem nach Deinen Aufgaben, die Du übernimmst. Bekleidest Du zum Beispiel eine Führungsposition, steigt Dein Einkommen. Auch durch Umsatzbeteiligungen von bis zu 30 % können sich Deine Einkünfte deutlich erhöhen.

Als Inhaber einer eigenen Praxis kannst Du schließlich mit bis zu 12.000 €¹ brutto pro Monat rechnen. Zu beachten ist, dass Du dabei einige Kosten und eine hohe Verantwortung trägst, etwa für Deine Mitarbeiter.

Gehalt nach Berufserfahrung

Mit Berufserfahrung von 3 bis 5 Jahren beläuft sich Dein durchschnittlicher Verdienst auf 4.000 €¹ brutto pro Monat. Nach mehr als 10 Jahren liegt er etwa bei 7.500 €¹.

Als angestellter Zahnarzt richtet sich Dein Gehalt vor allem nach Deinen Aufgaben, die Du übernimmst. Bekleidest Du zum Beispiel eine Führungsposition, steigt Dein Einkommen. Auch durch Umsatzbeteiligungen von bis zu 30 % können sich Deine Einkünfte deutlich erhöhen.

Als Inhaber einer eigenen Praxis kannst Du schließlich mit bis zu 12.000 €¹ brutto pro Monat rechnen. Zu beachten ist, dass Du dabei einige Kosten und eine hohe Verantwortung trägst, etwa für Deine Mitarbeiter.

Gehalt nach Bundesland

Die Gehälter von Zahnärzten unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland teilweise stark. In der Regel verdienst Du in Nordrhein-Westfalen besonders viel, während Mecklenburg-Vorpommern das Schlusslicht der Bundesländer bildet. Dein Einkommen hängt dabei in erster Linie von Deinem Beschäftigungsverhältnis ab. Du kannst zum Beispiel als selbstständiger oder angestellter Zahnarzt praktizieren.

¹ Alle Gehälter ohne Gewähr

Mit diesen 42 Studiengängen kannst Du Zahnarzt werden

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Mit diesen 42 Studiengängen kannst Du Zahnarzt werden

Zahnmedizin
LMU - Uni München (München)
Staatsexamen
11 Semester
3.9
100%
Zahnmedizin
Uni Mainz (Mainz)
Staatsexamen
11 Semester
4.0
97%
Zahnmedizin
Uni Freiburg (Freiburg)
Staatsexamen
11 Semester
3.8
100%
Zahnmedizin
Uni Göttingen (Göttingen)
Staatsexamen
11 Semester
4.0
97%
Zahnmedizin
Uni Münster (Münster)
Staatsexamen
11 Semester
3.9
94%
Zahnmedizin
Uni Würzburg (Würzburg)
Staatsexamen
10 Semester
3.8
94%
Zahnmedizin
FAU Erlangen-Nürnberg (Erlangen)
Staatsexamen
11 Semester
3.7
93%
Zahnmedizin
Uni Regensburg (Regensburg)
Staatsexamen
11 Semester
4.1
100%
Zahnmedizin
Uni Leipzig (Leipzig)
Staatsexamen
11 Semester
4.1
100%
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Uni Witten/Herdecke (Witten)
Staatsexamen
10 Semester
4.1
100%